Ali N. Askin (; * 26. Januar 1962 in Münchencomposers-classical-music.com.) ist ein deutscher Komponist, Arrangeur, Musikproduzent, Keyboarder und elektronischer Musiker.
Leben und Werk Askin wurde als Sohn türkischer Einwanderer in München geboren. Er absolvierte das Kompositionsstudium an der Musikhochschule München und ein Gaststudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Als Instrumentalist trat er in verschiedenen Bands und Projekten in Erscheinung. So war er von 1991 bis 1993 Assistent Frank Zappas für das Projekt The yellow shark und arbeitete auch danach noch für den Zappa Family Trust in Los Angeles.
Askin arbeitet in unterschiedlichsten musikalischen Bereichen, von Kompositionen für den Konzertbetrieb bis hin zur Film- und Fernsehmusik. Genauso zählen elektronische Musik, Clubtracks und Remixes wie auch kammermusikalische Werke und Rundfunk- und Bühnenmusiken zu seinen Arbeiten. Der seit 1987 freiberufliche Musiker komponierte unter anderem im Auftrag von ZDF, ARTE, BR Hörspiel und Medienkunst, Zürcher Schauspielhaus, Düsseldorfer Schauspielhaus und Münchner Kammerspiele.
Ab 1993 arbeitete Askin vermehrt mit dem Musiker, Komponisten, Hörspielautor und Regisseur Heiner Goebbels zusammen, z. B. bei Surrogate Cities und Die Wiederholung. Zusammen mit der Performancekünstlerin Anna Deavere Smith realisierte und komponierte er zudem die Collage Twilight L.A. (1999), die internationale Auszeichnungen erhielt. 2001 erschien ein zusammen mit Markus Vanhoefer realisiertes Radiostück des Musikers Flaubert oriental – Meganekrolopolis, „ein Hörstück basierend auf dem Reisetagebuch von Gustave Flaubert über seine Reise in den Orient in den Jahren 1849–51“ mit Ben Becker in der Hauptrolle auch als Hörbuch-CD.
Für das Kino schrieb Askin u. a. die Musik zu Eine andere Liga (2004) von Buket Alakuş und Lost Children (2005). 2005–2006 entstand Askins Filmmusik zu der später preisgekrönten ARD-Serie Türkisch für Anfänger, die 2007 in die zweite Staffel ging. 2008 erhielt er den Deutschen Filmpreis für seine Arbeit am Kinderfilm Leroy. Zwei Jahre später wurde er für Salami Aleikum erneut für den Filmpreis nominiert.
2011 gründete Askin seine eigene Band, mit der er seine eigenen Kompositionen aufführt. Mit seinem Fusion-Quintett (mit Lars Zander, Christoph Titz, Tilo Weber und Thomas Stieger) legte er nach dem Studioalbum Up-Chute (2023) das Live-Album Livesoundfabrik (2025) vor.
Askin ist Mitglied der deutschen Filmakademie.
Er wohnte zwischenzeitlich in Wuppertal und Los Angeles und lebt seit 2001 in Berlin.
Werke 1985: Fünf Bilder (für Kammerensemble) 1988: 6 Stücke (für Vibraphon) 1994: Trommeln im Licht (Konzertperformance für Elektronik und Schlagzeug) 1996: Johanna – Vision/War/Death (mit Markus Vanhoefer, Hörspiel) 1997: Flaubert Oriental/Meganekrolopolis (Hörspiel) Filmmusik: 1998: Sieben Monde 1998: Die Ratten 2002: Das beste Stück 2003: Dienstreise – Was für eine Nacht 2004: Eine andere Liga 2005: Plötzlich berühmt, Pro Sieben 2006: Türkisch für Anfänger 2006: Nette Nachbarn küsst man nicht 2007: Allein unter Töchtern 2007: Leroy 2008: Tatort: Der glückliche Tod 2008: Polizeiruf 110: Eine Maria aus Stettin 2009: Polizeiruf 110: Klick gemacht 2009: Salami Aleikum 2009: Evet, ich will! 2009: Ayla 2010: Lotta & die alten Eisen (Fernsehserie, Folge 1) 2010: The Green Wave (Dokumentation) 2010: Glückstreffer – Anne und der Boxer 2011: Tatort: Borowski und die Frau am Fenster 2013: Tatort: Gegen den Kopf 2013: Einmal Hans mit scharfer Soße 2013: Der große Schwindel 2013: Marie Brand und die offene Rechnung 2013: Scherbenpark 2014: Die Auserwählten (Fernsehfilm) 2014: Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft 2015: Tatort: Das Muli 2015: Harter Brocken (Fernsehfilm) 2015: Die Neue 2016: Die Akte General (Fernsehfilm über den Juristen Fritz Bauer) 2016–2017: München Mord 2016: Wo bist Du, Feigling? 2017: Einer, der’s geschafft hat 2017: Auf der Straße, nachts, allein 2017: Teheran Tabu 2018: Kaisersturz 2019: Verteidiger des Glaubens 2019: Tatort: Nemesis 2020: Barbaren (Fernsehserie) 2021: Klara Sonntag – Kleine Fische, große Fische 2022: Horst Lichter – Keine Zeit für Arschlöcher 2022: Klara Sonntag – Liebe macht blind 2022: Der Schiffsarzt (Fernsehserie) 2023: Klara Sonntag – Erste Liebe 2024: Sieben Tage (Haft Rooz) 2024: Friedefeld (Fernsehserie) 2025: Neuer Wind im Alten Land: Erntezeit 2025: Neuer Wind im Alten Land: Stolz und Vorurteil 2025: Per Anhalter zur Ostsee 2025: She Said Maybe
Diskografie (Auswahl) Alben Flaubert Oriental / Meganekrolopolis (Hörbuch) Sieben Monde (Soundtrack) Eine andere Liga (Soundtrack) The Adventures of Greggery Peccary And Other Persuasions – Ensemble Modern plays the Music of Frank Zappa. Arrangements and Transcriptions by Ali N. Askin
Einzeltracks Un Bacio-Remix auf Morricone RMX
Weblinks
Webpräsenz Askins
Einzelnachweise
Kategorie:Musikproduzent Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann