Das Iota bzw. Jota (altgriechisches Neutrum , „der kleinste Buchstabe“ nach Matthäus 5, 18, neugriechisch (Dimotiki) , Majuskel Ι, Minuskel ) ist der 9. Buchstabe des griechischen Alphabets und hat nach dem milesischen System den Zahlwert 10. Er wurde in der Antike wie heute identisch, nämlich [] ausgesprochen; von ihm stammt der lateinische Buchstabe i ab.
Biblischer Kontext In heißt es:
Die ursprüngliche Bedeutung ‚der kleinste Buchstabe‘ wird also im Neuen Testament im übertragenen Sinne ‚etwas sehr Geringes‘ verwendet.
Literarischer Kontext Im literarischen Kontext findet der Begriff häufig Verwendung. So legt beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe in Wilhelm Meisters Lehrjahre im Vierten Buch, 16. Kapitel dem Protagonisten Folgendes in den Mund: „Beste Freundin“, versetzte Wilhelm, „ich kann auch hier nicht ein Jota nachgeben.“ Sowie in seinem Stück Faust. Eine Tragödie, Studierzimmer, im Gespräch zwischen Mephistopheles und Schüler: „Mit Worten läßt sich trefflich streiten, Mit Worten ein System bereiten, An Worte läßt sich trefflich glauben, Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.“
Herkunft Das Iota stammt, wie fast alle griechischen Buchstaben, von dem entsprechenden phönizischen Buchstaben, in diesem Falle Jod, ab. alternativtext=𐤁|links|148x148px alternativtext=𐤁|links|137x137px
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Griechischer Buchstabe