Rolfsbüttel ist ein Ortsteil der Gemeinde Adenbüttel in Niedersachsen. Die Ortschaft hat etwa 300 Einwohner und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn.
Geografie right|Rolfsbüttel in Deutschland Geografische Lage Rolfsbüttel befindet sich etwa zwischen den Ortschaften Adenbüttel, Didderse sowie Hillerse und gehört zum Landkreis Gifhorn. Rolfsbüttel bildet zusammen mit der Ortschaft Adenbüttel die Gemeinde Adenbüttel. Der Ort befindet sich etwa drei Kilometer nordwestlich des Hauptortes. Nächstgelegene Mittelzentren sind Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel, Gifhorn, Peine und Celle.
Religionen Die Einwohner Rolfsbüttel sind größtenteils protestantischer Konfession und bildet zusammen mit den Ortschaften Hillerse, Didderse und Neubrück eine Kirchengemeinde.
Bevölkerung Die Bevölkerungsentwicklung in historischer Zeit ist für Rolfsbüttel unabhängig von Adenbüttel dokumentiert. Seit der Eingemeindung und der Gründung der Samtgemeinde 1974 wurde die Einwohnerentwicklung für den Ort Rolfsbüttel von der Samtgemeinde Papenteich dokumentiert. Zum 31. Dezember 2006 hatte Rolfsbüttel 290 Einwohner. Papenteicher Nachrichten, Ausgabe 395 - Mai 2007, Seite.5 Jahr Einwohner Brand, Renate: Papenteich in alten Ansichten, Eschenbach 1995, ISBN 3-89570-057-6 Jahr Einwohner 1821 141 1950 321 1871 157 1961 262 1912 200 1970 227 1925 211 1980 232 1933 191 1990 244 1939 183 2000 306
Geschichte Rolfsbüttel wurde 1274 erstmals urkundlich als „Rolvesbutle“ erwähnt und gehört siedlungshistorisch zu den Büttel-Ortschaften. Die Edelherren von Meinersen waren hier begütert. Sie gaben um 1280 zwei Hufen als Lehen an Walther von Algesbüttel.Peter Przybilla: Die Edelherren von Meinersen, Hrsg.: Uwe Ohainski und Gerhard Streich, Hahnsche Buchhandlung Hannover 2007, S. 524
Ur- und Frühgeschichte Aus der direkten Umgebung von Rolfsbüttel stammen mehrere archäologische Funde aus mehreren Ausgrabungsphasen, die zeigen, dass hier bereits in der Eisenzeit Menschen siedelten. 1956 wurde in der Nähe der Straße in Richtung Didderse ein Urnenfeld mit mehreren Brandurnengräbern gefunden. Es wurden 7 Graburnen auf einer Fläche von nur 2 m² gefunden und weitere 15 Bestattungen ohne Urne nachgewiesen. Dabei war auch eine Spange aus der Eisenzeit, gefertigt aus Kupferdraht mit sieben Schleifen auf dem Bügel. Die Spange ist heute im Heimatmuseum Gifhorn ausgestellt.
Eingemeindung Rolfsbüttel wurde am 1. März 1974 in die Nachbargemeinde Adenbüttel eingegliedert.
Wirtschaft und Infrastruktur Öffentliche Einrichtungen Schule: Bis nach dem Zweiten Weltkrieg besaß Rolfsbüttel eine eigene kleine Dorfschule. mini|Bücherschrank am Spielplatz vor der alten SchuleFeuerwehr und Zivilschutz: Die Freiwillige Feuerwehr Rolfsbüttel wurde im Jahr 1900 gegründet.
Literatur Brandt, C. (1912): Schwülper. Ein Stück niedersächsischer Heimatgeschichte. Hildesheim, Selbstverlag Heinz Klose: Geschichtliches aus dem Papenteich, Meine 1983; ISBN 3-87040-029-3 Wolfgang Meibeyer: Siedlungskundliches über den Papenteich, Schriftreihe des Landkreises Gifhorn; Gifhorn 1994 Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Der Landkreis Gifhorn, Bremen 1972. (Die Landkreise in Gifhorn, Bd. 26. ISBN 3-87172-327-4)
Weblinks
Website von Adenbüttel Website der Samtgemeinde Papenteich
Quellen
Kategorie:Ort im Landkreis Gifhorn Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gifhorn) Kategorie:Adenbüttel Kategorie:Ersterwähnung 1274 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974