Ein Nockenschaltwerk ist ein elektromechanisches oder elektrisches Bauelement, das dazu dient, elektrische Schalter in einem bestimmten Zeitablauf zu öffnen und zu schließen.

Mechanisches Nockenschaltwerk Das mechanische Nockenschaltwerk betätigt über Teilabschnitte eines Kreises einen Schalter, der über die Länge dieses Teilabschnittes geschlossen ist; ein solcher Teilabschnitt ist als „Nocke“ definiert, jeder Schalter stellt einen Ausgang dar. Mehrere parallel angeordnete Kreise ergeben die Anzahl der Ausgänge.

Zu den mechanischen Nockenschaltwerken zählen u. a.: Fahrschalter, wie sie früher bei elektrischen Bahnen gebräuchlich waren Trommelschalter, die in vielen Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Wäschetrocknern verbaut wurden rein manuell zu bedienende Nockenschalter.

Elektronisches Nockenschaltwerk mini|TWK Nockenschaltwerk Das Ziel elektronischer Nockenschaltwerke ist es, mechanische Steuerungen nicht nur zu ersetzen, sondern ihre Funktion genauer, einfacher, universeller anwendbar und verschleißfreier zu machen.

Das Grundprinzip wurde von den mechanischen Nockenschaltwerken übernommen. Die Programmierung einer Nocke auf einem Ausgang geschieht über die Eingabe eines Einschalt- und eines Ausschaltpunktes. Zwischen diesen Punkten ist der Ausgang eingeschaltet.

Gegenüber den mechanischen Nockenschaltwerken sind mit den elektronischen Nockenschaltwerken neue Funktionalitäten möglich, z. B. eine dynamische Nockenverschiebung (Kompensation der Totzeit eines angeschlossenen Aktors), Winkel-Zeit-Nocken und elektronische Nullpunktverschiebung.

Literatur Günter Boy, Horst Flachmann, Otto Mai: Die Meisterprüfung Elektrische Maschinen und Steuerungstechnik. 4. Auflage, Vogel Buchverlag, Würzburg 1983, ISBN 3-8023-0725-9

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