Medaillenspiegel (Endstand) Platz Land G S B Gesamt1 1297282 783183 44194 34185 33286 31377 22488 12149 12–310 1–45 Vollständiger Medaillenspiegel Die 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaften fanden vom 27. August bis zum 4. September 2011 im Daegu-Stadion von Daegu in Südkorea statt. Mit dem südafrikanischen Sprinter Oscar Pistorius konnte sich erstmals ein Behindertensportler für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften qualifizieren.
Teilnehmende Nationen Es nahmen Sportler aus 198 Ländern an den Wettbewerben teil.
Liste der teilnehmenden Nationen (in Klammern steht die Anzahl der qualifizierten Athleten): (1) (5) (1) (10) (2) (3) (2) (2) (2) (2) (6) (2) (2) (1) (34) (41) (17) (11) (1) (4) (22) (2) (9) (2) (1) (1) (2) (2) (3) (26) (1) (1) (7) (2) (2) (1) (3) (54) (7) (1) (2) (6) (2) (71) (1) (4) (2) (5) (2) (2) (9) (9) (1) (13) (39) (1) (2) (2) (6) (1) (3) (12) (2) (2) (2) (2) (1) (3) (2) (2) (8) (2) (1) (7) (16) (2) (4) (30) (45) (48) (2) (1) (2) (28) (1) (14) (4) (47) (2) (2) (20) (2) (6) (31) (2) (2) (2) (13) (1) (2) (15) (1) (1) (1) (2) (2) (2) (2) (2) (19) (1) (2) (2) (1) (10) (2) (3) (1) (2) (2) (2) (1) (2) (2) (8) (2) (2) (17) (2) (15) (2) (13) (1) (4) (1) (1) (1) (2) (2) (2) (1) (5) (2) (37) (25) (8) (1) (2) (8) (76) (2) (3) (1) (2) (2) (8) (16) (15) (2) (9) (2) (2) (4) (2) (8) (9) (1) (43) (2) (4) (2) (1) (32) (3) (53) (2) (2) (1) (2) (1) (6) (1) (2) (16) (2) (21) (5) (20) (2) (1) (2) (12) (55) (12) (2) (7) (2) (3) (2) (59) (127) (1) (1) (2)
Luxemburg und Liechtenstein entsandten keine Athleten.
Wettkampfrunden Die Teilnehmer am Finalwettkampf wurden in bis zu drei Ausscheidungsrunden ermittelt. Im 10.000-Meter-Lauf, Marathonlauf, den drei Disziplinen im Gehen, im Sieben- und Zehnkampf fanden keine Vorausscheidungen statt. Termine der Wettkampfrunden Disziplin Männer FrauenVoraus-scheidung Vorlauf (VL),Qualifikation (Q) Halb-finale Finale Voraus-scheidung Vorlauf (VL),Qualifikation (Q) Halb-finale Finale 100 m 27.08. 27.08. (VL) 28.08. 28.08. 27.08. 28.08. (VL) 29.08. 29.08. 200 m 02.09. (VL) 02.09. 03.09. 01.09. (VL) 01.09. 02.09. 400 m 28.08. (VL) 29.08. 30.08. 27.08. (VL) 29.08. 29.08. 800 m 27.08. (VL) 27.08. (VL) 28.08. 30.08. 27.08. (VL) 27.08. (VL) 02.09. 04.09. 1500 m 27.08. (VL) 27.08. (VL) 01.09. 03.09. 27.08. (VL) 27.08. (VL) 30.08. 01.09. 5000 m 01.09. (VL) 04.09. 30.08. (VL) 02.09. 10.000 m 28.08. 27.08. Marathonlauf 04.09. 27.08. 100 m Hürden 02.09. (VL) 03.09. 03.09. 110 m Hürden 28.08. (VL) 29.08. 29.08. 400 m Hürden 29.08. (VL) 30.08. 01.09. 29.08. (VL) 30.08. 01.09. 3000 m Hindernis 29.08. (VL) 01.09. 27.08. (VL) 30.08. 4 × 100 m 04.09. (VL) 04.09. 04.09. (VL) 04.09. 4 × 400 m 01.09. (VL) 02.09. 03.09. (VL) 03.09. 20-km-Gehen 28.08. 31.08. 50-km-Gehen 03.09. Hochsprung 30.08. (Q) 01.09. 01.09. (Q) 03.09. Stabhochsprung 27.08. (Q) 29.08. 28.08. (Q) 30.08. Weitsprung 01.09. (Q) 02.09. 27.08. (Q) 28.08. Dreisprung 02.09. (Q) 04.09. 30.08. (Q) 01.09. Kugelstoßen 01.09. (Q) 02.09. 28.08. (Q) 29.08. Diskuswurf 29.08. (Q) 30.08. 27.08. (Q) 28.08. Hammerwurf 27.08. (Q) 29.08. 02.09. (Q) 04.09. Speerwurf 01.09. (Q) 03.09. 01.09. (Q) 02.09. Siebenkampf 29./30.08. Zehnkampf 27./28.08.
Sportliche Leistungen mini|hochkant=1.3| Das Leistungsniveau dieser Veranstaltung auf dem Saisonhöhepunkt war hoch, die in der folgenden Übersicht aufgelisteten Rekorde und Bestleistungen machen das deutlich.
Rekorde und Bestleistungen Weltrekord 4-mal-100-Meter-Staffel, Männer – Jamaika (Nesta Carter, Michael Frater, Yohan Blake, Usain Bolt) 37,04 s (Finale) Kontinentalrekorde 50-km-Gehen, Männer – Andrés Chocho (Ecuador) 3:49:32 h (Amerikarekord), Finale 4-mal-100-Meter-Staffel, Frauen – Brasilien (Ana Cláudia Silva, Vanda Gomes, Franciela Krasucki, Rosângela Santos) 42,92 s (Südamerikarekord), (Finale) Stabhochsprung, Frauen – Fabiana Murer (Brasilien) 4,85 m (Amerikarekord), Finale Speerwurf, Frauen – Sunette Viljoen (Südafrika) 68,38 m (Afrikarekord), Finale Weltmeisterschaftsrekorde 100-Meter-Hürdenlauf, Frauen – Sally Pearson (Australien) 12,28 s (Finale) Kugelstoßen, Frauen – Valerie Adams (Neuseeland) 21,24 m (Finale) Es wurden vierzehn Weltjahresbestleistungen aufgestellt. Darüber hinaus gab es 41 Landesrekorde.
Erfolgreichste Sportler Es gab fünf Athleten, die sich über Mehrfacherfolge freuen durften. Allyson Felix, USA – 4 Medaillen: 2-mal Gold (4 × 100 m / 4 × 400 m), 1-mal Silber (400 Meter), 1-mal Bronze (200 Meter) Carmelita Jeter, USA – 3 Medaillen: 2 mal Gold (100 Meter / 4 × 100 m), 1-mal Silber (200 Meter) Vivian Cheruiyot, Kenia – 2 Medaillen: 2-mal Gold (5000 Meter / 10.000 Meter) Yohan Blake, Jamaika – 2 Medaillen: 2-mal Gold (100 Meter / 4 × 100 m) Usain Bolt, Jamaika – 2 Medaillen: 2-mal Gold (200 Meter / 4 × 100 m)
Folgende Weltmeister waren bereits bei vorangegangenen Weltmeisterschaften siegreich: Allyson Felix, USA – 4 × 100 m: zweiter Sieg nach 2007 / 4 × 400 m: dritter Sieg in Folge, darüber hinaus dreifache Weltmeisterin über 200 Meter (2005/2007/2009), damit jetzt achtfache Weltmeisterin Usain Bolt, Jamaika – 200 Meter / 4 × 100 m: 2009 siegreich über 100 Meter / 200 Meter / 4 S. 100 m, damit jetzt fünffacher Weltmeister Dwight Phillips, USA – Weitsprung: vierter Sieg nach 2003, 2005 und 2009 Sanya Richards-Ross, USA – 4 × 400 m: dritter Sieg nach 2003/2007/2009, darüber hinaus Einzelweltmeisterin über 400 Meter 2009, damit jetzt vierfache Weltmeisterin Valerie Adams, Neuseeland – Kugelstoßen: dritter Sieg in Folge Vivian Cheruiyot, Kenia – 5000 Meter: zweiter Sieg in Folge, darüber hinaus hier Siegerin über 10.000 Meter, damit jetzt dreifache Weltmeisterin LaShawn Merritt, USA – 4 × 400 m: dritter Sieg in Folge, darüber hinaus 2009 Weltmeister über 400 Meter, damit jetzt vierfacher Weltmeister Bershawn Jackson, USA – 4 × 400 m: zweiter Sieg in Folge, darüber hinaus 2005 Weltmeister über 400 Meter Hürden, damit jetzt dreifacher Weltmeister Carmelita Jeter, USA – 4 × 100 m: zweiter Sieg nach 2007, darüber hinaus hier in Daegu Weltmeisterin über 100 Meter, damit jetzt dreifache Weltmeisterin Angelo Taylor, USA – 4 × 400 m: dritter Sieg in Folge Natasha Hastings, USA – 4 × 400 m: dritter Sieg in Folge Abel Kirui, Kenia – 10.000 Meter: zweiter Sieg in Folge Ezekiel Kemboi, Kenia – 3000 Meter Hindernis: zweiter Sieg in Folge Robert Harting, Deutschland – Diskuswurf: zweiter Sieg in Folge Trey Hardee, USA – Zehnkampf: zweiter Sieg in Folge Veronica Campbell-Brown, Jamaika – 200 Meter: zweiter WM-Titel nach ihrem Sieg über 100 Meter 2007 Barbora Špotáková, Tschechien – Speerwurf: zweiter Sieg nach 2007 Caster Semenya, Südafrika – 800 Meter: zweiter Sieg in Folge Brittney Reese, USA – Weitsprung: zweiter Sieg in Folge Jessica Ennis, Großbritannien – Siebenkampf: zweiter Sieg in Folge Lashinda Demus, USA – 400 Meter Hürden: zweiter WM-Titel nach ihrem Sieg über 4 × 400 m 2009 Michael Frater, Jamaika – 4 × 100 m: zweiter Sieg in Folge Jessica Beard, USA – 4 × 400 m: zweiter Sieg in Folge
Nationenwertungen Sowohl den Medaillen- als auch den Platzierungsspiegel führten die Vereinigten Staaten mit deutlichem Vorsprung vor der russischen Mannschaft an. Auf Platz drei folgte Kenia. Medaillen gingen an Athleten aus insgesamt 41 der 198 teilnehmenden Verbände. Das Veranstalterland Südkorea ging leer aus. Nur die Geher Kim Hyun-sub und Park Chil-sung erreichten Platzierungen unter den ersten Acht. Es war das dritte Mal nach 1995 (Schweden) und 2001 (Kanada), dass das Gastgeberland von Leichtathletik-Weltmeisterschaften keine Medaillen gewann., aroundtherings.com, 4. September 2011 (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2020.
Doping Auch diese Weltmeisterschaften blieben wie die Weltmeisterschaften in den Jahren zuvor nicht verschont von der Dopingproblematik. Es gab weiterhin eine Vielzahl von Sportlern, die ihre Leistungen durch unerlaubte Mittel verbessern wollten und davon ausgingen, nicht erwischt zu werden.
Mit 65 Fällen erhöhte sich die Zahl der Athleten, denen Verstöße gegen die Antidopingbestimmungen nachgewiesen und die disqualifiziert wurden, noch einmal um sechzehn Fälle gegenüber den letzten Weltmeisterschaften. Betroffen waren diesmal 20 Männer und 44 Frauen, die im Einzelnen nachfolgend aufgelistet sind.DOPING VIOLATIONS AT IAAF WORLD CHAMPIONSHIPS im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Daegu 2011, S. 83f (PDF; 10,3 MB), englisch, abgerufen am 16. Dezember 2020. Mohd Noor Imran, Malaysia – 100-Meter-Lauf, in der Vorrunde ausgeschieden. Nachdem klar wurde, dass der Sportler eine vorgeschriebene Dopingprobe durch Mitverschulden des Präsidenten des malaiischen Leichtathletikverbands Malaysian Athletics Union zusammen mit fünf weiteren Athleten ausgelassen hatte, wurden seine Resultate vom 24. Mai 2011 bis 23. Mai 2013 erzielten Resultate durch die IAAF annulliert.‘Tuhan dah tunjukkan siapa yang salah‘ ('Gott hat gezeigt, wer falsch ist'), bharian.com, 19. August 2018 (malaiisch), abgerufen am 16. Dezember 2020.Athletes currently suspended from all competitions in athletics following an Anti-Doping Rule Violation as at: 06.03.15, iaaf.org, S. 9 (PDF; 159 KB), englisch, abgerufen am 16. Dezember 2020. Mohammed Shaween, Saudi-Arabien – 1500-Meter-Lauf, in der Vorrunde ausgeschieden. Das saudi-arabische Anti-Doping Komitee sperrte den Athleten wegen Abweichungen in seinem Biologischen Pass für drei Jahre. Seine seit 2006 erzielten Resultate wurden annulliert.2 Saudi athletes banned for doping offenses, apnews.com, 22. November 2013 (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2020. Hussain Jamaan Alhamdah, Saudi-Arabien – 5000-Meter-Lauf, zunächst Dreizehnter. Das saudi-arabische Anti-Doping Komitee sperrte den Athleten wegen Abweichungen in seinem Biologischen Pass für zweieinhalb Jahre. Seine seit 2009 erzielten Resultate wurden gestrichen. Abderrahime Bouramdane, Marokko – Marathonlauf, zunächst Vierter. Die IAAF sperrte den Läufer wegen Unregelmäßigkeiten in seinem Biologischen Pass für zwei Jahre. Alle seine seit dem 14. April 2011 erzielten Resultate wurden annulliert.Moroccan marathon runner Bouramdane banned for doping, apnews.com 27. Oktober 2015 (englisch), abgerufen am 21. Dezember 2020. Ahmed Baday, Marokko – Marathonlauf, zunächst auf Rang 24. Er hatte verbotene Substanzen eingesetzt, seine seit dem 26. März 2010 erzielten Resultate wurden für die nächsten zwei Jahre gestrichen.Athletes currently suspended from all competitions in athletics following an Anti-Doping Rule Violation as at: 06.03.15, iaaf.org, S. 2 (PDF; 159 KB), englisch, abgerufen am 21. Dezember 2020. Abderrahim Goumri, Marokko – Marathonlauf, Ziel nicht erreicht. Er wurde zusammen mit acht weiteren Sportlern bei Nachtests des Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen überführt. In seinem Fall ging es konkret um Unregelmäßigkeiten in seinem Biologischen Pass. Schon seit 2009 waren Verdachtsmomente aufgetaucht und sein Verband sperrte ihn schließlich für vier Jahre.IAAF sperrt neun Dopingsünder, leichtathletik.de 25. Juli 2012, abgerufen am 7. Januar 2021. Lim Hee-Nam, Südkorea – 4-mal-100-Meter-Staffel, im Vorlauf ausgeschieden. Der Läufer wurde zusammen mit einer weiteren Athletin des Einsatzes der verbotenen Substanz Methylhexanamin bei diesen Weltmeisterschaften überführt und für zwei Jahre gesperrt. Die südkoreanische Staffel wurde disqualifiziert.IAAF sperrt neun Dopingsünder, leichtathletik.de, 25. Juli 2012, abgerufen am 7. Januar 2021.