Paul Aichele (* 1859 in Markdorf; † 17. Februar 1920 in Berlin-Wilmersdorf)Standesamt Wilmersdorf, Sterberegister Nr. 261/1920. Landesarchiv Berlin. war ein deutscher Bildhauer.
Leben Paul Aichele besuchte zwischen 1875 und 1877 die Kunstgewerbeschule Stuttgart, anschließend bis 1880 die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Aichele blieb in Berlin ansässig. Über seinen Lebensweg ist kaum etwas bekannt.
Werk Das bildhauerische Werk umfasst hauptsächlich Kleinplastiken in Bronze. Als das Hauptwerk Aicheles gilt der 4,20 Meter hohe Sintflutbrunnen, der bis 1931 auf dem ehemaligen Hamburger Platz im Berliner Ortsteil Friedenau stand und seit 1932 auf dem Maybachplatz (seit 1961: Perelsplatz) im gleichen Ortsteil sein Domizil fand: Ein nackter Mann, der seine bereits ertrunkene Frau im Arm hält, sieht düster auf den letzten freien Platz, den eine nackte Mutter besetzt hält, um ihr Kind vor den Fluten zu schützen.
Werkauswahl 1891: Nymphe 1892: Gefesselte Sklavin 1895: Sintflutbrunnen in Berlin-Friedenau (siehe: Perelsplatz) um 1895: La Baigneuse 1898: Flamenco-Tänzer 1899: Kindliche Neckerei 1900: Harfenspielerin 1900: Wahrheit 1900: Schnitterin 1900: Lady Anna Galeria 1900: Lady Faustina 1902: Opfer 1904: Verschämt 1904: Sirenen 1904: In Andacht 1904: Jagdbeute 1906: Mutter und Kind 1906: Verwaist 1909: Mädchen mit Schnecke 1910: Das verlorene Paradies 1910: Verkäufer
Literatur Ethos & Pathos – Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Katalog und Begleitband zur Ausstellung, Berlin 1990
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Einzelnachweise
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