mini|300px|Unterstützerinnen der UCID, gekleidet in den Farben der Flagge Somalilands, an einer Kundgebung im Vorfeld der Parlamentswahlen 2005
Die Gerechtigkeits- und Wohlfahrts-Partei (Somali Ururka Caddaalada iyo Daryeelka, abgekürzt UCID; englisch Justice and Welfare Party oder auch For Justice and Development, „Für Gerechtigkeit und Entwicklung“; anderen Angaben zufolge Ururka Cadaaladda iyo Dimoqraadiga (engl., PDF; 2,38 MB), „Gerechtigkeits- und Demokratie-Partei“) ist die 2001 in HargeysaHistory and Achievements Background of UCID Party gegründete zweitgrößte oppositionelle politische Partei im international nicht anerkannten Somaliland.
Ausrichtung Von den drei Parteien Somalilands wurde die UCID am ehesten gegründet, um ein bestimmtes politisches Programm zu vertreten. Sie setzt sich für die Idee der liberalen Demokratie sowie für die Errichtung eines Wohlfahrtsstaates nach westlichem Vorbild ein. Viele Parteikader stammen aus der somaliländischen Diaspora insbesondere aus Skandinavien. Ihr Erfolg ist bei städtischen Wählern am größten, vor allem in der Hauptstadt Hargeysa,Bericht zu den Parlamentswahlen 2005 des International Republican Institute (englisch, PDF; 429 kB) zudem in der Region Saaxil mit der Hafenstadt Berbera.
Wie die anderen Parteien ist Kulmiye clanpolitisch neutral und hat Mitglieder und Anhänger aus allen Clans. Anfangs hatte sie ihre Unterstützungsbasis vor allem in der Region Woqooyi Galbeed im Eidagalla-Unterclan der Isaaq, dem der Parteivorsitzende Faysal Ali Warabe angehört.Mark Bradbury: Becoming Somaliland, 2008, ISBN 978-1-84701-310-1 (S. 186; 189; 212) 2005 wählte aber auch ein großer Teil der Habar-Yunis-Isaaq die UCID anstelle der Regierungspartei UDUB.Progressio Report: Further Steps to Democracy – The Somaliland parliamentary elections, September 2005 (PDF; 294 kB)
Die UCID ist Beobachter bei der Sozialistischen Internationale.Member Parties of the Socialist International
Wahlergebnisse Bei den Lokalwahlen 2002 erhielt die UCID 11,24 % der Stimmen. Somit gehörte sie zu den drei wählerstärksten Parteien, welche dauerhaft zugelassen wurden, allerdings lag sie nur um rund 1.500 Stimmen vor der viertstärksten SAHAN (Somaliländische Allianz für Islamische Demokratie).
Bei den Präsidentschaftswahlen 2003 kam ihr Kandidat Faysal Ali Warabe auf 15,85 % Stimmenanteil. Bei den Parlamentswahlen 2005 legte die UCID auf 26,9 % der Stimmen zu und erreichte damit 21 von 82 Sitzen. Sie bildete mit der anderen Oppositionspartei Kulmiye eine Koalition, die über eine Mehrheit von 49 Sitzen verfügt.
In den Präsidentschaftswahlen 2010 erhielt Warabe rund 17 % der Stimmen.Somaliland opposition candidate Silanyo wins election, in: BBC News, 2. Juli 2010.
Quellen
Weblinks UCID (Somali)
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