Kuji (jap. , -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Iwate auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Die Stadt ist für ihre reichen Bernsteinvorkommen (Kuji-Bernstein) bekannt. In der Gemeinde befindet sich mit dem Bernsteinmuseum Kuji (, Kuji Hakubutsukan), das einzige Museum dieser Art in Japan.

Geographie Kuji liegt nördlich von Morioka und südlich von Hachinohe am Pazifik.

Geschichte Die Stadt Kuji wurde am 3. November 1954 aus den ehemaligen Kleinstädten (chō) Kuji (, -chō) und Osauchi (, -chō), sowie den Dörfern (mura) Okawame (, -mura), Natsui (, -mura), Samuraihama (, -mura), Ube (, -mura) und Yamane (, -mura) des Landkreises Kunohe gegründet.

Erdbeben- und Tsunamikatastrophen +Vergleich der Bilanzen von völlig zerstörten Häusern und Opfern in Kuji für die Katastrophen von 1896, 1933, 1960 und 2011 (Online veröffentlicht am 15. August 2017). Mit Verweis auf: Tadashi Nakasu, Yuichi Ono, Wiraporn Pothisiri: Forensic investigation of the 2011 Great East Japan Earthquake and Tsunami disaster: a case study of Rikuzentakata, Disaster Prevention and Management, 26 (3) (2017), S. 298–313, DOI: 10.1108/DPM-10-2016-0213. Katastrophenereignis Völlig zerstörte Häuser Zahl Todesopfer Quelle Meiji 1896 (Erdbeben und Tsunami) 180 494 Shōwa 1933 (Erdbeben und Tsunami) 117 27 Chile 1960 (Erdbeben und Tsunami) 1 0 Tōhoku 2011 (Erdbeben und Tsunami) 65 5 Anmerkung: Der Zahl der Todesopfer für die Tōhoku-Katastrophe 2011 errechnet sich aus den Gesamtzahlen der Toten und Vermissten des 153. FDMA-Schadensberichts vom 8. März 2016 abzüglich der Zahlenangaben katastrophenbedingter Todesfälle,Mit dem Ausdruck „disaster-related deaths“ hat die Wiederaufbaubehörde (Reconstruction Agency) offiziell eine Kategorie für solche Fälle definiert, in denen der Tod Folge indirekter Schäden war, die durch Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe verursacht waren. (Quelle: (Online veröffentlicht am 22. Dezember 2017); Lizenz: Creative Commons Attribution Non Commercial (CC BY-NC 4.0).) die von der Wiederaufbaubehörde (Reconstruction Agency, RA) ermittelt wurden. Die Naturkatastrophe des Tōhoku-Erdbebens am 11. März 2011 mit dem nachfolgenden Tsunami forderte in Kuji 4 Tote und 2 Vermisste. 65 Wohngebäude wurden völlig und 213 weitere teilweise zerstört. (), 総務省消防庁 (Fire and Disaster Management Agency), 157. Bericht, 7. März 2018.

Verkehr Zug: JR Hachinohe-Linie Straße: Nationalstraße 45, 281, 395

Städtepartnerschaften

Klaipėda, Litauen Franklin, Indiana, USA

Weblinks

岩手県地震・津波シミュレーション及び被害想定調査 (Übersicht zur Erdbeben-/Tsunami-Simulation und Schadensprognose für Iwate): 岩手県津波浸水予測図(久慈市) (Tsunami-Inundationsprognose-Diagramm der Präfektur Iwate für die Stadt Kuji), www2.pref.iwate.jp (Präfektur Iwate). Eine Druckversion mit weiterführenden Informationen ist verfügbar als: (PDF), www2.pref.iwate.jp (岩手県), November 2004 (überarbeitet: Februar 2006). Die Tsunamigefährdungskarte beruht mit ihren Tsunamiüberflutungsangaben auf drei Tsunami-Simulationen (1. historischer Meiji-Sanriku-Tsunami, 2. historischer Showa-Sanriku-Tsunami und 3. vorhergesagter Miyagi-Oki-Erdbeben-Tsunami). Die Karte des Kokudo Chiriin (国土地理院, Geographical Survey Institute=GSI) ist im Maßstab 1:25000 erstellt und für den Ausdruck im Papierformat A3 bestimmt. Die Studie zur Schadensprognose wurde von der Präfektur Iwate im Jahr 2003 und 2004 durchgeführt. 10万分1浸水範囲概況図, 国土地理院 (Kokudo Chiriin, Geospatial Information Authority of Japan, ehemals: Geographical Survey Institute = GSI), www.gsi.go.jp: 地理院ホーム > 防災関連 > 平成23年(2011年)東北地方太平洋沖地震に関する情報提供 > 10万分1浸水範囲概況図: Das GSI veröffentlicht an dieser Stelle eine Landkarte mit Kuji (浸水範囲概況図4), auf der die vom Tōhoku-Tsunami 2011 überfluteten Gebiete auf Grundlage von Auswertungen von Luftbildern und Satellitenaufnahmen eingezeichnet sind, soweit dies möglich war.

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Ort in der Präfektur Iwate Kategorie:Ort mit Seehafen