Mackenrode ist ein Ortsteil der Landgemeinde Uder im thüringischen Landkreis Eichsfeld. mini|hochkant=1.5|Im Ort Geographische Lage Mackenrode liegt innerhalb des Oberen Eichsfelds im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Durchflossen wird es vom östlichen Werrazufluss Walse.

Ortsgliederung Zu Mackenrode gehören neben dem Dorf Mackenrode selbst auch die Ortsteile Hennigerode und Weidenbach. Der Ortsteil Mackenrode ist Teil des historischen Eichsfelds, die Ortsteile Hennigerode und Weidenbach, heute Teil des Landkreises Eichsfeld, kamen 1945 durch einen Gebietstausch im Rahmen des Wanfrieder Abkommens von Hessen zu Thüringen und gehören nicht zum historischen Eichsfeld (siehe hierzu: Schifflersgrund).

Geschichte mini|Blick auf Mackenrode mini|Kirche St. Martin in Mackenrode, seltene, symmetrische Architektur Der Ortsteil Mackenrode wurde am 1. Januar 1236 erstmals urkundlich erwähnt. In jener 47 × 33 cm großen Urkunde, die im hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrt wird, überträgt der Erzbischof Siegfried III. dem Zisterzienserkloster Marienfeld im Münsterland den Zehnten zu Witzenhausen und Karmannshausen, mit denen bisher die Brüder Dietrich Vitztum von Rusteberg und Heidenreich von Hanstein belehnt waren. Als Entschädigung überträgt er den Brüdern das Dorf Eichstruth, den Zehnten zu Mackenrode sowie Zinsfrüchte zu Nesselröden und Langenhagen. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation zu Kurmainz, 1802 wurde er preußisch und kam 1807 zum Königreich Westphalen. 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone.

Die heutigen Ortsteile Hennigerode und Weidenbach kamen im Wanfrieder Abkommen ebenfalls zur SBZ und wurden ab 1949 wie auch Mackenrode Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Mackenrode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. 1974 wurde Weidenbach mit Hennigerode eingemeindet. Seit 1990 gehört die Gemeinde zum wiedererrichteten Bundesland Thüringen.

Neuzeit Seit dem 1. Februar 1992 gehörte die Gemeinde Mackenrode der Verwaltungsgemeinschaft Uder an. Mit Auflösung dieser am 1. Januar 2024 wurde Mackenrode ein Ortsteil der neugebildeten Landgemeinde Uder.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 15/2023 vom 22. Dezember 2023, S. 347 ff., abgerufen am 22. Dezember 2023

Wappen Blasonierung: „Auf blauem Grund mit goldenen Schildfuß ein silbernes langgestrecktes Gebäude mit zwei Fachwerkgiebeln und schwarzem Dach, in der Mitte ein silberner Turm mit geschwungener Haube, der Schildfuß ist belegt mit zwei an den Stielen gekreuzten grünen Eichenblättern, darüber schwebend zwei grüne Eicheln.“

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 542 1995: 553 1996: 564 1997: 537 1998: 491 1999: 521 2000: 530 2001: 517 2002: 505 2003: 472 2004: 511 2005: 434 2006: 382 2007: 366 2008: 364 2009: 354 2010: 344 2011: 303 2012: 301 2013: 301 2014: 308 2015: 308 2016: 318 2017: 305 2018: 313 2019: 320 2020: 316 2021: 310 2022: 310 2023: 310 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Ehemaliger Gemeinderat Der ehemalige Gemeinderat von Mackenrode setzte sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen. CDU: 3 Sitze FWG Weidenbach: 1 Sitz FFW Mackenrode: 2 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Ehemaliger Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister Helmut Bode (CDU) wurde am 5. Juni 2016 gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur Wasser und Abwasser Die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung wurde auf den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld übertragen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Am 15. August 2009 wurde der Märchenpark Mackenrode als Abschnitt der Deutschen Märchenstraße eröffnet. Dorfkirche St. Martin Kreuzweg mit Mariengrotte Thomasquelle an der Straße nach Eichstruth

Literatur

Weblinks

Mackenrode in der Landgemeinde Uder

Einzelnachweise

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