Staunau war ein Hersteller von Eismaschinen und Hebezeugen in Hamburg-Harburg. 1950 und 1951 wurden auch Kleinwagen produziert, die größer als der VW Käfer waren und das Aussehen eines luxuriösen Mittelklassewagens boten. Die kurze Entwicklungszeit dieses Wagens wurde durch weitgehende Verwendung zugekaufter Teile (Achsen, Getriebe, Motoren) erreicht.

Beschreibung Karl-Heinz Staunau entschloss sich am Ende der 1940er-Jahre, sich am Autoboom der beginnenden Wirtschaftswunderzeit zu beteiligen. Ein Besuch beim Motorenhersteller Ilo hatte ihn auf diese Idee gebracht. Staunau ließ zwei Typen in selbsttragender Schalenbauweise vom Flugzeugkonstrukteur Gerd Krebs konstruieren, die beide mit Zweizylinder-Zweitaktmotoren von Ilo ausgestattet waren; der kleinere vom Typ WE 2/200 hatte etwa 397 cm³ Hubraum, der 748-cm³-Motor des K 750 war ein Doppelkolbenmotor (ILO U 750), hatte also vier Kolben.Hanns Peter Rosellen: Deutsche Kleinwagen nach 1945 geliebt, gelobt und unvergessen ... Bleicher Verlag Gerlingen, 1977. ISBN 3-921097-38-X. S. 286–287. Die Frontantriebswagen verwendeten die Vorderachse eines DKW-Vorkriegsmodells, hatten eine hydraulische Bremsanlage, Lenkradschaltung, elektrische Blinkanlage, umklappbare Sitze und boten Platz für vier Personen. Weil auch die Vordersitze in Form einer Sitzbank gestaltet waren, konnten notfalls sechs Personen im Staunau Platz finden. Der Gepäckraum war nur von innen zugänglich.

Die hintere Starrachse hatte eine Drehstabfederung.

Wirtschaftlich erfolgreich war die Produktion nicht. Vom Typ K 400 (mit Dreiganggetriebe) wurden 64 Stück in den Jahren 1950/51 hergestellt, der größere Typ K 750 (mit Vierganggetriebe) brachte es in der gleichen Zeit auf 16 Stück. In der Bundesrepublik wurden 47 Fahrzeuge im Jahr 1950 und 26 im Jahr 1951 zugelassen.

Der K 400 kostete 4752 DM, der K 750 6457 DM.

Technische Daten TypK 400K 750Bauzeitraum1950–19511950–1951AufbautenL2L2Motor2 Zyl. Reihe 2 Takt2 Zyl. Reihe 2 TaktVentilekeinekeineBohrung / Hub in mm61 / 6852 / 88 (4 Kolben)Hubraum379 cm³748 cm³Leistung (PS)1325Leistung (kW)9,5 (14 PS)18 (25 PS)Verbrauch5,5 l / 100 km6,8 l / 100 kmHöchstgeschwindigkeit92 km/h (95)105 km/h (118) Leergewicht690 kg (610)800 kgZul. Gesamtgewicht1000 kg1120 kgElektrik6 Volt6 VoltLänge4120 mm4120 mmBreite1530 mm1530 mmHöhe1450 mm1450 mmRadstand2550 mm2550 mmSpur vorne / hinten in mm1190 / 12501190 / 1250Wendekreisdurchmesser12 m12 m L2 = 2-türige Limousine eingeklammerte Werte nach Spiegel-Artikel

Literatur Reinhard Lintelmann: Motorroller und Kleinwagen der fünfziger Jahre. Podszun Verlag Brilon, 4. Auflage (2000), ISBN 3-86133-136-5 Werner Oswald: Deutsche Autos seit 1945. Alle deutschen Personenwagen. Band 2, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1992, S. 974 f., ISBN 3-613-01492-0

Weblinks Ueber Chrysler, Der Spiegel Nr. 27/1950, Seite 31 Roger Gloor:

Einzelnachweise

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