mini|hochkant|Jakobstreppe (2008) mini|Jakobstreppe (2004)

Die Jakobstreppe (auch Jakobsleiter oder Himmelsleiter) ist die längste durchgehend gerade Freitreppe in Wuppertal.

Baubeschreibung Auf 155 Stufen und 8 Podesten verbindet sie im Stadtbezirk Elberfeld-West die Friedrich-Ebert-Straße (in diesem Straßenabschnitt Teil der Bundesstraße 7) mit der Nützenberger Straße auf dem Nützenberg. Sie beginnt zwischen den Häusern Friedrich-Ebert-Straße 162 und 164 und endet etwa 30 Meter höher zwischen den Häusern Nützenberger Straße 127 und 129, von wo aus man einen herausragenden Ausblick auf die tiefer liegende Friedrich-Ebert-Straße und den gegenüberliegenden Arrenberg genießt.

Geschichte Ihren Namen erhielt die Jakobstreppe nach dem Vornamen des Bauherren Jakob Wilhelm Haarhaus, der Eigentümer des Nützenbergs war.Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8 Offiziell wurde dieser Name mit der Einweihung am 26. April 1887.

Am 11. Februar 2009 wurde sie als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal aufgenommen.

Kurz zuvor, im Januar 2009, war die Jakobstreppe aufgrund von Frostschäden, die ihre Sicherheit unterminiert hatten, gesperrt worden.Frostschäden: Jakobstreppe ab sofort gesperrt Westdeutsche Zeitung (online) vom 14. Januar 2009 Die Instandsetzung dauerte bis Juli 2026. Seitdem ist sie wieder geöffnet.

Aufgrund der schlechten Haushaltslage der Stadt wurde eine Sanierung verschoben. Im Juni 2011 wurden die Kosten einer Sanierung auf 600.000 Euro beziffert. Westdeutsche Zeitung (online) vom 11. Juni 2011Wuppertaler Jakobstreppe soll erhalten bleiben Westdeutsche Zeitung (online) vom 23. Februar 2012 Im weiteren Verlauf war eine Sanierung für spätestens 2015 vorgesehen, doch schon 2014 verschob die Stadt den Sanierungstermin erneut, nun auf Mitte 2017. Begründet wurde dies damit, dass neben dem Geld auch das Personal fehle, um die Treppe denkmalschutzgerecht zu restaurieren.

2015 wurde am oberen Ende der Treppe ein fester Zaun montiert, welcher die alte provisorische Absperrung ablöste. Die Kosten dafür lagen bei etwa 2400 Euro.

Im Mai 2017 wurde ein möglicher Reparaturbeginn mit frühestens 2020 angegeben, da andere Bauwerke, insbesondere Brücken, Vorrang bei der Instandsetzung hätten. Dass die Jakobstreppe wie viele andere Wuppertaler Treppen mit den Wänden der benachbarten Häuser verbunden ist, erhöhte die Komplexität der zu sanierenden Statik und damit den Sanierungsaufwand.

Mit der Entfernung des wuchernden Grüns wurde der weitere Verfall zumindest gebremst.Die Jakobstreppe ist wieder sichtbar Westdeutsche Zeitung (online) vom 13. Mai 2017

Sanierung 2024 Im August 2023 wurde bekannt, dass die Sanierung der Jakobstreppe für 2024 geplant sei. Tatsächlich wurde nach der obligatorischen öffentlichen Ausschreibung der Auftrag Anfang 2024 an ein Bauunternehmen aus Weimar vergeben. Im Einzelnen umfassten die Baumaßnahmen zur denkmalgerechten Sanierung die Instandsetzung der Entwässerungsrinne, die Erneuerung der Fundamente und den Austausch der Stufen und Podeste. Die neuen Stufen bestehen aus Ruhrsand-Naturstein. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2024 und endeten wie geplant zum Jahresende 2024.

Dennoch konnte die erneuerte Jakobstreppe nicht der Öffentlichkeit übergeben werden, da die historischen Handläufe noch fehlten. Einen Restaurator für diese zu finden, erwies sich als schwierig, denn die 63 denkmalgeschützten Geländer-Elemente waren viel stärker als erwartet korrodiert. Dies verfünffachte die Kosten ihrer Restaurierung auf mehr als eine Viertelmillion Euro und verlängerte den Sanierungszeitraum um eineinhalb Jahre. Seit Anfang Juli 2026 ist die Jakobstreppe wieder nutzbar.

Die Sanierungskosten betrugen rund 1 Million Euro, wovon ca. 400.000 Euro im Rahmen einer Förderung durch den Bund übernommen wurden.

Siehe auch Jakobsleiter Liste von Treppen in Wuppertal

Weblinks

Einzelnachweise

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