Raoul Marek (* 1953 in Bathurst, New Brunswick) ist ein Schweizer Künstler.
Leben Raoul Marek lebt und arbeitet in Berlin, Bern und in Paris. Er ist in der Schweiz und in Bern aufgewachsen und studierte an der Universität Zürich Kunstwissenschaften. Seit 1981 realisiert Raoul Marek Installationen, Photographien, Public art und Netzwerk-Projekte, die Menschen und Orte mit künstlerischen Mitteln in vielfältige Beziehungen setzen.
Raoul Marek gilt als Vorläufer, der in den 1990er und 2000er Jahren wichtigen künstlerischen Auseinandersetzung zu zwischenmenschlichen Beziehungen sowie der Sitespecific art (Kunst und Kontext). Er gilt als ein bedeutender Vertreter der in Frankreich Ende der 1990er Jahre entstandenen Kunstrichtung Art relationnel.
Mit dem Netzwerkprojekt La salle du monde, welches er seit 1993 für die Gegenwartskunstsammlung Château d’Oiron Frankreich und von 2004 bis 2019 in der Stadt Bern Schweiz realisiert, gewann seine Arbeit internationale Anerkennung. La salle du monde beinhaltet sowohl eine permanente Installation als auch eine soziale Skulptur.
Seit 1998 Lehrkonzept zur vernetzten Wahrnehmung: "Das Parfum der Augen" (vernetzte Wahrnehmung & Kommunikation) mit Lehraufträgen in Deutschland / Frankreich / Schweiz / China.
Seit 2018 arbeitet Raoul Marek an der Werkgruppe Les fleurs du Mall _ Social places.
Raoul Marek bringt in seiner Arbeit Fragen ins Spiel, die anthropologische, soziologische, kulturelle und philosophische Positionen untersuchen. Die medienübergreifenden Werke von Raoul Marek im privaten wie im öffentlichen Raum appellieren an alle Sinne. Sie knüpfen an eine aktuelle Definition des Kunstwerkes, welche die künstlerische Arbeit als interdisziplinären Prozess und Netzwerk versteht und wo die verschiedenen Bereiche von Kultur, Gesellschaft und Kunst nicht isoliert werden. Raoul Marek arbeitet in und mit Beziehungsnetzen der Wahrnehmung, die sich in Site specific Arbeiten darstellen. Dabei zeigt Raoul Marek in seinen Werken eine grosse Vielseitigkeit. Sowohl bei den verwendeten Techniken und Medien als auch in der Auswahl der Orte entziehen sich seine Arbeiten weitgehend allen Festlegungen.
Ausstellungen (Auswahl) 2016 Der Klang du paysage, Musée des Beaux Arts Lausanne 2010: Eremitage St. Petersburg, Russland 2010: Musée Stéphane Mallarmé, Vulaines-sur-Seine 2009: Grand Palais, Paris 2008: Deutsches Hygiene-Museum, Dresden 2006: Kunstmuseum Bern 2005: Lieu unique Nantes 2003: Museum Kunst Palast Düsseldorf 2002: Musée Zadkine, Paris 2001: Centre des Arts et des Cultures de la Caraibe Martinique 2000: Biennale d'art contemporain Lyon 1995: Kunsthalle Bern 1994: Neuer Aachener Kunstverein, Aachen 1991: Schweiz. Plastikausstellung Biel/Bienne 1990: ars electronica, Linz 1988: Australien Centre for contemporary Art Melbourne 1987: Slalom - Salon am Burgplatz Düsseldorf 1987: documenta 8, ASA Kassel 1985: Städtisches Museum, Haus Waende Mönchengladbach
Öffentliche Sammlungen Kunstmuseum Bern Collection d'art contemporain Château d'Oiron Sammlung SNB, Zürich Sammlung Schweizer Mobiliar, Bern
Auszeichnungen (Auswahl) 1990: Werkbeitrag Schweiz. Eidgenossenschaft 1993/94: Akademie Schloss Solitude Stuttgart 1996/04: Werkbeitrag Kulturstiftung UBS Zürich 2002: Kunst-Preis der Stadt Bern
Weblinks
Offizielle Website des Künstlers
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