mini|Kirche Notre-Dame-d’Espérance

Montbrison ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Montbrison. Das Bureau centralisateur des gleichnamigen Kantons befindet sich in Montbrison. Die Bewohner werden Montbrisonnais und Montbrisonnaises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.

Geografie Montbrison liegt an der Grenze zur Ebene von Forez, am Fuß der Monts du Forez, 30 Kilometer von Saint-Étienne entfernt. Die Stadt wird vom Fluss Vizezy durchquert, im südlichen Bereich verläuft sein Zufluss Moingt.

Geschichte Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 870. Unter den Grafen von Forez wurde Montbrison Hauptort der Grafschaft. Im Verlauf des Hundertjährigen Kriegs wurde der Ort befestigt. Unter König Franz I. kam Montbrison an die Krone Frankreichs.

Von Montbrison nach Montrond-les-Bains verlief von 1839 bis 1848 die erste, damals noch von Pferden gezogene Straßenbahn Europas (→ Straßenbahn Montbrison–Montrond).

Zum 1. Januar 2013 wurde die Gemeinde Moingt, seit 1973 assoziiert, nach einer Volksabstimmung endgültig eingemeindet. Moingt geht auf einen gallo-römischen Badeort, Aquae Segetae, aus dem 1. und 2. Jahrhundert zurück. Reste des römischen Theaters sind noch zu sehen.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017 Einwohner 10.697 11.213 12.451 13.280 14.064 14.589 15.127 15.641 Quellen: Cassini und INSEE

Bildung und Kultur Das in einem früheren Hôtel particulier am Boulevard de la Préfecture untergebrachte Musée d’Allard zeigt Ausstellungen zur Natur- und Kunstgeschichte sowie eine Spielzeugsammlung.Webseite der Gemeinde Montbrison

Verkehr Montbrison hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Clermont-Ferrand–Saint-Just-sur-Loire, der im Regionalverkehr von Zügen des TER Auvergne-Rhône-Alpes zwischen Saint-Étienne Châteaucreux und Boën-sur-Lignon bedient wird.

Sehenswürdigkeiten Die gotische Stiftskirche Notre-Dame-d’Espérance wurde in den Jahren 1223 bis 1466 erbaut und steht als Monument historique (seit 1840) unter Denkmalschutz..

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Montbrison

Städtepartnerschaften Mit der slowenischen Stadt Sežana sowie der deutschen Stadt Eichstätt"Ein Traum ist wahr geworden", Eichstätter Kurier vom 5. Juli 2019; Zugriff am 6. Juli 2019 besteht jeweils eine Städtepartnerschaft.

Persönlichkeiten Geboren in Montbrison Barthélemy Parrocel (um 1595 – um 1660), Maler Claude d’Apchon (1721–1783), Bischof und Erzbischof Marie Lavoisier (1758–1836), Chemikerin, Illustratorin und Salonnière Michael Portier (1795–1859), römisch-katholischer Geistlicher, erster Bischof von Mobile (USA) Victor de Laprade (1812–1883), Dichter Camille de Meaux (1830–1907), Politiker Marie-Alain Couturier (1897–1954), Dominikaner, Glasmaler und Kunstkritiker Pierre Boulez (1925–2016), Komponist Yves Triantafilos (* 1948), Fußballspieler Muriel Robin (* 1955), Komikerin und Schauspielerin Christophe Agou (1969–2015), Fotograf Pierrick Cros (* 1992), Fußballspieler Guillaume Cizeron (* 1994), Eiskunstläufer, Welt- u. Europameister im Eistanz Hugo Grenier (* 1996), Tennisspieler

Literatur Christian Bec: Montbrison et sa région. Horvath, 1985. Claude Latta: Histoire de Montbrison. Horvath, 1994.

Weblinks

Illustration von Frans Hogenberg von 1570: Hauptman von Kunig Baron des Andrets gnant, Gwint Montbrison mitt sturmender Hant, … ()

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Unterpräfektur in Frankreich Kategorie:Ersterwähnung 870

Kategorie:Stadt in Frankreich