Tytuvėnai ist eine kleine Stadt in Litauen. Sie hat den Status eines Stadtamtes (miesto seniūnija) in der Rajongemeinde Kelmė der Region Niederlitauen. Der Ort liegt zwischen den Seen Bridvaišis und Gilius und hat etwa 1700 Einwohner. Geschichte

Der Ort wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt, der Name leitet sich vom Flüsschen Tytuva her.A. Vanagas. Lietuvos miestų vardai. Vilnius 1996. Im 17. Jahrhundert wurde in Tytuvėnai ein Bernhardiner-Kloster gegründet. Das architektonische Ensemble der Klosterbauten mit der heutigen Pfarrkirche der Jungfrau Maria, der ehemaligen Klosterkirche, ist bis heute gut erhalten, wird aber nicht mehr als Kloster genutzt. Eigens für den Besuch von Papst Johannes Paul II. in Šiluva wurde 1993 in Tytuvėnai ein Hubschrauberlandeplatz errichtet und die Straße bis Šiluva asphaltiert.

Während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion wurde 1959 das Landwirtschaftstechnikum Tytuvėnai errichtet. In dieser Zeit war Tytuvėnai ein Zentrum des industriellen Torfabbaus. Die meisten Moore in der Umgebung wurden zerstört und sind bisher noch nicht wieder renaturiert, obwohl sie in den Regionalpark Tytuvėnai integriert sind. Wirtschaftlich ist in jüngerer Zeit der Tourismus von Bedeutung.

Persönlichkeiten Jonas Jagminas (* 1949), Politiker Regina Čistiakova (* 1961), Langstreckenläuferin

Weblinks Homepage des Regionalparks Tytuvėnai (litauisch), Karte funktioniert nur mit IE Artikel zum Kloster (litauisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Rajongemeinde Kelmė Kategorie:Stadtamt in Litauen Kategorie:Niederlitauen Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert