Leo Aberer (* 27. März 1978 in Wien), auch LEO oder Leeone, ist ein österreichischer Sänger und Songwriter. Bekannt wurde er durch die Teilnahme beim Ö3 Soundcheck 2005, die ORF-Show Das Match sowie die Österreichische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2011 mit Patricia Kaiser.

Ausbildung Leo Aberer erhielt seit seinem siebten Lebensjahr am Wiener Konservatorium Unterricht auf der Violine. Mit 14 Jahren wurde er – damals noch als Sopran – an der Wiener Volksoper engagiert und sang zusammen mit Plácido Domingo in der Oper Gianni Scicchi von Puccini. Gitarre und Keyboard erlernte er später autodidaktisch. Es folgte das Studium des Jazzgesangs an der Grazer Karl-Franzens-Universität. Nebenbei studierte er Betriebswirtschaftslehre und Psychologie, was er 2004 mit dem Magister-Titel abschloss.

Biografie 2003 nahm Aberer sein erstes Studioalbum und seine Debütsingle Sterne auf, die Platz 69 (Album) und 21 in den österreichischen Charts erreichten. Bei der Teilnahme am Ö3 Soundcheck im Jahr 2005 erreichte er den zweiten Platz und erhielt einen neuen Plattenvertrag bei Universal Music. Mit seiner Band tourte er 2006 durch Österreich. Im selben Jahr war er mit seiner Single Won’t You Know 20 Wochen in den Charts und erreichte Platz 21. Weitere Veröffentlichungen wie Walking and Talking folgten. Hierauf folgte 2007 die Nominierung zum Amadeus Austrian Music Award.Nominierung (als Leo) zum Amadeus Austrian Music Award

Im Rahmen der Ö3-Initiative „Die Neuen Österreicher“ nahm Leo Aberer, gemeinsam mit anderen Musikerinnen und Musikern aus Österreich, im November 2007 die Single Kinder auf, deren Erlös der Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ zugutekam. Der Song stieg per 9. Dezember 2007 direkt auf Platz 1 in die Ö3-Hörercharts ein. In den Ö3 Austria Top 40 Single-Charts erreichte er Platz 3.

Neben internationalen eigenen Konzerten trat er seit etwa 2002 im Vorprogramm u. a. von Rod Stewart, Earth, Wind & Fire, Sascha, Simple Minds oder Right Said Fred auf.

Der Gründung seines eigenen Plattenlabels und Verlagshauses Black Baracuda folgte 2013 seine eigene Filmfirma Leoversum.

Am 26. März 2008 erreichte das Video zum Song Sweet Honey Platz 14 der internationalen YouTube-Charts. Der Titel wurde 2010 zusammen mit Laith al Deen interpretiert. Nachdem er 2009 den Longplayer Sackgasse veröffentlicht hatte, ging er nach Los Angeles, um unter anderem mit dem Rapper LL Cool J sein neues Album aufzunehmen.

2010 erschien das Album Wann geda?, das den ersten Charteinstieg seit Jahren für Aberer bedeutete. Ebenfalls im Jahre 2010 war der Titel I Wanna Be Free über 14 Wochen in den italienischen Charts und bei Festivals wie in Lecce bzw. „Top of the Pops“ des italienischen Fernsehsenders RAI Duo vertreten.

Im Jänner 2011 erreichte das Lied There Will Never Be Another You, das Aberer gemeinsam mit Patricia Kaiser aufnahm, beim SMS-Voting in der Vorphase der Österreichischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2011 den 1. Platz. Beim entscheidenden Publikumsvoting in der Fernsehsendung wurde das Lied aber mit 3,08 % auf den 9. von 10 Plätzen verwiesen.

Im Mai 2012 veröffentlichte er den Song und das Video zur EM 2012 Football Is My Life gemeinsam mit Shaggy. Das dazugehörige Video wurde in New York und in Budapest gedreht. Die Single Giovanna erreichte in den österreichischen Charts den 5. Platz; das dazugehörige Video konnte innerhalb von zwei Jahren 1,7 Millionen Views verzeichnen.

So Low erreichte Platz 23 der Charts; das dazugehörige Video war in Afrika gedreht worden.

Im Mai 2014 erhielt Leo Aberer den Erzherzog-Johann-Award des Landes Steiermark, der im Rahmen der Wohltätigkeitsveranstaltung „Band für Steiermark“ übergeben wurde.

Zu einer zweiten Zusammenarbeit mit Shaggy kam es anlässlich der WM 2014 mit dem Titel Football Minha Vida. Die Single Kangaroo im Sommer 2014 erreichte die höchste Chartposition mit Platz 9 der Verkaufscharts und hielt sich 10 Wochen; in den iTunes-Charts landete sie auf Platz 1. Im November 2014 begann die Zusammenarbeit mit Marco Angelini; die erste gemeinsame Single Goodbye führte wochenlang die iTunes-Charts an, stieg auf Platz 23 der offiziellen österreichischen Charts ein und erreichte Platz 9.

Everything Is Possible ist ebenfalls zu finden auf der Bravo Hits 90.

Die Single Kangaroo Summer Edit feat. Martin Van Lectro erschien 2015 und ist Teil der Club Sounds Vol. 75.

Im Juli 2018 stieg Aberer mit der Single Sorry in die spanischen Physical/Digital Single Top 50 ein und erreichte dort Platz 15.

2018/2019 tourte Leo Aberer durch Afrika. Er trat bei den größten Shows wie CNN, Ten over 10, Citizen, Kenya Broadcasting Corporation, K24, Arena 254, Trend, Ktn, Mseto auf und wurde dort als „PAPA LEO“ bekannt. Nebenbei hilft er Kindern in einer Schule in Ukunda.

Am 12. Juni 2022 waren Leo Aberer & Band einer der Acts beim Nova Rock Festival auf der Red Bull Music Stage.

Der im Mai 2023 veröffentlichte Song Oh Lord ist der 23. Musiktitel von Leo Aberer, der es in die Playlist bei Ö3 schaffte.

Musikstil Aberers Musik ist hauptsächlich dem Pop zuzuordnen, jedoch wird sie auch durch Blues-, Swing-, Reggae- und Hip-Hop-Elemente beeinflusst. Ein Beispiel dafür ist seine Singleveröffentlichung Walking and Talking, welche an Ray Charles’ Hit the Road Jack angelehnt ist.

Auszeichnungen mini|alt=Leo Aberer – Top of the Mountains Award 2024|Leo Aberer – Top of the Mountains Award 2024 / © Leo Aberer Nominierung zum Amadeus Austrian Music Award 2007 2. Platz beim Deutschen Rock und Pop-Preis 2009 in der Kategorie „Bester Sänger“ Cool Award 2013 Erzherzog-Johann-Award 2014 Top-of-the-Mountains Party-Music-Award 2024 in der Kategorie „Best Musiker“

Diskografie mini|Aberer mit Shaggy mini|Leo Aberer (2014) mini|Leo Aberer (2009)

Alben 2000: Walking and Talking als Leo 2003: Sterne als Leo 2006: Sterne als Leo 2007: Spielball 2009: Sackgasse 2010: Wann geda? 2013: Ego State 2022: Playground – Best of Reggae von Leo Aberer 2024: Einzigartig 2025: Bleib geschmeidig 2026: Nachspielzeit

Singles 1999: Back in Time als Leoone 2003: Sterne als Leo 2006: Won’t You Know 2006: Baby ist das Liebe auf Bravo Hits 55 vertreten 2006: Walking and Talking 2007: Dancing 2007: Rollin als Inez & Leo Aberer 2008: Sweet Honey; 2010: feat. Laith Al-Deen & Johnny Palmer 2009: What About the Rain 2009: Wanna Be Happy 2009: Sturm und Drang 2009: Swing Low; feat. Lia Weller, the Fairy and 3 Angels 2010: Football Is My Life; 2010: feat. Herbert Prohaska 2010: Run 2010: Wann geda? auf Ö3 Greatest Hits Compilation 53 vertreten – Platz 1 der iTunes Reggae Charts 2010: The Snow Is Back Again 2010: Heisse Maroni 2010: I hob die liab 2010: I Wanna Be Free 2011: There Will Never Be Another You; 2011: Duett mit Patricia Kaiser 2011: Deine Blinkerl 2012: Fade Away 2012: Football Is My Life als Leo Aberer & Shaggy 2012: Dark Clouds Falling als Leo Aberer & Friends 2012: Never Ever als Leo Aberer feat. Simone Kopmajer 2013: Auf die Schi 2013: Schi fahren Is My Life 2013: So Low 2013: Es tut so weh 2013: Giovanna 2013: Money 2014: Tanz 2014: Football Minha Vida als Leo Aberer & Shaggy 2014: Oesterreicher 2014: Kangaroo 2014: Goodbye als Marco Angelini & Leo Aberer 2014: Omis Apfelstrudel 2015: Never Meant to Hurt You 2015: So Slow 2015: Everything Is Possible 2015: Please Don’t Go 2016: One More Night 2016: I EM Austria als Leo Aberer feat. Frenkie Schinkels 2016: Loco als Leo Aberer feat. Balleo 2016: Lola 2016: We Jump Down Deep als Leo Aberer feat. Österreichischer Skiverband-Adler 2017: Follow 2017: Don’t Drink Coffee 2017: Spring in die Sonne 2017: Over Now als Nora Lisa feat. Leo Aberer 2017: Hot Summerrain als Angelika Doss feat. Leo Aberer 2017: Don’t Give Up als Leo Aberer feat. Kim Lone, Theresa Chorinsky, Angelika Doss 2017: The wolf 2018: Hole in my soul 2018: Cucucina 2018: Sorry als Leo Aberer feat. Fritz Jerey 2018: Mamacita als Leo Aberer feat. Seroney 2018: Over my shoulder als Leo Aberer feat. Seroney 2019: Put your handy up als Leo Aberer feat. Seroney 2019: 1/Eins/Wir sind eins als David Potho feat. Leo Aberer 2019: Sitting by the Fire 2019: Mein Zuhause als Corinne Casey feat. Leo Aberer 2020: Superheld 2020: Straciatella 2020: Night and Day als Leo Aberer & Lia 2021: Give a little 2021: Hello 2022: Loslassen 2022: Mann Mann 2022: I’m Scared als Conny Poell & Leo Aberer 2022: Cantar als Leo Aberer & Silvio Gabriel 2022: Four Seasons als Conny Poell Ft. Leo Aberer 2022: Winter Wonderland als Musikschule Vasoldsberg und Leo Aberer 2023: Auf die Schi Marco Wagner & Matty Valentino 2023: Oh Lord 2023: No Tengo Dinero Daniela de Lima & Leo Aberer 2023: Planeten 2024: Mit Juchitzer und Jodler 2024: Stadionrausch Leo Aberer feat. KI 2024: Wir haben gewonnen Chip & Dale X Leo Aberer 2024: We are one Leo Aberer (feat. Virginia Ernst, Natalie Holzner, Allessa, Marco Angelini, Georgij Makazaria, Lizz Görgl, Farbklexx, Martina Kaiser & Freigeist) 2025: Saturday Night Jodel als Leo Aberer feat. Betty O. 2025: Papagei 2025: Cafétscherl 2025: Where are the days 2025: Weihnachtsfeier 2026: One Big Crowd Alpenlydia x Leo Aberer 2026: Holzhacker 2026: Sing olé Leo Aberer feat. Frenkie Schinkels 2026: King Of The Ring Fadi Merza feat. Leo Aberer 2026: El Cuarto de Tula Leo Aberer feat. Silvio Gabriel

Quellen

Weblinks

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