Marie Johanna Erika Glässner (* 28. Februar 1890 in ErfurtBei Kosch wird das falsche Geburtsjahr 1896 angegeben. Vgl. Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und Bibliographisches Handbuch. Band 1: A – Hurk. Kleinmayr, Klagenfurt u. a. 1953, S. 952.; † 21. Juli 1959 in GießenKay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. John Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 277 f.) war eine deutsche Schauspielerin. miniatur|Erika Glässner, 1927 auf einer Fotografie von Alexander Binder
Leben und Arbeit Erika Glässner wurde 1890 als Tochter des Kunstmalers Gottfried Glässner geboren. Ihr Bruder war der Opernsänger Kurt Glässner. In ihrer Jugend erhielt Glässner Ballettunterricht. Ihr Debüt gab sie 1910 als Tänzerin am Stadttheater in Erfurt. In den folgten Jahren erhielt sie Engagements als Tänzerin und Schauspielerin in Olbernhau, Halberstadt und Frankfurt am Main. Im Jahr 1914 stand sie erstmals in Berlin am Lustspielhaus auf der Bühne.
Ab 1915 übernahm Glässner tragende Rollen als Stummfilmschauspielerin. Der häufigste von ihr porträtierte Figurentypus war dabei der der kessen Verführerin, so in dem Film Tragödie der Liebe (1923) mit Emil Jannings. 1926 heiratete sie den Politiker Arnold Kalle.
Obwohl ihre Rollen im Laufe der Jahre kleiner wurden, blieb Erika Glässner lange Zeit eine vielbeschäftigte Filmschauspielerin, die nebenher auch weiterhin Theater spielte. Mit zunehmendem Alter verkörperte sie hauptsächliche strenge Tanten und Schwiegermütter.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie in zwei DEFA-Produktionen als vornehme ältere Dame ihre letzten Filmaufgaben. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1952 ließ sich Erika Glässner im März 1956 in Gießen nieder, wo sie drei Jahre später Selbstmord verübte.
Filmografie 1915: Der moderne Paris oder: Der Herr Apotheker heiratet 1916: Spiel im Spiel 1916: Werner Krafft 1916: Ein nettes Pflänzchen 1916: Das Wäschermädel Seiner Durchlaucht 1916: Paulchen Semmelmann 1917: Onkelchens Liebling 1918: Katinka 1919: Die Gespenster von Garden Hall 1919: Moral und Sinnlichkeit 1919: Die Sünderin 1919: Aus eines Mannes Mädchenjahren 1920: Der Riesenschmuggel 1920: Ferréol. Ein Kampf zwischen Liebe und Pflicht 1920: Die drei Tänze der Mary Wilford 1920: Die tote Stunde 1920: Die sieben Gesichter 1921: Die rote Hexe 1921: Der Liebeskorridor 1921: Der Roman eines Dienstmädchens 1921: Die Jagd nach der Wahrheit 1921: Der Gang durch die Hölle 1922: Ihr Kammerdiener 1922: Die Kreutzersonate 1923: Tragödie der Liebe (4 Teile) 1924: Das Geheimnis der Schrift 1924: Die Tragödie einer Frau 1924: Das verbotene Land 1924: Vier Nächte einer schönen Frau 1925: Heiratsschwindler 1925: Die Blumenfrau vom Potsdamer Platz 1926: Menschen untereinander 1926: Kubinke, der Barbier, und die drei Dienstmädchen 1926: Die Wiskottens 1927: Familientag im Hause Prellstein 1927: Einbruch 1929: Kinder der Straße 1929: Gestörtes Ständchen (Kurzfilm) 1930: Die lustigen Musikanten 1930: Zwei Krawatten 1931: Der Hochtourist 1931: Vater geht auf Reisen 1932: Das Mädel vom Montparnasse 1932: Was wissen denn Männer? 1933: Madame wünscht keine Kinder 1933: Gruß und Kuß Veronika 1933: Das verliebte Hotel 1934: Heinz im Mond 1934: Besuch am Abend 1934: Punks kommt aus Amerika 1934: Schön ist es, verliebt zu sein 1935: Pygmalion 1935: Ein ganzer Kerl 1935: Der ahnungslose Engel 1935: Kater Lampe 1936: Der müde Theodor 1936: Hummel - Hummel 1937: Sparkasse mit Likör (Kurzfilm) 1937: Ich möcht’ so gern mit Dir allein sein (Millionäre) 1938: Die Pfingstorgel 1938: Gastspiel im Paradies 1938: Frauen für Golden Hill 1939: Rosemarie will nicht mehr lügen (Kurzfilm) 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1941: Aufruhr im Damenstift 1943: Warum lügst du, Elisabeth? 1951: Corinna Schmidt 1952: Karriere in Paris
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 277 f.
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Quellen
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