Der Begriff Offensive 77 wurde sowohl von der Roten Armee Fraktion (RAF) wie auch von Medien und Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit den Terroranschlägen der Gruppe ab 1977 verwendet.Butz Peters: Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF. Argon-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1, S. 774. Ziel der Anschlagsserie war die Freipressung der inhaftierten Terroristen aus den Gefängnissen. Sie begann mit der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback am 7. April 1977, führte im Verlauf der Schleyer-Entführung zur Deutscher Herbst genannten Staatskrise in der Bundesrepublik Deutschland und endete am 18. Oktober 1977 mit dem Suizid der RAF-Führung in der Todesnacht von Stammheim und der Ermordung Schleyers. Teile der wesentlich von Siegfried Haag gestalteten RAF-Planung (siehe: Haag/Mayer-Papiere) waren dem Bundeskriminalamt bereits bekannt, konnten aber erst nachträglich zugeordnet werden.
RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock sagte dazu:
Der Journalist Butz Peters formulierte später:
Zeittafel Offensive 77
Mord an Siegfried Buback in Karlsruhe Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden zu lebenslanger Haft verurteilt Überfall auf ein Waffengeschäft in Frankfurt am Main Jürgen Ponto wird in Oberursel ermordet misslungener Raketenwerfer-Anschlag auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Schleyer-Entführung in Köln (Auftakt zum Deutschen Herbst) Landshut-Entführung 0:05 bis 0:08 Uhr MEZ erfolgreiche Befreiung der Geiseln im Flugzeug Landshut in Mogadischu ab etwa 0:40 Uhr Todesnacht von Stammheim etwa 13:00 Uhr Ermordung von Schleyer in Hem bei Lille Hanns Martin Schleyer tot aufgefunden in Mulhouse
Weblinks Der Schlüssel zum RAF-Code. In: taz; über die Haag/Mayer-Papiere und die zu spät erfolgte Entschlüsselung der Begriffe „Big Money“, „Operation Margarine“, „Big Raushole“ etc.
Einzelnachweise
Kategorie:Rote Armee Fraktion Kategorie:Terroranschlag 1977 Kategorie:Politik 1977 Kategorie:Mordserie