Roeland Wiesnekker [] (* 25. November 1967 in Uster bei Zürich) ist ein niederländisch-schweizerischer Film- und Theaterschauspieler.
Leben Roeland Wiesnekker, in der Schweiz geborener Sohn niederländischer Eltern, begann nach Beendigung der ersten Sekundarschule 1983 eine Lehre zum Koch, die er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach. Auch eine Ausbildung im Pflegebereich verwarf er nach ersten Erfahrungen im Krankenhaus und arbeitete stattdessen als Hilfskoch in einer Gassenküche für Bedürftige, eine Erfahrung, die ihn nach eigenem Bekunden tief prägte. Schließlich besuchte er von 1986 bis 1989 die Schauspielakademie Zürich., abgerufen am 17. Januar 2022
1990 wurde er für seine Darstellung des „Pjotr“ in Gorkis Die Letzten in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute auf den zweiten Platz in der Kategorie „Deutscher Nachwuchsschauspieler des Jahres“ gewählt. Seit 1990 ist Wiesnekker als freischaffender Schauspieler tätig, unter anderem 1997 am Schauspielhaus Zürich als Marquis Clitandre in Molières Der Menschenfeind.Stenzl, Tanja: Roeland Wiesnekker, in: Kotte, Andreas (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2101–2102.
Wiesnekker spielte in diversen Filmen mit, unter anderem 1991 in Eurocops mit Barbara Rudnik. Ab Sommer 2004 wirkte er in der Schweizer Erfolgssoap Lüthi und Blanc mit. 2005 erhielt Wiesnekker den Schweizer Filmpreis als Bester Hauptdarsteller für seine Rolle des Herbert Strähl in Strähl. Für sein Spiel in Der Fürsorger oder Das Geld der Anderen wurde er 2010 erneut für den Schweizer Filmpreis als Bester Darsteller nominiert. Von 2015 bis 2016 spielte er den Kommissariatsleiter Henning Riefenstahl des Duos Janneke und Brix im Frankfurter Tatort.Roeland Wiesnekker in der IMDb
Wiesnekker spricht Deutsch, Schweizerdeutsch, Niederländisch, Englisch und Französisch.
Filmografie (Auswahl) Kinofilme
Fernsehen
Theaterrollen (Auswahl) 1989: Die Letzten (Regie: Andrea Brett) Schauspielhaus Bochum 2002: Heinrich IV (Regie: Stefan Pucher), Schauspielhaus Zürich 2004: Clockwork Orange (Regie: Michel Schröder), Fabriktheater Zürich 2004: Nur noch heute (Regie: Barbara David Brüesch), Theaterhaus Gessnerallee Zürich und Sophiensæle Berlin
Auszeichnungen 2005: Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Strähl 2007: Deutscher Fernsehkrimipreis – Sonderpreis für seine Hauptrolle in Blackout – Die Erinnerung ist tödlich 2008: Film- und Videofestival Montecatini (Italien) – Bester Schauspieler für Auf der Strecke 2008: Kurzfilmfestival „Expresion en corto“ (Mexico) – Spezial prize for best actor für Auf der Strecke 2009: Oscar-Nominierung für Auf der Strecke in der Sparte Bester Kurzfilm 2010: Nominierung für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Der Fürsorger 2014: Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Bester Schauspieler für Spreewaldkrimi – Mörderische Hitze (ZDF) 2014: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Bester Schauspieler für Spreewaldkrimi – Mörderische Hitze (ZDF)
Literatur
Weblinks
Offizielle Webpräsenz Agenturprofil bei der Agentur Die Agenten Roeland Wiesnekker bei castupload.com Artikel Simone Meier: Roeland Wiesnekker ist DER MANN: Filmstar, Koch für Drogensüchtige, Münzfälscher, Melancholiker – Er ist der Schweizer Schauspieler ohne Schweizer Pass. Er war mal Rudolf-Steiner-Schüler. Und einmal war er sogar wichtiger als Heidi Klum. Das alles erzählt er uns jetzt an den Solothurner Filmtagen, watson.ch, 28./29. Januar 2016
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Schweiz) Kategorie:Niederländer Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Mann