Unteroestheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Diebach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Unteroestheim liegt in der Gemarkung Oestheim.
Geografie Das Dorf liegt am Östheimer Mühlbach, einem rechten Zufluss der Tauber. Südwestlich des Ortes befindet sich neben dem Brühlfeld die Karstquelle Bodenloses Loch. 0,5 km nördlich erhebt sich der Mühlberg (), 0,5 km östlich liegt das Poppenfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberoestheim (0,8 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2419 (2 km westlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Bellershausen zur Staatsstraße 2247 (1,8 km nordöstlich) und über die Seemühle nach Diebach ebenfalls zur St 2247 (2,2 km nördlich).
Geschichte 1801 hatte der Ort 20 Haushalte, von denen 15 der Reichsstadt Rothenburg und 5 Brandenburg-Ansbach untertan waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 209.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Oberoestheim dem Steuerdistrikt Gailnau zugewiesen. Wenig später war es Teil der neu gebildeten Ruralgemeinde Oestheim. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Unteroestheim am 1. Mai 1978 nach Diebach eingemeindet.
Der Ort hatte einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl. 1971 wurde der Streckenteil, an dem u. a. auch dieser Haltepunkt lag, stillgelegt.
Baudenkmäler Bellershauser Straße 2: Wohnstallhaus, erdgeschossig mit rückwärtigem Fachwerkgiebel, 18./19. Jahrhundert Bellershauser Straße 3: Bauernhof; stattliches, eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerkgiebel, 1830; zugehörig stattliche Walmdachscheune des ehem. Taferngutes.
ehemalige Baudenkmäler Würzburger Straße 10: Bauernhof, eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerk 1816. Mittelalterliches Steinkreuz am Weg nach Oberoestheim.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 368 105 415 129 132 142 137 172 126 111 105HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 80 27 25 27 27 25 26 30Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Veit (Oberoestheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Bellershausen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Diebach)