Der Klaus-Grohe-Preis (bis 2019 Klaus-Grohe-Preis für medizinische Chemie) ist ein deutscher Wissenschaftspreis.

Ziel des Preises war die Auszeichnung von „hochqualifizierten jungen Menschen, die sich dem anspruchsvollen interdisziplinären Wissenschaftsfeld der Medizinischen Chemie/Wirkstoffforschung zuwenden“. Es sollten herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler (Doktoranden sowie Postdoktoranden) an in- und ausländischen (europäischen) Forschungsstätten ausgezeichnet werden.

Mit der Umbenennung 2020 wird der Preis für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wirkstoffforschung“ vergeben, er ist also kein Nachwuchspreis mehr. Der Preis war nun mit 50.000 Euro dotiert und wurde 2026 auf 75.000 Euro erhöht.

Geschichte 2001 gründete der ehemalige Leiter des Zentrallabors der Bayer AG in Leverkusen Klaus Grohe gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva die Klaus-Grohe-Stiftung bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Das Stiftungsvermögen beträgt 200.000 Euro. Ziel der Stiftung ist es, hochqualifizierte Wissenschaftler für die Wirkstoffforschung zu interessieren. 2004 wurden zum ersten Mal drei junge Forscher für herausragende Doktorarbeiten mit dem mit 2.000 Euro dotierten Klaus-Grohe-Preis für medizinische Chemie ausgezeichnet. Außerdem stiftete Grohe mit seiner Ehefrau den mit 20.000 Euro dotierten Eva und Klaus Grohe-Preis,Pressemitteilung vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie in NRW: Langjähriger Bayer-Chemiker für herausragende Leistungen ausgezeichnet / Innovationsministerium verleiht Professorentitel an Dr. Klaus Grohe vom 8. Juni 2010 der von 2003 bis 2015 von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an herausragende junge Wissenschaftler verliehen wurde.

Seit 2026 schreibt die Stiftung zwei Preise aus, den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie, der mit 75.000 € dotiert ist und alle zwei Jahre verliehen wird, und den Klaus-Grohe-Förderpreis für Medizinische Chemie, mit dem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an europäischen Forschungseinrichtungen unterstützt werden sollen. Dieser Preis ist mit 25.000 € für Forschungszwecke dotiert.

Preisträger

Klaus-Grohe-Preis für medizinische Chemie (2004–2019) 2004: Laurent Bialy, Southampton/UK; Thilo J. Heckrodt, Berkeley/USA; Daniel Summerer, La Jolla/USA 2005: Frank Böckler, Erlangen-Nürnberg; Dirk Gottschling, Wuppertal; Sarah Ulmschneider, Ludwigshafen 2006: Carl Friedrich Nising, Cambridge/USA; Daniel B. Werz, Zürich/Schweiz 2007: Tanja Gulder, Würzburg; Renata Marcia de Figueiredo, Aachen 2008: Paul Wilhelm Elsinghorst, Bonn; Carsten Vock, Saarbrücken 2009: Andreas Koeberle, Tübingen; Stefan Wetzel, Dortmund; Georg Wuitschik, Cambridge/UK 2010: Henning Jacob Jessen, Timo Schmiederer, Alexander Titz 2011: Ralph Holl, Simon Lucas 2012: Anke Roth, Marco Schmidt 2013: Rainer Wilcken, Bartlomiej Krawczyk 2014: Björn Over, Christian Kuttruff 2015: Jens Schmidt, Michael Wilsdorf, Gunther Zimmermann 2016: Nicole Nischan, Dietmar Weichert, Daniel T. Hog 2017: Tristan Gollnest, Cedric Hugelshofer 2018: Matthias Schiedel, Mateja Klika Škopić 2019: Annabelle Hoegl, Philipp Cromm

Klaus-Grohe-Preis (seit 2020) 2020: Stephan A. Sieber 2022: Raphaël Rodriguez 2024: Yimon Aye 2026: Edward Tate, Nicolas Winssinger

Einzelnachweise

Weblinks Klaus-Grohe-Stiftung (Gesellschaft Deutscher Chemiker)

Kategorie:Auszeichnung der Gesellschaft Deutscher Chemiker Kategorie:Erstverleihung 2004