Jakob Alberty (* 14. Oktober 1811 in Berlin; † 1870 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Leben Alberty, ein außerehelich geborener Jude, lernte zunächst die Holzschnitzerei und besuchte anschließend die Akademie Berlin bei Ludwig Wichmann. 1837 heiratete er Male Demuth, die Tochter eines Pfandleihers. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. förderte ihn mit einigen Aufträgen. 1840 bekam Alberty den Auftrag für zwölf Apostel für die Sacrower Heilandskirche bei Potsdam (nach dem Vorbild des Sebaldusgrabes von Bildhauer Peter Vischer). Vielfach wurde er vom preußischen Hof mit der Herstellung von holzgeschnitzten Möbeln beauftragt (Berliner Schloss, Schloss Stolzenfels). Daneben betrieb er einige Jahre eine Bronzefabrik. 1846 trat Alberty der Gesellschaft der Freunde bei, 1851 erhielt er den Titel „Königlicher Preußischer Hof-Holzbildhauer“.

Werke 1834: Büste Friedrich II. nach der Totenmaske 1836: „Madonna“ 1840: 12 Apostel für die Heilandskirche Sacrow bei Potsdam 1851: „Löwe“ 1854: „Christus“ für die Johanneskirche in Memel 1860: „Moses“ für die Johanneskirche in Memel 1859: Büste Königin Stephanie von Portugal 1864: Reiterrelief Fürst Karl Anton von Hohenzollern

Literatur

Ethos & Pathos – Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914. Katalog und Begleitband zur Ausstellung. Berlin 1990. Jörg Meiner: Möbel des Spätbiedermeier und Historismus. Die Regierungszeiten der preußischen Könige Friedrich Wilhelm IV. (1840–1861) und Wilhelm I. (1861–1888), Berlin 2008, S. 499.

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