Unterheckenhofen (fränkisch: (Unda)hegnhufmE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „(undɒ)hęgŋhūfm“.) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im mittelfränkischen Landkreis Roth in Bayern. Unterheckenhofen liegt in der Gemarkung Rittersbach.
Geografie Das Dorf liegt 4,5 km südwestlich von Roth an der Rednitz und dem Rittersbach, der dort als linker Nebenfluss in die Rednitz mündet. Es besteht aus dem Altort südöstlich der Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg und einem ab den 1970ern entstandenen Siedlungsgebiet namens „Unterheckenhofen-Siedlung“ nordwestlich davon. Beide Teile sind lediglich durch einen Fußgängertunnel verbunden. Im Westen grenzt das Waldgebiet „Im Oppel“ an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rittersbach zur Staatsstraße 2224 (2,7 km westlich) bzw. nach Barnsdorf zur Kreisstraße RH 6 (0,3 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberheckenhofen zur Kreisstraße RH 6 (1,8 km südwestlich). Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg durchquert den Ort und hat dort einen Haltepunkt.
Geschichte Der Ort wurde 1289 als „Hegenhoven“ erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren damit sowohl Ober- und Unterheckenhofen gemeint. 1395 erfolgte erstmals eine Unterscheidung zwischen „Nydern“ und „Obern Heckenhofen“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Hecko, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29.Gemäß Unterheckenhofen auf der Website stadt-roth.de bedeutet der Ortsname „umhegter Hof“ (von „hegga“, Althochdeutsch für Hecke).
Ursprünglich war das Domkapitel zu Eichstätt Grundherr des Ortes, später die Nürnberger Patrizierfamilien Coler und Oelhafen und darauf die Welser, das Klarakloster in Nürnberg, das Heilig-Geist-Spital von Nürnberg und das Kloster Seligenporten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort niedergebrannt und war lange Zeit unbewohnt. Erst elf Jahre nach Kriegsende begann der Wiederaufbau.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 455.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterheckenhofen vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Nürnberg. Grundherren waren das kurpfalz-bayerische Klosteramt Seligenporten (1 Ganzhof), die Reichsstadt Nürnberg (St. Klara-Klosteramt: 1 Ganzhof; St. Katharina-Klosteramt: 1 Ganzhof) und der Nürnberger Eigenherr von Welser (1 Ganzhof).F. Eigler: Schwabach, S. 427.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterheckenhofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rittersbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rittersbach zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 482.
Am 1. Mai 1978 wurde Unterheckenhofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.
Baudenkmäler In Unterheckenhofen gibt es drei Baudenkmäler: Venetianerstr. 20: erdgeschossiges Austragshaus Venetianerstr. 22: Bauernhaus Viadukt
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2013 2018Einwohner 44 51 54 57 50 51 58 84 127 153 269 262 270HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 8 11 10 10 10 19 75 Quelle www.stadt-roth.de
Religion Unterheckenhofen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Roth Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1289 Kategorie:Ort an der Rednitz