mini|Die Kapelle in Meitze

Meitze ist ein Ortsteil der Gemeinde Wedemark in Niedersachsen mit etwa elf Quadratkilometer Fläche. Die Landschaft wird hauptsächlich acker- und forstwirtschaftlich genutzt.

Geschichte Im Zuge der Kiesgewinnung wurden in Meitze aus den dortigen Kiesgruben bis zu deren Schließung im Jahre 2003 eine große Anzahl von Skelettresten der verschiedenen eiszeitlichen Tiere wie Mammut, Wollhaarnashorn, Pferd, Ren, Riesenhirsch und Bär geborgen und durch weitere Funde von Steinwerkzeugen (Artefakte) die Anwesenheit des frühen Menschen (Neandertalers) nachgewiesen.Die Kunde, Niedersächsischer Landesverein für Frühgeschichte, Neue Folge 44, Jahrgang 1993, Seite 1–26

Meitze entstand am Kreuzungspunkt zweier Handelswege, dem Hessenweg und dem Bremerweg. An der Kreuzung, die sich symbolisch im Wappen wiederfindet, bildete sich Meitze als ein bekannter Marktort. Der Ort wurde erstmals 1330 als „Metce“ urkundlich genannt. 1438 wurde Meitze als „Metzenne“ in einem Schatzregister genannt. Um 1791 hatte sich der Name „Meitze“ durchgesetzt. Im 18. Jahrhundert kreuzten sich in Meitze zwei wichtige Handelsstraßen. 1921 wurde der Schützenverein gegründet. 1930 folgte die Freiwillige Feuerwehr. 1959 wurde die neue Kapelle geweiht.

Am 1. März 1974 wurde Meitze in die neue Gemeinde Wedemark eingegliedert.

Politik Ortsrat Der Ortsrat verantwortet die beiden Ortsteile Elze und Meitze gemeinsam und besteht aus vier Ratsfrauen und fünf Ratsherren.Ortsrat von Elze und Meitze. Auf: Internetseite der Gemeinde Wedemark – Ortschaften Elze und Meitze, abgerufen am 20. Juli 2017 SPD: 4 Sitze CDU: 3 Sitze Grüne: 1 Sitz WGW: 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister Der Ortsbürgermeister ist Jürgen Benk (SPD), vertreten wird er durch Till Reichenbach (CDU).

Wappen Der Entwurf des Kommunalwappens von Meitze stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover erschaffen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Lüneburg am 14. Dezember 1966 erteilt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Der Meitzer Storch auf dem Nest über der ehemaligen Bäckerei Das Ortsbild ist vor allem durch die kopfsteingepflasterte Dorfstraße und viele alte Fachwerkhäuser im Ortskern geprägt. Weiterhin finden sich viele sehr alte und entsprechend große Bäume (größtenteils Eichen) im Ort und der Umgebung. Auf dem Schornstein eines Gebäudes nisten regelmäßig Weißstörche. Im Norden in Richtung Elze befindet sich ein Windpark mit insgesamt zwölf Windkraftanlagen.

Baudenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Windpark bei Meitze und Elze An der südöstlichen Grenze von Meitze befindet sich ein Betonsteinwerk sowie ein Fahrzeugteile-Service. Beide Unternehmen profitieren von der nahen Autobahn.

Etwa einen Kilometer von Meitze entfernt verläuft die Bundesautobahn 7, die nächste Anschlussstelle ist die rund einen Kilometer entfernte Anschlussstelle 52 (Mellendorf). Meitze ist durch eine Buslinie mit Mellendorf und Elze/Bennemühlen verbunden.

Bis 1967 hatte Meitze eine eigene Grund- und Hauptschule, diese wurde allerdings aus Schülermangel geschlossen.

Weblinks

Gemeinde Wedemark

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Wedemark Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Region Hannover) Kategorie:Ersterwähnung 1330 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974