David Torn (* 26. Mai 1953 in Amityville, Long Island, New York) ist ein US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Komponist.
Leben und Wirken Torn erhielt seine musikalische Ausbildung bei Leonard Bernstein (Music for young people) sowie John Abercrombie, Pat Martino, Paul Weiss und Arthur Basile. Er begann seine professionelle Karriere in den 1970er Jahren in der Zobo Fun Band und wurde in den 1980er Jahren bekannt als Mitglied der Everyman Band und von Jan Garbareks Quartett.
mini|David Torn Torn veröffentlichte mehrere Alben als Bandleader, außerdem auch eine Reihe von CD-ROMs mit musikalischem Material zur Benutzung durch andere Musiker. Daneben arbeitete er u. a. mit David Bowie, k.d. lang, John Legend, Tori Amos, Tony Levin, Mick Karn, David Sylvian, Chocolate Genius, Michael Shrieve, Steve Roach, Patrick O’Hearn, Andy Rinehart, Matt Chamberlain, Me’shell Ndegeocello, Karl Berger und Don Cherry.
Einige seiner Solo-Platten sind tatsächlich fast vollkommen im Alleingang aufgenommen worden. Torn arbeitet mit Schlagzeug- und Gitarren-Loops sowie Halleffekten, verfremdet den Sound seiner Gitarren und erzeugt so eine eigene musikalische Welt zwischen hypnotischen Klanggebirgen und schrägtaktigen Grooves. Auf der CD What Means Solid, Traveller? weist er eigens darauf hin, dass es bei den Aufnahmen keine Synthesizer gab, und wenn man einen Klang nicht zuordnen könne, solle man davon ausgehen, dass es eine Gitarre sei.http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=8416&content=review
Auch als Filmmusiker wurde Torn bekannt. Er arbeitete hier vorwiegend mit Carter Burwell und George S. Clinton, außerdem auch Howard Shore und Ryuichi Sakamoto zusammen und wirkte als Gitarrist an den Soundtracks von Filmen wie Kalifornia (1993), Three Kings (1999), Traffic (2000) und A Knight’s Tale (2001) mit. Seit 2000 komponierte er auch die Soundtracks zu mehreren Filmen. Für Believe in Me erhielt er beim Jackson Hole Film Festival 2006 den The Cowboy Award of Best Core.
Torn betreibt ein eigenes Tonstudio, die Cell Labs und ist auch unter dem Namen SPLaTTeRCeLL bekannt. Auch sein Sohn Elijah B Torn ist als Musiker bekannt.
Diskografie Everyman Band mit Marty Fogel, Bruce Yaw, Michael Suchorsky (ECM 1982) Best Laid Plans mit Geoffrey Gordon, 1984 Cloud About Mercury mit Bill Bruford, Mark Isham, Tony Levin, 1986 Door X mit Chris Botti, Bill Bruford, Gary Burke, Geoffrey Gordon, Mick Karn, Douglas Lunn, Vida Vierra, Antony Widoff, Kurt Wortman, 1990 Storyville [Original Soundtrack] mit Carter Burwell und Geoffrey Gordon, 1992 Polytown mit Mick Karn und Terry Bozzio, 1994 Tripping Over God, 1995 What Means Solid, Traveller? mit Cannonball Adderley, Will Calhoun, Fima Ephron, Mitch Mitchell, Gota Yashiki, 1996 GTR OBLQ mit Vernon Reid, Elliott Sharp, 1998 Prezens mit Tim Berne, Matt Chamberlain, Tom Rainey, Craig Taborn, 2007 Only Sky solo, 2015 David Torn / Tim Berne / Ches Smith: Sun of Goldfinger (ECM, 2019) Sunny Five: Candid (Intakt, 2024, mit Tim Berne, Marc Ducret, Devin Hoff, Ches Smith)
Filmografie (Auswahl) 2003: Sin Eater – Die Seele des Bösen (The Order) 2004: Friday Night Lights – Touchdown am Freitag (Friday Night Lights) 2006: Believe in Me 2007: Lars und die Frauen (Lars and the Real Girl) 2008: The Wackness – Verrückt sein ist relativ (The Wackness) 2009: La Linea – The Line (La linea) 2009: Saint John of Las Vegas 2010: Teenage Paparazzo 2010: Alles muss raus (Everything Must Go) 2011: Jesus Henry Christ 2012: Backwards 2014: Für immer Single? (That Awkward Moment) 2014: Drumline: A New Beat (Fernsehfilm) 2017: The Light of the Moon
Weblinks
David Torns Homepage david torn solid states Kurzfilmportrait mit Interview zu Torns Zusammenarbeit mit ECM Records (2020), gefilmt in Torns Studio in Bearsville, NY (englisch)
Quellen
Kategorie:Jazz-Gitarrist Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Fusion-Musiker Kategorie:Filmkomponist Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann