Die ČEZ, a.s., České energetické závody (Tschechische energetische Werke, ehemals Československé energetické závody – Tschechoslowakische energetische Werke), ist ein börsennotiertes, zu rund 70 Prozent staatliches Energieunternehmen aus Tschechien mit Sitz in Prag. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet. Die ČEZ-Gruppe ist der größte Energiekonzern in Mittel- und Osteuropa sowie der größte Erzeuger elektrischer Energie in der Tschechischen Republik.Equity story May 2015 (englisch)
2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 340 Milliarden Kronen und beschäftigte per 31. Dezember 2023 30.600 Mitarbeiter.
Unternehmensprofil mini|Kernkraftwerk Dukovany mini|Pumpspeicherwerk Dlouhé stráně mini|Solarkraftwerk in Tábor Das Unternehmen entstand 1992 durch Privatisierung aus dem ehemaligen Staatsbetrieb České energetické závody, s. p. Heute hält der tschechische Staat 69,78 % der Anteile. Im Jahr 2003 entstand durch Verschmelzung mit regionalen Elektro-Energiegesellschaften aus dem überwiegenden Teil der Stromversorgung der Tschechischen Republik die ČEZ-Gruppe.
Neben der Stromproduktion und -verteilung gehören zu ihren Geschäftsaktivitäten auch die Bereiche Telekommunikation, Informatik, Kernforschung, Planung, Aufbau und Erhaltung der Energieanlagen, Rohstoffgewinnung oder Bearbeitung der Energienebenprodukte. Die ČEZ-Gruppe gehört gleichzeitig zu den drei größten Wärmeherstellern in Tschechien.
Die ČEZ-Gruppe ist ein Energiekonzern bestehend aus 119 Einzelunternehmen, einschließlich der Muttergesellschaft ČEZ, a.s. (Stand: 31. Dezember 2009). Davon befinden sich 54 in der Tschechischen Republik, 31 im übrigen Mittel- und Westeuropa sowie 34 in Südosteuropa und der Türkei.
ČEZ betreibt in Tschechien, Bulgarien, Rumänien, Polen und Deutschland Kohle-, Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke, z. T. mit lokalen Partnern. Die beiden tschechischen Kernkraftwerke Temelín und Dukovany werden auch von ČEZ geführt. Zusammen mit einem Partner soll im slowakischen Jaslovské Bohunice am Standort des bestehenden Kernkraftwerks Bohunice ein neues Kernkraftwerk errichtet werden. Des Weiteren steuert das Unternehmen ein Verteilnetz.
Ausländische Vermögensbeteiligungen Die Expansion ins Ausland startete die ČEZ-Gruppe im Januar 2005, als sie nach ihrem Erfolg in der Ausschreibung für die Privatisierung von drei bulgarischen Stromversorgungsunternehmen deren Mehrheitsanteile übernommen hat. Jetzt richtet die ČEZ-Gruppe im Ausland ihre Aufmerksamkeit auf erneuerbare Elektrizitätsquellen, insbesondere im Bereich Wind- und Wasserkraft.Ausländische Vermögensbeteiligungen
2008 war die ČEZ bei bedeutenden Erwerben, bestehend im Bau des größten europäischen Windparks in Rumänien. Im Jahr 2009 erwarb das Unternehmen 50 % der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft mbH.
Aktie Die Aktien der ČEZ sind im Finanzindex WIG20 der Warschauer Börse und im PX der Prager Börse gelistet. Das Unternehmen ist auch im Czech Traded Index sowie im CEETX angeführt. Per 31. Dezember 2009 wies der Konzern eine Bilanzsumme von 530,3 Milliarden Tschechischen Kronen aus, der Gewinn betrug 51,9 Milliarden Tschechische Kronen.
Leitung Konzernführung der ČEZ a.s. (Dezember 2015):Vorstand
Daniel Beneš, Vorstandsvorsitzender Martin Novák, Stellvertretender Vorsitzender, Direktor Finanzen Tomáš Pleskač, Direktor Distribution und Ausland Ladislav Štěpánek, Direktor Produktion Michaela Chaloupková, Direktorin Verwaltung Pavel Cyrani, Direktor Geschäft und Strategie Ivo Hlaváč, Direktor Außenbeziehungen und Regulierung
Siehe auch
CETOP NTX (Index)
Weblinks
Webseite (tschechisch, englisch, deutsch) tagesschau-Bericht über den Energiekonzern, 8. Februar 2010.
Einzelnachweise Geschäftsbericht 2009 (englisch; PDF; 7,1 MB)
Kategorie:Elektrizitätsversorger (Tschechien) Kategorie:Kernkraftwerksbetreiber Kategorie:Unternehmen (Prag) Kategorie:Unternehmen im CEETX Kategorie:Unternehmen im CTX Kategorie:Markenname (Versorgung) CEZ Kategorie:Unternehmensgründung 1992