mini|Wulf Gallert, 2025 Wulf Gallert (* 22. Juni 1963 in Havelberg, Bezirk Magdeburg) ist ein deutscher Politiker (Die Linke) und seit 2016 Vizepräsident des Landtags von Sachsen-Anhalt, dem er seit 1994 angehört. Er war von 2004 bis 2016 Oppositionsführer im Landtag und mehrfach Spitzen- bzw. Ministerpräsidentenkandidat seiner Partei bei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf Nach seinem Abschluss der Polytechnischen Oberschule 1979 wurde er zu den Grenztruppen der DDR eingezogen und unterstand dem Schießbefehl, dem er heute ablehnend gegenübersteht.TV-Interview: „Ein Tag mit Wulf Gallert“. (Quelle: youtube) Danach begann er ein Lehrerstudium, in dessen Rahmen er 1983 ein Staatsexamen am Institut für Lehrerbildung Magdeburg erlangte. Zwischen 1983 und 1990 arbeitete er als Grundschullehrer. 1990 erhielt er den Abschluss zum Diplompädagogen an der Pädagogischen Hochschule Leipzig. Nach der Wende studierte er von 1990 bis 1993 an der Universität Magdeburg Politikwissenschaften und leitete anschließend bis 1994 das Jugendzentrum Havelberg.

Gallert ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er wohnt in Magdeburg.

Partei 1986 trat Gallert in die SED ein. Quelle: Homepage Wulf Gallert Ab 1990 war er für vier Jahre Mitglied im Vorstand des PDS-Kreisverbands Havelberg und ab 1992 Vorstandsvorsitzender. Seit der Verschmelzung von Linkspartei.PDS und WASG am 16. Juni 2007 ist Gallert Mitglied der Partei Die Linke. Seit Juni 2022 ist Gallert Mitglied des Parteivorstandes der Linken.

Abgeordneter Gallert wurde bei den Kommunalwahlen 1990 in den Kreistag Havelberg gewählt, wo er Vorsitzender der PDS-Fraktion wurde. 1994 wurde er in den Kreistag Stendal gewählt, dem er bis 1999 angehörte.

1994 wurde Gallert erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt, in welchem er bis Juni 2004 als Parlamentarischer Geschäftsführer der PDS-Fraktion amtierte. Zusammen mit seinem SPD-Kollegen Jens Bullerjahn organisierte Wulf Gallert den Zusammenhalt der von der PDS tolerierten Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Reinhard Höppner (1994–2002), dem Magdeburger Modell (Kabinette Höppner I und II).

2004 übernahm Gallert den Fraktionsvorsitz und wurde somit Oppositionsführer gegen die von Ministerpräsident Böhmer geführte Landesregierung von CDU und FDP (2002–2006). Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2006 kandidierte er als Spitzenkandidat der Linkspartei.PDS und erreichte mit seiner Partei knapp vor der SPD das zweitbeste Wahlergebnis. Auf Koalitionsangebote von Gallert ging die SPD nach der Landtagswahl nicht ein, sondern trat in eine von Wolfgang Böhmer geleitete Regierung der Großen Koalition (CDU/SPD) ein, in der Jens Bullerjahn Finanzminister wurde.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2011 trat Gallert als Spitzenkandidat der Linken an. Er hatte die Kandidatur mit dem erklärten Ziel übernommen, die Nachfolge des scheidenden Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer antreten zu wollen. Seine Partei erhielt 23,7 % der Wählerstimmen (weniger als 2006), 8,8 Prozentpunkte weniger als die CDU.Endgültiges Ergebnis, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Dabei kandidierte er im Magdeburger Süden (Landtagswahlkreis 13) für ein Direktmandat, unterlag jedoch dem etablierten Abgeordneten Dieter Steinecke (CDU), der mit 33,5 % der Wählerstimmen vor Gallert (26,6 %) und SPD-Landeschefin Katrin Budde (24,8 %) lag.Endgültiges Ergebnis für Landtagswahlkreis 13 Magdeburg IV, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt. Am 22. März 2011 wurde Gallert von den 29 Mitgliedern der Linke-Fraktion einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt.

Im Februar 2015 nominierte der Landesvorstand der Linkspartei Gallert als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016. In: MDR.de, 17. Februar 2015.FAZ.net 26. Februar 2016: Ein Opfer der Flüchtlingskrise Nach den dabei erlittenen Verlusten (−7,4 Prozentpunkte auf 16,32 %) seiner Partei trat er am 14. März 2016 als Fraktionsvorsitzender zurück. Am 12. April 2016 wurde er zum Vizepräsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 wurde er erneut zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 kandidierte er nicht erneut.

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Persönliche Homepage.

Belege

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