Santa Marta ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento del Magdalena in der Región Caribe in Kolumbien. Sie hat 582.000 Einwohner (Stand: 2025).

Seit 1534 ist Santa Marta Sitz des Bistums Santa Marta.

Geographie Santa Marta liegt an der Karibikküste Kolumbiens, 992 km von Bogotá entfernt. Südöstlich vom städtischen Teil hat die Gemeinde einen Anteil an der Sierra Nevada de Santa Marta mit den höchsten Bergen Kolumbiens, dem Pico Simón Bolívar (5720 Meter ü. M) sowie dem Pico Cristóbal Colón (5712 Meter ü. M). In der Sierra Nevada auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Ruinenstadt Ciudad Perdida. Nördlich des Stadtgebiets liegt der Fischer- und Touristenort Taganga, ein corregimiento von Santa Marta.

Im Osten der Gemeinde befindet sich der Nationalpark Tayrona. Der Reiz der Landschaft liegt einerseits in der Karibik mit ihrem warmen Wasser und den Korallenriffen direkt am Strand und andererseits an den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada.

Die Gemeinde grenzt im Norden und Westen an das Karibische Meer, im Süden an Ciénaga und Aracataca und im Osten an Dibulla in La Guajira und an Valledupar im Departamento del Cesar.

Verwaltungsgliederung Das Stadtgebiet ist in neun Comunas aufgeteilt: Zum ländlichen Gebiet Santa Martas gehören: María Eugenia – Pando Comuna Central Pescaíto – Almendro – Juan XXIII Polideportivo – El Jardín Santa Fe – Bastidas Mamatoco – 11 de Noviembre Gaira – Rodadero Pozos Colorados – Don Jaca Parque – Bureche Bonda (Corregimiento) Calabazo (Caserío) Guachaca (Corregimiento) Minca (Corregimiento) Taganga (Corregimiento) Buritaca (Ciudad Perdida), (Caserío) Tigrera (Caserío) Cabañas de Buritaca (Caserío) Cañaveral (Agua Fría), (Caserío) Colinas de Calabazo (Caserío) Curvalito (Caserío) Guacoche (Caserío) Marquetalia (Caserío) Paz del Caribe (Caserío) Perico Aguao (Caserío) La Olla La Revuelta Las Colinas El Trompo La Aguacatera Machete Pelao México Valle de Gaira Playa Blanca La Planta

Metropolregion mini|links|Metropolregion Santa Marta Zur inoffiziellen Metropolregion Santa Marta gehören neben Santa Marta die Gemeinden Ciénaga, Puebloviejo und Zona Bananera.

Klima

Durchschnittswerte 1961–19900

Geschichte Die Stadt wurde am 29. Juli 1525 vom Conquistador Rodrigo de Bastidas als eine der ersten heute noch bestehenden StädteDas 1519 gegründete Panama-Stadt ist die bekannteste der ersten spanischen Städte in Amerika, andere frühere Stadtgründungen misslangen oder haben nicht solche zentrale Bedeutung auf der Weltkarte, wie etwa die erste spanische Stadt auf Südamerikas Festland, Cumaná, bis heute bedeutende venezolanische Hafenstadt. des spanischen Kolonialreichs auf dem amerikanischen Festland gegründet. Ca. 16 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich die Quinta de San Pedro de Alejandrino, auf der am 17. Dezember 1830 der Freiheitskämpfer Simón Bolívar verstarb.

Präkolumbianische Zeit

Vor der Ankunft der Europäer war der südamerikanische Kontinent von einer Reihe von indigenen Gruppen bewohnt. Die Tairona bildeten mittelgroße bis große Bevölkerungszentren, bestehend aus Steinpfaden, Terrassen, geschützten Wasserstraßen und Flächen für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Ihre Wirtschaft bestand in erster Linie aus der Landwirtschaft und dem Anbau von Mais, Ananas, Maniok und anderen lokalen Lebensmitteln. Die erhaltenen archäologischen Stätten bestehen aus gebildeten Terrassen und kleinen unterirdischen Steinkanälen. Die bedeutendste erhaltene Stätte der Tairona ist die Ciudad Perdida (spanisch Verlorene Stadt), auch Teyuna (indigener Name). Die Tairona waren auch dafür bekannt, aktiv Salz zu sammeln und zu verarbeiten, das ein wichtiges Handelsgut war. Wir wissen, dass sie mit anderen indigenen Gruppen entlang der Küste und im Landesinneren Handel trieben. Archäologische Ausgrabungen haben bedeutende Werke in den Bereichen Keramik, Steinmetzarbeit und Goldschmiedekunst gefunden.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft Santa Marta ist nicht nur eine wichtige Hafenstadt mit Umschlag von Stückgut und Kohle, sondern auch ein Touristikzentrum mit einem ausgedehnten Hotelgebiet und Vergnügungsstätten. Vor allem El Rodadero ist eine beliebte Sommerfrische der Kolumbianer mit umfassendem Angebot an Diskotheken und Bars.

Rund um die Stadt wird intensiv Landwirtschaft betrieben, es werden Palmen, Bananen und Mangobäume angepflanzt. Bananen, teilweise aus nachhaltigem Anbau gemäß SAN-Standard, werden über den Hafen nach Europa exportiert.Christian Seiler: Die Banane ist ein Spiesser. Porträt unserer Lieblingsfrucht. Das Magazin, Tamedia, Zürich 1. Oktober 2016, S. 10–15.Nina Sigrist: Die perfekte Banane. Migros-Magazin Zürich, 10. Oktober 2016, S. 38–45.

Verkehr mini|Flughafen Aeropuerto Simón Bolívar

Santa Marta verfügt über einen Flughafen, den Aeropuerto Simón Bolívar, der insbesondere von Bogotá, Medellín und Cali aus angeflogen wird. Mit dem Auto kann Santa Marta über die Fernstraßen Troncal del Caribe (I-90), die die Stadt mit Barranquilla, Cartagena und Riohacha verbindet, und Troncal del Magdalena (I-45), die die Stadt mit dem Landesinneren verbindet, erreicht werden. In der Vergangenheit hatte die Eisenbahnstrecke Ferrocarril de Santa Marta eine wichtige Bedeutung.

Bildung In Santa Marta befindet sich der Sitz der Universidad del Magdalena.

Sport In Santa Marta ist der Fußballverein Unión Magdalena ansässig, der aktuell seit 2005 in der zweiten kolumbianischen Liga spielt. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war bislang die Erstliga-Meisterschaft 1968. Das ursprüngliche Heimstadion von Unión Magdalena war das Estadio Eduardo Santos, das 2013 wegen Baufälligkeit geschlossen wurde. Seit 2018 ist das neue Heimstadion von Unión Magdalena das Estadio Sierra Nevada, das für die Juegos Bolivarianos 2017 neu gebaut wurde. Aus Santa Marta stammen drei der wichtigsten kolumbianischen Fußballspieler: Carlos Valderrama, Antony de Ávila und Falcao.

Städtepartnerschaften Miami Beach, Florida, USA Bucaramanga, Santander, Kolumbien

Söhne und Töchter der Stadt José María Campo Serrano (1832–1915), erster Präsident der Republik Kolumbien Carlos Vives (* 1961), Sänger und Schauspieler Jorge Noguera Cotes (* 1963), Rechtsanwalt und Politiker Maria Claudia Lacouture (* 1974), Politikerin

darunter Sportler

Oswaldo Calero (1945–1997), Fußballspieler Jaime Deluque (* 1945), Fußballspieler Eduardo Retat (* 1948), Fußballspieler und -trainer Carlos Valderrama (* 1961), Fußballspieler Antony de Ávila (* 1962), Fußballspieler Jorge Bolaño (1977–2025), Fußballspieler Falcao (* 1986), Fußballspieler Johan Vonlanthen (* 1986), Schweizer Fußballspieler Jesús Ferreira (* 2000), Fußballspieler Camilo Durán (* 2002), Fußballspieler

Weblinks

Website der Gemeinde Santa Marta

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Ort in Kolumbien Kategorie:Gemeinde im Departamento del Magdalena Kategorie:Gegründet 1525 Kategorie:Ort mit Seehafen