Eucharistische Nüchternheit (lateinisch ieiunium eucharisticum, „eucharistisches Fasten“, wie „Jejunum“ von ieiunus, ‚nicht gefrühstückt habend‘, ‚nüchtern‘Alois Walde: Lateinisches etymologisches Wörterbuch. (= Indogermanische Bibliothek. Abteilung 1: Sammlung indogermanischer Lehr- und Handbücher. Reihe 2: Wörterbücher. 1). Winter, Heidelberg 1906; 3., von J. B. Hofmann neubearbeitete Auflage ebenda 1938 (2 Bände und Registerband von Elsbeth Berger von 1956); Neudrucke, deklariert als 4. bis 6. Auflage, ebenda 1954 bis 2008, ISBN 978-3-533-00668-8 (Bd. 1: A – L), ISBN 978-3-8253-0669-4 (Bd. 2: M – Z), hier: Band 1, S. 674 f.) bedeutet in der katholischen Kirche die Enthaltung von allen Speisen und Getränken (außer Wasser und Medikamenten) für eine gewisse Zeitspanne vor Empfang der heiligen Kommunion.
Ursprünglich waren die Kommunikanten verpflichtet, vor dem Empfang der heiligen Kommunion ab Mitternacht des Tages nüchtern zu bleiben; Papst Pius XII. verkürzte diese Frist am 19. März 1957 mit dem Motu proprio Sacram communionem auf drei Stunden für feste Speisen und alkoholische Getränke, auf eine Stunde für nichtalkoholische Getränke.Sacram communionem, Wortlaut bei kathpedia.com 1964 wurde sie mit der päpstlichen Anordnung Die XXI mensis auf wenigstens eine Stunde verkürzt.Die XXI mensis, Wortlaut bei kathpedia.com
In den orthodoxen Kirchen gilt das eucharistische Fasten ab Mitternacht.
Literatur Kommunionspendung und Eucharistieverehrung außerhalb der Messe. Herausgegeben von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier, Zürich. Herder, Freiburg im Breisgau 1976, ISBN 3-451-17478-2 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Eucharistie Kategorie:Fasten (Christentum)