mini|Eugen I. (Darstellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern) Der hl. Eugen I. (Geburtsdatum unbekannt; † 2. Juni 657) wurde am 10. August 654 als Nachfolger von Martin I. zum Papst gewählt, obwohl sein Vorgänger noch lebte.
Leben Anlass der Papstwahl Eugens war wohl die Annahme, er könnte die Versöhnung der römischen Kirche mit Byzanz herbeiführen. Der oströmische Kaiser Konstans II. war maßgeblich für die Absetzung, Verurteilung und Verbannung Papst Martins auf die Krimhalbinsel verantwortlich. Der oströmische Patriarch Petros teilte im Streit um den Monotheletismus nach wie vor nicht die römische Position. Von dem auf Druck des Kaisers schon vor dem Tod des verbannten Papstes neu gewählten Eugen wurde erwartet, eine versöhnlichere Haltung als Martin einzunehmen. Als es letztlich dennoch zu keiner Einigung kam, drohte auch Eugen die gewaltsame Absetzung durch den byzantinischen Kaiser. Er starb jedoch, ohne dass es zu einer Eskalation gekommen wäre.
Nachleben Eugen I. wurde kanonisiert. Das Patronatsfest ist an seinem Todestag, also am 2. Juni.
Patrozinien Eugeniuskirchen finden sich unter anderem
in Italien: Chiesa di Sant’Eugenio di Altare, Ligurien Monastero di Sant’Eugenio, in Costafabbri, Siena, Toskana Chiesa Sant’Eugenio, Via delle Belle Arti, Rom, Latium (Pfarrkirche, Basilica minor und Titeldiakonie seit 1960, wird von der Personalprälatur Opus Dei betreut)
in anderen Ländern: St. Eugenius, Kirche in Hannover, Deutschland (zu Ehren des Papstes Pius XII., Eugenio Pacelli so benannt) St-Eugène (Marseille), Frankreich St-Eugène-Ste-Cécile (Paris), Frankreich Cathedral of Saint Eugene, Bistum Santa Rosa, Kalifornien (USA)
Literatur Rudolf Schieffer: Eugen I. In: Lexikon des Mittelalters, Bd. 4 (1989) Sp. 77–78.
Weblinks
Kategorie:Papst Kategorie:Heiliger (7. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 6. oder 7. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 657 Kategorie:Mann