Komaki (, -shi) ist eine Stadt wenige Kilometer nördlich von Nagoya in der Präfektur Aichi auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.
Der in der Stadt gelegene Berg Komaki wurde in der Schlacht von Komaki und Nagakute (1584) zwischen Toyotomi Hideyoshi und Oda Nobunaga als Schauplatz berühmt. Im Süden der Stadt befindet sich ein Teil des Flughafens Nagoya.
Geographie Komaki liegt ungefähr in der Mitte der Nōbi-Ebene. Das Stadtzentrum und der westliche Teil sind verhältnismäßig flach, wohingegen der Norden und der Osten durch einige Hügel geprägt ist.
Im Stadtgebiet sind unter anderem folgende kleinere Berge zu finden: mini|Berg Komaki Komaki-yama (): Ein 86 m hoher Berg, welcher komplett als Park genutzt wird. Auf der Spitze befindet sich ein stadtgeschichtliches Museum. Der Berg umfasst ca. 600 Meter in der Ost-West- und 400 Meter in der Nord-Süd-Ausdehnung, mit einer Fläche von ca. 21 Hektar. Iwasaki-yama (): Ein Berg, welcher mit einer Höhe von 54,9 Metern im Nordteil der Stadtmitte gelegen ist. Hakusan (). Im Osten von Komaki gelegen, mit einer Höhe von 260 m. Er ist einer von den „drei Owari-Bergen“ ( Owari Sanzan; die anderen beiden sind Owari-fuji und Hongū-san in Inuyama).
200px|mini|Aise-gawa 200px|mini|Ōyama-gawa
Durch das Stadtgebiet fließen außerdem viele Flüsse und Bewässerungskanäle sowie einige Wasserbecken. Die größten Flüsse sind unter anderem der Aise-gawa () und der Ōyama-gawa ().
Angrenzende Städte und Gemeinden Komaki grenzt an die Städte Kasugai, Inuyama, Kōnan, Iwakura, Kitanagoya sowie die Dörfer Toyama und Ōguchi. mini|Rathaus
Geschichte Ursprung des Namens Der Name der Stadt leitet sich von Komaki-chō ab, dem Namen eines Dorfes vor der Gemeindezusammenlegung. Zu dem Namen Komaki an sich gibt es folgende Erklärungen: Früher reichte das Meer bis zum Berg Komaki. Nach einer Geschichte, dass die Seefahrer, die den Berg sahen und die Boote bestiegen, ihre Segel (ho) zusammenrollten (maku), erhielt der Berg den Namen Homaki-yama (). Daraus leitete sich anschließend Komaki ab. Da im Mittelalter in der Nähe ein Pferdemarkt durchgeführt wurde, wurde die Stadt Komaki (, koma ki, etwa „Pferde kommen“) genannt. Dies wurde später in anderer Schreibweise, allerdings gleicher Aussprache, als Komaki () geschrieben.
Chronik 1. Januar 1955: Die Dörfer Komaki-chō, Ajioka-mura und Shinooka-mura des Landkreises Higashi-Kasugai werden zu der Stadt Komaki-shi zusammengeschlossen. 1. September 1963: Der Großteil des Dorfes Kitasato-mura wird eingemeindet.
Verwaltung Wappen der Stadt Das Wappen stellt, von links gesehen, die Katakana コマキ (Komaki) dar. Außerdem soll das gesamte Wappen die Vorderseite eines Flugzeuges darstellen. Es wurde am 1. April 1955 beschlossen.
Einwohner Zum Zeitpunkt des 1. Januars 2008 betrug die Einwohnerzahl 153.341 Menschen. Die Anzahl der Männer betrug 77.892, die der Frauen 75.449. Es lebten ungefähr 10000 Ausländer in der Stadt, was einen Anteil von 5,8 % ausmacht. Die Hälfte (54 %) dieser Ausländer besitzt die brasilianische Staatsangehörigkeit, danach folgen Chinesen, Peruaner und Philippinen (jeweils ca. 10 %)
Jahr 1980 1985 1990 1995 2000 2005 Einwohnerzahl 103.233 113.284 124.441 137.165 143.122 147.182
Sehenswürdigkeiten mini|Mamakannon mini|Museum Komaki Menard-Kunstmuseum: Das Museum zeigt Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts von Künstlern aus Japan und Europa. Tagata-Schrein (, Tagata-jinja): Berühmt für das Fruchtbarkeitsfest Hōnen-Matsuri Mamakannon (): Berühmt als Japans einziger Tempel, der der weiblichen Brust gewidmet ist. Berg Komaki (, Komaki-yama): Auf ihm befand sich in der Vergangenheit die Burg Komaki, errichtet von Oda Nobunaga. Heute ist er zu einem Park umgestaltet worden. Auf seiner Spitze befindet sich nun ein stadtgeschichtliches Museum, mit einer Aussichtsplattform auf der Spitze. Schwimmbad Komaki (): Wird aus der Abwärme einer Müllverbrennungsanlage erwärmt.
Verkehr Straßenverkehr In Komaki treffen sich drei Autobahnen, was Komaki zu einem verkehrstechnisch sehr gut gelegenen Ort in der Region Chūbu macht.
Nationalstraßen 41, 155 Autobahnen: Meishin-Autobahn, Chūō-Autobahn, Nagoya-Autobahn Bahnverkehr mini|Bahnhof Komaki Durch das Stadtgebiet verläuft die Komaki-Linie der Bahngesellschaft Meitetsu vom Bahnhof Kami-Iida in Nagoya bis zum Bahnhof Inuyama. Folgende Bahnhöfe befinden sich auf dem Stadtgebiet:
Komakiguchi () Komaki () Komakihara () Ajioka () Tagata-jinja-mae ()
Von 1991 bis 2006 bestand der auf einem Viadukt verlaufende Peoplemover namens Peachliner zwischen dem Bahnhof Komaki und der Großwohnsiedlung Tōkadai New Town im Osten der Stadt. Sie wurde schließlich durch eine günstigere Busverbindung ersetzt.
Flugverkehr Ein Teil des Flughafens Nagoya liegt in Komaki, der größte Teil in der Gemeinde Toyoyama.
Wirtschaft In Komaki wurde in der Vergangenheit hauptsächlich Reis kultiviert, aber zusammen mit dem Ausbau des Straßennetzes und der Autobahnen hat sich Komaki als wichtiger Logistikstandort in der Nähe der Großstadt Nagoya entwickelt. In letzter Zeit konnten besonders viele Fabriken angelockt werden. Firmen mit Hauptsitz in Komaki sind:
Aichi Yoke (, Aichi Yōku Kabushikigaisha), ein Joghurthersteller. Aoi Traffic (, Aoi Kōtsū Kabushiki-gaisha), ein Bus- und Taxiunternehmen. Como (, Kabushiki-gaisha Komo), eine Großbäckerei. Goyo Intex (, Goyō Intekkusu Kabushiki-gaisha), ein Gardinen- und Einrichtungshaus. Sanyu Industries (, Sanyū Kōgyō Kabushiki-gaisha), ein Maschinenhersteller. santec, ein Hersteller für optische Messinstrumente. Tsunoda (, Kabushiki-gaisha Tsunoda), eine Immobilienvermietung und Fahrradhersteller. Noda Screen (, Kabushiki-gaisha Noda Skurīn), ein Hersteller von Fertigungsmaschinen und Materialien.
Trotzdem ist das wirtschaftliche Zentrum der Region die nahe gelegene Großstadt Nagoya, so dass eine große Anzahl Pendler ihre Arbeitsplätze dort haben.
Söhne und Töchter der Stadt Kōhei Hirate (* 1986), Rennfahrer
Städtepartnerschaften Wyandotte (Michigan) Anyang (Südkorea) Yakumo, Hokkaidō (Japan)
Literatur S. Noma (Hrsg.): Komaki. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 821.
Weblinks
Kategorie:Ort in der Präfektur Aichi