Niederhohndorf ist seit dem 4. Dezember 1952 ein Stadtteil von Zwickau, das seit 2008 Kreisstadt des Landkreises Zwickau im Freistaat Sachsen ist. Der Ort wurde zusammen mit Pöhlau und Auerbach nach Zwickau eingemeindet. Niederhohndorf liegt im Stadtbezirk Zwickau-Nord und trägt die amtliche Nummer 33. (PDF; 5,2 MB), abgerufen am 4. November 2011
Geografische Lage mini|Stadtbezirke und Stadtteile von Zwickau Niederhohndorf liegt nordwestlich des Stadtzentrums. Im Norden und Westen grenzt Niederhohndorf an Oberrothenbach, im Süden an Weißenborn und im Osten an Crossen sowie an Pölbitz.
Geschichte Niederhohndorf wurde erstmals im Jahr 1347 erwähnt. Die Niederhohndorfer Lehen und Zinsen gehörten um 1553 dem Rat der Stadt Zwickau, um 1590 war der Ort Amtsdorf, das bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Zwickau gehörte.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 64 f. Kirchlich war Niederhohndorf bis 1529 nach Mosel gepfarrt, seitdem gehört der Ort kirchlich zu Weißenborn. Um 1696 gab es in Niederhohndorf ein kleines Berggeschrey. In den nächsten 30 Jahren entstanden in den Fluren von Niederhohndorf und Helmsdorf vier Fundgruben, in denen goldhaltiger Sand gesucht wurde. Im Zuge der Sanierung der Industriellen Absetzanlage (IAA) Helmsdorf, welche zwischen den 1950er Jahren und 1990 der Ablagerung von Uranschlamm aus der Uran-Aufbereitungsanlage Crossen diente, wurde im Jahr 2013 ein alter Bergwerksstollen entdeckt, der mit ziemlicher Sicherheit als der „Goldener Engel Stolln“ identifiziert werden konnte.Die Goldfunde zu Niederhohndorf auf einer privaten Webseite
Im Jahr 1856 kam Niederhohndorf zum Gerichtsamt Zwickau und 1875 zur Amtshauptmannschaft Zwickau. Während ein Großteil der landwirtschaftlich genutzten Drei- und Vierseitenhöfe im 17. Jahrhundert erbaut wurde, entstand ein Großteil der heutigen Bebauung zwischen den Jahren 1888 und 1910.
1952 wurde Niederhohndorf dem Kreis Zwickau-Land im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt) zugeordnet. Bereits am 4. Dezember 1952 erfolgte zusammen mit Auerbach und Pöhlau die Eingliederung in den Stadtkreis Zwickau, was einer Eingemeindung entspricht.
Bevölkerungsentwicklung Datum Einwohnerzahl 31. Dezember 1998 258 31. Dezember 1999 271 31. Dezember 2000 281 31. Dezember 2001 282 31. Dezember 2002 293 31. Dezember 2003 314 31. Dezember 2004 328 31. Dezember 2005 330 30. Juni 2006 337 Jahr Einwohnerzahl (Prognose) 2010 310 2015 300 2020 290
Quelle: Städtebauliches Entwicklungskonzept der Stadt Zwickau 2020 (Stand: Dezember 2006) sowie Statistische Informationen der Stadt Zwickau 2006/1.
Kulturdenkmale
Verkehr Niederhohndorf liegt nahe der Bahnstrecke Dresden–Werdau. Nächster Haltepunkt ist Zwickau-Pölbitz.
Weblinks
Niederhohndorf in der Beschreibung der Zwickauer Stadtteile
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Zwickau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau) Kategorie:Gemeindeauflösung 1952 Kategorie:Stadtbezirk Nord (Zwickau)