mini|Das Freudenhaus Hase, 2021 Das Freudenhaus Hase ist ein Bordell in Berlin-Gesundbrunnen und zugleich ein kultureller Veranstaltungsort. Seit dem 3. Januar 2005 als erstes Laufhaus in Berlin konzipiert, bietet das Etablissement seit 1996 in loser Folge Künstlern Raum für Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen. Vor 2005 gab es sogenannte Laufhaustage.

Ausgestellt wurden seit 1996 unter anderem Arbeiten der Künstler Wolfgang Ramisch,Website des Künstlers Wolfgang Ramisch Ipett Schwarzweldt,Website des Künstlers Ipett Schwarzweldt Gabriele Trillhaase,Website der Künstlerin Gabriele Trillhaase Zohar Kaniel (Fotograf)Website des Fotografen Zohar Kaniel und Dodi Reifenberg.Website des Plastik-Art-Künstlers Dodi Reifenberg

Die Künstlerin und Regisseurin Annette Kuß (Vortrag von Jane Redlin, Berlin; im Rahmen der ethnographischen Fachtagung Kunst und Ethnographie vom 17.–18. November 2006 in Berlin) inszenierte im Haus 2006 im Auftrag der Berliner Theaterinstitution Hebbel am Ufer das Stück Freudendienste. Das Theaterstück entstand durch Interviews in Zusammenarbeit mit mehreren Prostituierten und der Prostitutionsvereinigung Hydra e. V. Ziel der Inszenierung war eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Prostitution.Netzeitung: , 5. Januar 2006 Nach der Uraufführung am 14. Januar, mit einem angeschlossenen Konzert der Berliner Queer-Künstlerin Claire Grube, gab es bis Ende Februar 2006 weitere elf Aufführungen.

Über den für ein Theaterstück ungewöhnlichen Veranstaltungsort sowie über das Stück selbst, wurde in mehreren Medien berichtet. Entsprechende Beiträge erfolgten von mehreren Fernsehsendern, wie in ARTE,ARTE: in 3sat3sat Kurzinfo über einen TV-Beitrag in der Sendung Foyer vom 26. Januar 2006 und im RBBRBB: sowie in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, wie der taz,die tageszeitung: Der ganz normale Sex. Rezension des Theaterstücks, 28. Januar 2006 der Berliner Morgenpost, der Wochenzeitung FreitagMax Glauner: Performative Pornologie. Rezension des Theaterstücks in der Freitag, 20. Januar 2006 und im Magazin Focus. Die von der Regisseurin Annette Kuß für die Erarbeitung des Theaterstücks zugrunde gelegten ethnologischen Methoden der Feldforschung, die künstlerische Umsetzung des gesellschaftlich tabuisierten Themas Prostitution sowie die Einbeziehung und Reflexion des Freudenhauses Hase als authentischer Ort und der dortigen Prostituierten und deren Freiern waren 2006 auch Gegenstand einer ethnographischen Fachtagung in Berlin. (siehe Vortrag von Jane Redlin, Berlin: Wo Kunst und reale Lebensräume miteinander verschmelzen. Die Theaterprojekte von Annette Kuß. Im Rahmen der vorgenannten Fachtagung; veranstaltet von der Gesellschaft für Ethnographie e. V., Berlin, in Zusammenarbeit mit Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin)

2013 war das Freudenhaus Hase einer der „Tatorte“ des Berliner Krimimarathons.

Einzelnachweise

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