mini|Renate Küster, 2017 Renate Küster (* 12. September 1936 in Danzig) ist eine deutsche Kabarettistin, Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben In den Jahren 1956 bis 1958 war Renate Küster Schülerin an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Bei Tatjana Gsovsky nahm sie Ballettunterricht. Eine kurze Zeit arbeitete sie als Fernsehansagerin. Sie spielte als junge Schauspielerin in den Filmen Nachtschwester Ingeborg und Vater, Mutter und neun Kinder (1958).

Ab 1960 spielte sie Theater, unter anderem am GRIPS-Theater und fürs Fernsehen. Besondere Rollen waren Die Ilse ist weg, Die große Flatter und Sechs Wochen im Leben der Brüder G.

Als Synchronsprecherin lieh Küster neben vielen anderen Schauspielern etwa Filmstars wie Jane Fonda, Faye Dunaway, Alida Valli, Catherine Deneuve, Raquel Welch, Stéphane Audran, Claudette Colbert die Stimme. Im deutschsprachigen Film Die Nibelungen sprach sie Karin Dor nach, da diese wegen der Dreharbeiten zu dem James-Bond-Film Man lebt nur zweimal verhindert war. Ebenfalls machte Küster einige Hörbücher.

Privates Küster war von 1992 bis zu dessen Tod 2013 mit dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt verheiratet, mit dem sie auch zusammen aufgetreten war, zum Beispiel in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

Filmografie (Auswahl) 1955: Das Fräulein von Scuderi 1955: Star mit fremden Federn 1956: Treffpunkt Aimée 1956: Zwischenfall in Benderath 1957: Betrogen bis zum jüngsten Tag 1957: Acht Mädels im Boot 1958: Nachtschwester Ingeborg 1958: Der Tod auf dem Rummelplatz 1958: Grabenplatz 17 1958: Vater, Mutter und neun Kinder 1960: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse 1961: Lebensborn 1962: Das Schloß 1964: Die lustigen Weiber von Tirol 1964: Der Betriebsausflug (Serie Hafenpolizei) 1964: Ich fahre Patschold 1966: Kurswagen nach Zürich (Serie: Intercontinental Express) 1966: Gertrud Stranitzki (Serie) 1966: Die Nacht zum Vierten 1970: Der Fall von nebenan (Serie) 1973: Die Kriminalerzählung (Serie) 1974: Sechs Wochen im Leben der Brüder G. 1975: Nach der Scheidung 1975: Stumme Zeugen 1976: Den lieben langen Tag (Serie) 1976: Die Ilse ist weg 1977: Heinrich Zille 1977: Der Haupttreffer 1978: Ein Mord am Lietzensee 1978: Ausgerissen! Was nun? (Serie) 1979: Die große Flatter (TV-Dreiteiler) 1979: Fallstudien 1980: Bruchlandung (2 Teile, Serie SOKO 5113) 1981: Flächenbrand 1984: Die Schöffin (Serie) 1984: Turf (Serie) 1986: Ein Heim für Tiere (Fernsehserie, zwei Folgen) 1992: Endstation Harembar 1991: Löwengrube (Fernsehserie, Folge Funkstille – Sommer 1946) 1993: Tatort – Berlin – beste Lage (Fernsehreihe)

Synchronrollen (Auswahl) Ursula Andress 1963: Acapulco als Maggie Dauphine 1978: Die weiße Göttin der Kannibalen als Susan Stevenson 1993: Prinzessin Fantaghirò III als Xellesia 1994: Prinzessin Fantaghirò IV als Xellesia Faye Dunaway 1967: Bonnie und Clyde als Bonnie Parker 1970: Doc als Katie Elder 1981: Meine liebe Rabenmutter als Joan Crawford 1996: Die Kammer als Lee Cayhall Bowen Claudette Colbert 1942: Atemlos nach Florida als Geraldine Jeffers 1979: Es geschah in einer Nacht als Ellie Andrews Charlotte Rampling 1974: Zardoz als Consuella 2003: The Statement als Nicole

Filme 1959: Sylva Koscina in Schlechte Zeiten für Vampire als Carla 1965: Shirley Eaton in Geheimnis im blauen Schloß als Ann Clyde 1971: Jill St. John in James Bond 007 – Diamantenfieber als Tiffany Case 1974: Jacqueline Bisset in Mord im Orient-Expreß als Gräfin Andrenyi 1986: Julie Christie in Väter und Söhne als Charlotte Deutz

Serien 1972–1980: Jane Seymour in Die Onedin–Linie als Emma Callon 1980: Sanae Tsuchida in Die Rebellen vom Liang Shan Po als Hu San–Niang 1992: Diane Fletcher in Ein Kartenhaus als Elizabeth Urquhart

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