mini|Am Ubangi in der Nähe Banguis
Bangui ([], , ) ist die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Mit 833.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt sowie das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Sie ist die Hauptstadt der Präfektur Bangui, die außer Bangui noch zwei Vorstädte umfasst.
Geographie Die Stadt liegt im Südwesten des Landes am Fluss Ubangi an einer Stelle, wo mehrere Stromschnellen die kommerzielle Schifffahrt flussaufwärts einschränken. Der Ubangi bildet an dieser Stelle die Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo.
Bevölkerung Die Bevölkerung stieg von 42.000 Einwohnern im Jahre 1950 auf knapp 833.000 im Jahre 2017 an. Zahlen sind Schätzungen und haben eine hohe Unsicherheit.
+Bevölkerungsentwicklung der Agglomeration laut UNJahrEinwohner1950 42.0001960 94.0001970 204.0001980 347.0001990 467.0002000 579.0002010 717.0002017 833.000
Stadtgliederung
Bangui wird verwaltungsmäßig in acht Arrondissements gegliedert (mit der Bevölkerung zur Volkszählung 8. Dezember 2003):GeoHive mini|hochkant=1.6|Arrondissements und Quartiers in der Agglomeration von Bangui +Arrondissements von Bangui Nr. Name Flächekm² Bevölkerung8. Dez. 2003 Anzahlquartiers Koordinaten 1er Balabala Oko 8,08 11.833 15 2e Balabala Ôta 5,48 65.391 26 3e Balabala Usé 5,10 98.398 29 4e Balabala Usiô 11,10 99.643 30 5e Balabala Oku 6,40 135.141 27 6e Balabala Ômènè 6,70 85.320 22 7e Balabala Mbarambara 17,92 46.708 38 8e Balabala Miombé 6,22 80.337 18 insgesamt Ville de Bangui 67,00 622.771 205
Die Arrondissements werden noch weiter in 16 groupements und darunter in 205 quartiers untergliedert.https://www.sangonet.com/afriqg/PAFF/Dic/HistoireRCA/bangui-121ans.pdf BANGUI EST-IL NOTRE AVENIR? 26 juin 1889-26 juin 2010: Cent vingt et un ans.
Geschichte Die Stadt wurde 1889 als französischer Militärstützpunkt gegründet, welcher sich bereits 1898 während der Faschoda-Krise als strategisch wichtig zeigte. 1910 wurde die Stadt offiziell Hauptstadt von Ubangi-Schari, einer Provinz von Französisch-Äquatorialafrika. Ubangi-Schari wurde 1958 eine autonome Republik innerhalb der französischen Gemeinschaft, aus welcher 1960 die Zentralafrikanische Republik als unabhängiger Staat hervorging.Afroport.de - Afrikanische Länder: Zentralafrika
Im März 1986 stürzte ein französisches Kampfflugzeug über bewohntem Gebiet ab und tötete 35 Menschen. mini|Kathedrale von Bangui
Nach dem Putsch der Séléka-Rebellen kam es in Bangui zu Plünderungen und bewaffneten Übergriffen.taz.de 30. April 2013: Leibwächter schlafen im leeren Pool
Religion Bangui ist seit 1955 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Bangui, das aus einer 1909 errichteten Apostolischen Präfektur hervorgegangen war. Hauptkirche ist die Kathedrale Notre-Dame de l’Immaculée Conception (Unbefleckte Empfängnis Mariens).
Bildung In der Stadt befindet sich die Universität von Bangui, die 1969 gegründet wurde.Homepage der Universität Bangui Sie ist neben der internationalen Euclid-UniversitätHomepage der Euclid-Universität eine von zwei Universitäten des Landes.
Sehenswürdigkeiten Typisch für Bangui sind die breiten Straßen, den Stadtmittelpunkt bildet der Place de la République. Dort befindet sich ein Triumphbogen des ehemaligen Diktators und Kaisers Bokassa in römischem Stil. Ebenfalls sehenswert ist der Markt und die Avenue Boganda, beides Zentren afrikanischen Lebens.
Wirtschaft Wichtige Wirtschaftszweige der Stadt sind die Textilindustrie, die Produktion von Lebensmitteln, Bier, Säften, Gemüse und Seife. Exportiert werden Diamanten, Holz, Baumwolle sowie die Sisal-Agave.
Verkehr Bangui ist durch den Bangui M’Poko International Airport an den internationalen Flugverkehr angebunden. Fähren über den Ubangi verkehren nach Brazzaville und Zongo. Straßen verbinden die Stadt mit Kamerun, Tschad und dem Sudan.
Sport Bekannte Fußballclubs sind der UBSC Bangui, der Sportive Mouara Bangui, der Sodiam Sports Bangui und der Petroca AS Bangui.
Klima Bangui besitzt ein tropisches Klima mit einer Trockenzeit. Die Monate Dezember, Januar und Februar sind arid.
Sonstiges In einer Studie des Beratungsunternehmens Mercer zur Lebensqualität in 241 Städten der Welt belegte Bangui im Jahre 2023 den drittletzten Platz.
Söhne und Töchter der Stadt
Jean-Bédel Bokassa (1921–1996), Präsident und später Kaiser André Kolingba (1935–2010), Staatspräsident Élie Doté (* 1948), Politiker und Premierminister Faustin-Archange Touadéra (* 1957), Politiker und seit 2016 Präsident Anatole N'Kouet (1961–2017), Fußballspieler Anicet Lavodrama (* 1963), Basketballspieler Henri-Marie Dondra (* 1966), Politiker und Premierminister Nicaise Kibat (* 1966), Fußballspieler Bruno-Nazaire Kongaouin (* 1966), Basketballspieler Nathalie Tauziat (* 1967), französische Tennisspielerin Aubin-Thierry Goporo (* 1968), Basketballspieler Firmin Ngrébada (* 1968), Politiker Mickaël Conjungo (* 1969), Leichtathlet Richard Appora (* 1972), römisch-katholischer Ordensgeistlicher, Koadjutorbischof von Bambari Robert Dussey (* 1972), togoischer Philosoph, Hochschullehrer und Politiker Jean-Bédel Bokassa der Jüngere (* 1973), Thronfolger Hervé Youmbi (* 1973), Installations- und Videokünstler Maria-Joëlle Conjungo (* 1975), Leichtathletin Alain Azo (* 1977), Fußballspieler Foxi Kéthévoama (* 1986), Fußballnationalspieler David Boui (* 1988), Taekwondoin Manassé Enza-Yamissi (* 1989), Fußballspieler Elisabeth Mandaba (* 1989), Leichtathletin Mapou Yanga-Mbiwa (* 1989), französisch-zentralafrikanischer Fußballspieler Francky-Edgard Mbotto (* 1997), Leichtathlet Judith Mbougnade (* 1998), Boxerin Sterling Yateke (* 1999), Fußballspieler Goduine Koyalipou (* 2000), französischer Fußballspieler Peter Guinari (* 2001), Fußballnationalspieler Usman Simbakoli (* 2001), Fußballspieler
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Zentralafrikanischen Republik Kategorie:Hauptstadt in Afrika Kategorie:Ort in Afrika Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt