Goux-les-Usiers ist eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehörte zum Arrondissement Pontarlier.
Der Erlass des Präfekten vom 27. September 2023 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2024 die Eingliederung von Goux-les-Usiers als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Bians-les-Usiers und Sombacour zur neuen Commune nouvelle Val-d’Usiers fest.
Geografie Goux-les-Usiers liegt auf Höhe, etwa 35 Kilometer südsüdöstlich von Besançon und etwa neun Kilometer nordwestlich von Pontarlier. Das Haufendorf erstreckt sich im Jura, am südöstlichen Rand des Hochplateaus von Val d’Usiers, am Fuß des Mont Séverin.
Die Fläche des km² großen ehemaligen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der westliche Teil des Gebietes wird vom leicht gewellten Plateau des Val d’Usiers eingenommen, das durchschnittlich auf liegt und überwiegend von Wiesland bedeckt ist. Nordöstlich des Dorfes beginnt ein Trockental, das topographisch zum Einzugsgebiet der Loue gehört. Südöstlich von Goux-les-Usiers leitet die rund 150 m hohe Geländestufe des Bois des Raffours zum Höhenrücken des Mont Séverin (mit die höchste Erhebung des Orts) und des Mont d’Usiers () und weiter östlich zum Hochplateau von La Vrine (auf ) über. Ganz im Osten reicht das Ortsareal bis an den Fuß des Mont Pelé. Das gesamte Gebiet besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.
Umgeben wird Goux-les-Usiers von den Nachbargemeinden und der Commune déléguée:
Geschichte Die Pfarrkirche von Goux wird im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Goux zur Herrschaft Usiers. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.
Bevölkerungsentwicklung
Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden noch 726 Personen gezählt), wurde in den letzten Jahren wieder ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet. mini|Pfarrkirche Saint-Valère
Sehenswürdigkeiten Ihre heutige Gestalt erhielt die Pfarrkirche Saint-Valère beim Neubau im klassizistischen Stil im Jahr 1722. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Kapelle Notre-Dame de Pitié. Oberhalb des Dorfes steht eine Statue der heiligen Jungfrau. Ein Herrschaftshaus, das im 16. Jahrhundert erbaut worden war, wurde im 18. Jahrhundert umgestaltet. Im alten Ortskern sind zahlreiche Bauernhäuser im traditionellen Stil des Haut-Doubs aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
Wirtschaft und Infrastruktur Goux-les-Usiers war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft, insbesondere Milchwirtschaft und Viehzucht, sowie durch die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes, unter anderem eine moderne Käserei. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Sombacour nach Ouhans führt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 2023 Kategorie:Val-d’Usiers Kategorie:Commune déléguée im Département Doubs