mini|Claude Gay Claude Gay (spanisch Claudio Gay Mouret; * 18. März 1800 in Draguignan; † 29. November 1873 in Flayosc im französischen Département Var) war ein französischer Botaniker und Reisender. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „“.

Leben Zwischen 1830 und 1832 wurde er von der chilenischen Regierung angeheuert, um durch das Staatsgebiet zu reisen, um Stücke für das Nationalmuseum für Naturgeschichte zu sammeln. Aus diesem Grund gilt er als erster Sammler des Museums, dem ältesten des Landes.

Sein Hauptwerk ist die Historia física y política de Chile (1844–1871); darin ist als botanisches Teilwerk die Botánica (1845–1854) enthalten. Für den zoologischen Teil bediente sich Gay der Hilfe zahlreicher Autoren. Während Marc Athanase Parfait Œillet Des Murs (1804–1894) die Vögel bearbeitete, waren Antoine Alphonse Guichenot (1809–1876) für die Reptilien und Fische, Hercule Nicolet (1801–1872) für die Spinnen und Krebstiere, Antoine Joseph Jean Solier (1792–1851) für die die Käfer, Paul Gervais (1816–1879) für die Tausendfüßer und große Teile der Insekten, Maximilian Spinola (1780–1857) für Schnabelkerfe und Hautflügler sowie Louis Hippolyte Hupé́ (1819–1867) für die Weichtiere zuständig.

Seit 1856 war er Mitglied der Académie des sciences in Paris.

Dedikationsnamen Isidore Geoffroy Saint-Hilaire und René Primevère Lesson ehrten in 1831 im Namen des Rotbauch-Höhenläufers (Attagis gayi).Isidore Geoffroy Saint-Hilaire u. a. S. 135, Tafel 47. Paul Gervais nannte 1834 den Kordillerenämmerling (Phrygilus gayi).Paul Gervais Tafel 23 & Text. Jules Bourcier und Étienne Mulsant nannten 1846 eine Kolibriart Trochilus gayiJules Bourcier u. a. S. 325., ein Name der heute als Synonym für die Samtbauchkolibri-Unterart (Lafresnaya lafresnayi saul ( & , 1846)) steht. Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte nannte 1856 eine Art Thalasseus gayiCharles Lucien Jules Laurent Bonaparte S. 772., ein Name der heute als Nomen nudum betrachtet werden muss.Carl Eduard Hellmayr u. a. S. 328.

André Marie Constant Duméril und Gabriel Bibron beschrieben 1841 den Helmkopf (Calyptocephalella gayi).André Marie Constant Duméril u. a. S. 450.

Hercule Nicolet nannte 1849 die Kugelspinnenart Phoroncidia gayi nach ihm.Hercule Nicolet (1849) S. 473 Tafel 5, Figur 3. Edmond de Selys-Longchamps nannte 1876 Erythromma gayi, ein Name für eine Schlanklibellenart. die heute unter Antiagrion gayi geführt wird.Edmond de Selys-Longchamps S. 1301. Massimiliano Spinola nannte 1851 eine Echte Bienenart Alloscirtetica gayi.Massimiliano Spinola (1851) S. 176.

Rudolph Amandus Philippi widmete ihm 1857 die Hülsenfrüchtlerart Vicia gayiRudolph Amandus Philippi (1856) S. 623., John Gilbert Baker 1870 die Lauchgewächseart Leucocoryne gayiJohn Gilbert Baker (1870) S. 375.. Nach Gay benannt ist auch die Pflanzengattung Gayophytum aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).

Bilder

Werke

Literatur

Weblinks

Historia Museo Nacional de Historia Natural de Chile

Einzelnachweise Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018.

Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Französischer Emigrant in Chile Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1800 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann