mini|Zweiter Tag Nichts im Museum of Contemporary Art Denver Jonas Burgert (* 1969 in West-Berlin) ist ein deutscher zeitgenössischer Maler.
Leben Jonas Burgert studierte von 1991 bis 1996 an der Universität der Künste Berlin, 1997 als Meisterschüler bei Dieter Hacker. 1998 bis 2000 erhielt er das Nachwuchsförderstipendium der UdK Berlin und ein Reisestipendium, das ihm einen Aufenthalt in Ägypten ermöglichte.
Gemeinsam mit dem Künstler Ingolf Keiner entwickelte Burgert 1999 die Ausstellungsreihe Fraktale,. In: fraktale-berlin.de, abgerufen am 19. Januar 2014. die bisher viermal an verschiedenen, teils spektakulären Orten stattfand; die letzte Fraktale war 2005 im Palast der Republik als letzte Ausstellung vor dessen Abriss zu sehen.
Burgert lebt in Berlin.Juliet Kothe: Jonas Burgert – Painter & Sculptorer, Studio, Weissensee, Berlin. Website Freunde von Freunden, 30. Dezember 2013. Abgerufen am 4. März 2014. Sein künstlerisches Schaffen wird seit 2005 von der Produzentengalerie in Hamburg vertreten.
Werk In wandfüllendenStefanie Müller-Frank: „Ich male immer wieder das gleiche Bild“. Jonas Burgert sucht das Zeitlose mit Pinsel und Zirkel. In: Deutschlandradio Kultur. 27. Oktober 2006, abgerufen am 12. August 2014. Gemälden verwendete Burgert zunächst eine Vielzahl von Ornamenten, die orientalische Motive und Zellstrukturen zu verbinden scheinen. Zeichen und Typen alter Kulturen spielten bereits in seinen abstrakten Bildern eine zentrale Rolle, etwa Zitate aus der Grabkunst des Alten Ägypten. Seit 2003 erscheinen in seinen Bildern zunehmend Figuren, zunächst Tiere, dann Menschen, deren Verhalten häufig an archaische Riten erinnert. Seine Werke sollen Welten darstellen, in denen Schamanen auf moderne Großstadtbürger treffen, Commedia-dell’arte-Figuren und Gerippen aus alten Holzschnitten, die sich in modernen urbanen Umgebungen befinden – und immer wieder Tiere, die aus der Emblematik kommen könnten. Die großen Flächen seiner Bilder – Wände, Straßen und Böden – werden als Membranen beschrieben.
Sammlungen Werke von Jonas Burgert befinden sich in zahlreichen internationalen PrivatsammlungenPaul Kaiser: Kraftmaler. In: Blick.ch. 2. Juni 2006. Abgerufen am 3. Februar 2014. und in folgenden bedeutenden Sammlungen: Hamburger Kunsthalle Sammlung Falckenberg, Hamburg Sammlung Olbricht, EssenJan Kage: Sammlergespräch mit Thomas Olbricht und Jonas Burgert – Ein freiwilliger Weg. In: KUNST Magazin. Nr. 1307/08, S. 18 (deutsch – englisch; ; abgerufen am 2. Februar 2014). Sammlung Plum, Aachen Sammlung Sander, Berlin Saatchi Collection, London The Logan Collection, Vail Museum of Contemporary Art, Denver Sammlung Karminsky, Offenbach am Main, DeutschlandSammlung Karminsky. Special. In: Offenbach am Main. Kunstansichten 2023. Katalog. Magistrat der Stadt Offenbach am Main, Amt für Kulturmanagement, Stadt Offenbach am Main 11. April 2023, S. 26 f. (offenbach.de [PDF; 13,3 MB]).
Ausstellungen Einzelausstellungen 2006: Jonas Burgert. Produzentengalerie Hamburg, Hamburg. Website der Produzentengalerie Hamburg. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2008: Kopfschuss. Stadtgalerie Schwaz, Schwaz, ÖsterreichKarin Pernegger: . Website der Galerie der Stadt Schwaz. Abgerufen am 2. Februar 2014. 2008: Enigmatic Narrative. Victoria H. Myhren Gallery, Denver, Vereinigte Staaten von Amerika. Website der University of Denver, School of Art & Art History. Abgerufen am 16. Februar 2014 (englisch). 2008: Zweiter Tag Nichts. Museum of Contemporary Art Denver, Denver, Vereinigte Staaten von AmerikaKyle MacMillan: German art spoken here. In: The Denver Post. 10. März 2008. Abgerufen am 2. Februar 2014 (englisch). 2009: Hitting Every Head. Haunch of Venison, London, Vereinigtes KönigreichJonas Burgert „Hitting Every Head“. In: Artnews.org, abgerufen am 16. Februar 2014.Leanne Anderson: Jonas Burgert: Hitting Every Head. In: a-n.co.uk, Interface. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2010: Solo Exhibition Jonas Burgert. Produzentengalerie Hamburg, Hamburg. Website der Produzentengalerie Hamburg. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2010: Lebendversuch. Kunsthalle Tübingen, TübingenJörg Scheller: . In: artnet Magazin. 18. Januar 2011. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2011: Lebendversuch. Kunsthalle Krems, Krems, ÖsterreichMichaela Knapp: . Interview. In: Format. 24. März 2011. Abgerufen am 2. Februar 2014. 2012: Gift gegen Zeit. Blain|Southern – Berlin, Berlin. In: blainsouthern.com, Galerie Blain|Southern. Abgerufen am 16. Februar 2014 (englisch).Künstler Jonas Burgert. Wenn die Fantasie Dich holen kommt. In: Zeit Online. 2. Juni 2012. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2013: Schutt und Futter. Kestnergesellschaft, HannoverSarah Langhorst | kestnerlabor: düstere welten auf großformatigen leinwänden jonas burgert | schutt und futter. In: Kestnermagazin für Mitglieder und Freunde / Kestner-Gesellschaft. 6 (2013/2014), , S. 14–15 (issuu.com [abgerufen am 19. Januar 2014]). 2013: Sticht. Produzentengalerie Hamburg, HamburgStefanie Brüggemann-Kaul: . Website der Produzentengalerie Hamburg. Abgerufen am 16. Februar 2014. 2014: Stück Hirn Blind. Blain|Southern, London, Vereinigtes KönigreichMaggie Gray: Looking for meaning: a conversation with Jonas Burgert. In: Apollo Magazine. 24. Oktober 2014. Abgerufen am 14. Dezember 2014 (englisch). 2017: Zeitlaich. Southern, Berlin 2020: Arp Museum Bahnhof Rolandseck 2021: Long Museum West Bund „Blüht und lügt“, Shanghai 2023: DSC Gallery „Stirn sticht“, Prag
Gruppenausstellungen (Auswahl) 1998: Junge Akademie. Akademie der Künste, Berlin 2000: Fraktale I „Relikt ist Keim“. Parochialkirche, Berlin 2000: Fraktale Exzerpt. Sophienhöfe Berlin, Berlin 2001: Fraktale II „Mensch baut Mensch“. (Pfefferberg), Berlin 2002: Hic et Nunc. Villa Manin, Passariano, Italien 2002: IX Rohkunstbau. Schloss Groß Leuthen, Groß Leuthen 2002: Fraktale III „Faktor Transzendenz“. Rohbau U-Bahnhof Reichstag Berlin, Berlin 2002: Das mystische Paradoxon in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Kunsthalle Erfurt, Erfurt 2003: Biennale of Painting. Stockholm, Schweden 2004: Erster BerlinerKunstsalon. Berliner Kunstsalon, Berlin 2005: Ratatouille. Galerie 20.21, Essen 2005: Geschichtenerzähler. Hamburger Kunsthalle, Hamburg 2005: Frktale IV – Tod. Palast der Republik, Berlin 2005: Rainbow: A painting show. Galerie Sfeir-Semler, Beirut, Libanon. Website der Sfeir-Semler Gallery. Abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch). 2006: The Triumph of Painting Part VI. Saatchi Gallery, London, Vereinigtes Königreich 2007: Wonderwall – Constructing the Sublime. Tomio Koyama Gallery, Tokio, Japan 2007: Fullhouse – Malerei aus der Sammlung Falckenberg. Overbeck-Gesellschaft, Lübeck 2007: Rockers Island. Olbricht Collection. Museum Folkwang, Essen 2007: The Aggression of Beauty. Arndt & Partner, Berlin 2007: Weltempfänger. Hamburger Kunsthalle, Hamburg 2007: jetzt. Beck & Eggeling International Fine Art, Düsseldorf 2007: Re-Dis-Play. Heidelberger Kunstverein, Heidelberg 2007: Jetzt/Now/Nyni. Galerie Miro, Prag, Tschechische Republik 2007: Strange Brew. Max Lang Gallery, New York, Vereinigte Staaten von Amerika 2007: the teardrop explodes. Stadtgalerie Schwaz, Schwaz, Österreich 2008: Die Sprache der Dinge. Sammlung SØR Rusche. Anhaltische Gemäldegalerie, Dessau 2009: Altes Europa. Schickeria, Berlin 2009: Menschenbilder 1620/2009. Museum Abtei Liesborn, Wadersloh 2009: Open. Zoya Museum, Modra, Slowakische Republik 2010: Gewalten. Laden für Nichts, Leipzig 2010: Passion fruit picked from the Olbricht Collection. Me Collectors Room Berlin, Berlin 2010: Lebenslust und Totentanz. Kunsthalle Krems, Krems, Österreich 2010: Blickkontakte. Sammlung SØR Rusche. Georgium, Dessau 2011: Schach!! Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr 2011: Mémoires du futur – Collection Olbricht. La Maison Rouge, Paris, Frankreich 2012: Hang On. Michael Fuchs Galerie, Berlin 2012: No. Town Beyond The Wall: Berlin Artists In Detroit. Wayne State University / Elaine L. Jakob Gallery, Detroit, Vereinigte Staaten von AmerikaThomas Pyrzewski: . Website der Wayne State University, 26. März 2012. Abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch). 2012: Alles Wasser. Galerie Mikael Andersen, Berlin 2012: überall und nirgends – Werke aus der Sammlung Reydan Weiss. Kunsthaus Villa Jauss, Oberstdorf 2012: Metamorphosis: The Transformation of Being. All Visual Arts, London, Vereinigtes Königreich 2013: Auge um Auge. Schlossmediale Werdenberg, Schloss Werdenberg, Schweiz 2013: Traumwelten. Michael Fuchs Galerie, Berlin 2013: Play – The Frivolous and the Serious. Me Collectors Room Berlin, BerlinPLAY – The Frivolous and the Serious. Website von Me Collectors Room. Abgerufen am 17. Februar 2014. 2013: Viewing Room. All Visual Arts, London, Vereinigtes Königreich 2013: salondergegenwart 2013. salondergegenwart, Hamburg. In: salondergegenwart.de, abgerufen am 17. Februar 2014. 2019: Postcard Reloaded, Europäischer Kunstverein im Kunstraum Potsdam c/o Waschhaus 2020: Sinn frisst, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Filme Irene Höfer: Phantastische Lügen – Die Malerei des Jonas Burgert. Dokumentation, 2009.. In: Arte-TV. 24. Februar 2013. Abgerufen am 16. Februar 2014 (Audio nicht mehr abrufbar). Gert Scobel: Im Gespräch mit Jonas Burgert. Interview, 1. Dezember 2011.. In: 3sat. 1. Dezember 2011. Abgerufen am 16. Februar 2014. Sandra Hübner: Der Berliner Künstler Jonas Burgert – Shooting Star mit Tiefgang. Interview, Mai 2013.
Literatur Kai Uwe Schierz, Silke Opitz (Hrsg.): Unaussprechlich schön – Das mystische Paradoxon in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Salon-Verlag, Köln 2003, ISBN 3-89770-187-1 (Katalog zur Ausstellung Unaussprechlich schön – Das mystische Paradoxon in der Kunst des 20. Jahrhunderts in der Kunsthalle Erfurt). Jonas Burgert, Claudia Fried, Belinda G. Gardner, Ingolf Keiner: Fraktale IV – Tod. Graef-Verlag, Nürnberg 2005, ISBN 3-9808812-5-3 (Katalog zur Ausstellung Fraktale IV – Tod im Palast der Republik, Berlin). Karin Pernegger, Wolfgang Schoppmann (Hrsg.), Christoph Heinrich, Elisabeth Domansky: Gift – Jonas Burgert. Twomonsters Agency, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-937295-90-9. Claudia Stockhausen: Jonas Burgert: Hitting Every Head. Haunch of Venison, London 2009, ISBN 978-1-905620-40-1 (englisch). Michael Becker: Methode der objektiven Werkanalyse: Exemplifiziert an Werken von Neo Rauch, Jonas Burgert und Paul Klee. Books on Demand, Berlin 2011, ISBN 978-3-8423-4316-0. Daniel J. Schreiber (Hrsg.), Hans-Peter Wipplinger, Karin Pernegger: Jonas Burgert. Lebendversuch. Buchhandlung Walther König, Köln 2011, ISBN 978-3-86560-940-3 (Katalog zur Ausstellung Jonas Burgert. Lebendversuch in den Kunsthallen Tübingen und Krems). Heinrich Dietz, Veit Görner (Hrsg.): Jonas Burgert. Schutt und Futter / Rubble and Fodder. Buchhandlung Walther König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-311-7 (Katalog zur Ausstellung Jonas Burgert. Schutt und Futter der Kestnergesellschaft Hannover).
Auszeichnungen 2021 Ehrenmitgliedschaft des „Vereins Berliner Künstler“ im 180. Jubiläumsjahr
Weblinks Offizielle Website
Produzentengalerie Hamburg: Jonas Burgert. Blain|Southern: ArtFacts.Net: Jonas Burgert.
Dennis Sand: Stopp den Realismus. In: Die Welt. 26. September 2010 Ingeborg Ruthe: . In: Berliner Zeitung. 27. April 2012 David Anfam: The dark art of Jonas Burgert heads for Bologna. In: Apollo Magazine. 11. Oktober 2017
Einzelnachweise
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