mini|hochkant=1.2|Das Sternentor: 1 = Chevrons; 2 = Anwahlring; 3 = Glyphen; 4 = Ereignishorizont

Stargate – Kommando SG-1 oder kurz Stargate SG-1 ist eine Military-Science-Fiction-Fernsehserie, die auf dem Kinofilm Stargate aus dem Jahr 1994 basiert. Die Serie erzählt die Abenteuer der Einsatzgruppe „SG-1“ – einer von mehreren SG-Einheiten –, die ferne Planeten besucht. Alle diese Welten befinden sich außerhalb des Sonnensystems und sind durch ein Netz aus Sternentoren, engl. Stargates, miteinander verbunden.

Die Serie wurde nach zehn Staffeln eingestellt. Bis dahin wurde sie vom Guinness-Buch der Rekorde als am längsten ohne Unterbrechung laufende Science-Fiction-Serie geführt.

Aufgrund des Erfolgs der Serie folgten bislang drei Ablegerserien: Stargate Atlantis und Stargate Universe sowie die Zeichentrickserie Stargate Infinity, deren Handlung aber nicht zum offiziellen Stargate-Kanon gehört. Weiterhin erschienen bisher zwei der Serie nachfolgende Direct-to-DVD-Produktionen: Stargate: The Ark of Truth und Stargate: Continuum. 2017 wurde eine Webserie mit dem Namen Stargate Origins produziert, die einige Handlungsstränge von Stargate aufgreift, jedoch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielt.

Handlung Namensgebend sowohl für den Film als auch für die Serie ist ein außerirdisches Gerät, das „Stargate“ (deutsch „Sternentor“) genannt wird. Mit ihm kann eine Wurmlochverbindung zu Stargates, die sich auf anderen Planeten befinden, aufgebaut werden. Durch das geöffnete Wurmloch ist – praktisch ohne Zeitverlust – eine Reise zu diesen Planeten möglich. Teams aus Soldaten und Wissenschaftlern erforschen die Planeten und halten nach fortschrittlicher Technik Ausschau. Diese Teams werden dabei ständig mit neuen Zivilisationen und Gefahren konfrontiert.

Ein Stargate besteht unter anderem aus einem ringförmigen Portal, das groß genug ist, um mehreren Personen gleichzeitig Durchlass zu gewähren oder größere Ausrüstungsgegenstände transportieren zu können. Eines von zwei irdischen Sternentoren befindet sich unter Kontrolle der United States Air Force in einem unterirdischen Atombunker in den Cheyenne Mountains im US-Bundesstaat Colorado. Das gesamte Projekt unterliegt strengster Geheimhaltung.

Beginn der Serie Die Handlung der Serie beginnt etwa ein Jahr nach den Ereignissen des Kinofilms. Die Erdbewohner glauben, es gäbe außer dem eigenen Stargate und dem auf dem Planeten Abydos, der laut Missionsbericht als zerstört gilt, kein weiteres mehr. Daher wird dem Sternentor auf der Erde wenig Beachtung geschenkt. Überraschend aktiviert es sich jedoch, und der Goa’uld Apophis tritt hindurch in die Militärbasis. Er tötet das Bewachungs-Team und entführt eine Soldatin. Daraufhin beruft die Air Force die Mitglieder der ersten Mission ein, darunter Colonel Jack O’Neill. Die Rekrutierten geben zu, nach ihrer Rückkehr nicht die Wahrheit berichtet zu haben: Da Ra besiegt war, hielten sie die Bedrohung für die Erde für abgewendet und zerstörten das Stargate auf Abydos nicht. Dr. Daniel Jackson blieb nach dem ersten Einsatz auf Abydos auf eigenen Wunsch wegen seiner Geliebten Sha’re zurück.

Als erneut Abydos aufgesucht und dort mit Dr. Jackson Kontakt aufgenommen wird, berichtet er von seiner Entdeckung, dass es nicht nur die Tore auf der Erde und auf Abydos gebe, sondern ein ganzes System aus Sternentoren. Bald darauf greift Apophis auch Abydos an. Er entführt Jacksons Frau Sha’re und deren Bruder Ska’ara. Einer der schwer verwundeten Soldaten kann sich die Toradresse des Planeten merken, auf den sich Apophis nach seinem Angriff zurückzieht. Daher starten die Menschen eine Rettungsaktion. Als sich Apophis’ wichtigster Jaffa, der Primus Teal’c, auf die Seite der Menschen schlägt, gelingt es, die meisten der dort gefangen gehaltenen Menschen zu befreien, jedoch nicht Sha’re und Ska’ara. Diese werden zu neuen Wirten für Apophis’ Frau und Sohn.

Nun, da die Menschen wissen, dass die Erde durch die Goa’uld bedroht wird, beschließen sie, ein Stargate-Programm aufzubauen, das die anderen Welten untersuchen soll, um Waffen und Verbündete gegen die Goa’uld zu finden. Dafür besuchen die SG-Teams die Planeten, deren Toradressen Dr. Jackson während seiner Zeit auf Abydos auf einem Wandrelief gefunden hat.

Die SG-Teams sind Gruppen aus Soldaten und Wissenschaftlern. Wichtigstes Team ist SG-1, bestehend aus dem kommandierenden Offizier Jack O’Neill, der Soldatin und Physikerin Dr. Samantha Carter, dem Archäologen und Sprachwissenschaftler Dr. Daniel Jackson sowie dem Jaffa Teal’c.

Weitere Entwicklung Besonders die Folgen der frühen Staffeln sind weitgehend in sich abgeschlossen und handeln von Besuchen auf verschiedenen Planeten. Meist gerät das SG-1-Team dabei in Gefahr oder muss außerirdischen Völkern helfen. In den späteren Staffeln werden zunehmend größere Handlungsbögen aufgebaut.

Zunächst bleibt Apophis der gefährlichste Gegner der Menschen. Mit der Zeit stellt sich aber heraus, dass er nur einer von vielen Goa’uld ist, die fast die gesamte Milchstraße unter sich aufgeteilt haben. Die meisten dieser sogenannten Systemlords sind untereinander verfeindet.

SG-1 macht auch die Bekanntschaft der Tok’ra, die biologisch gesehen zwar ebenfalls Goa’uld sind, ihre menschlichen Wirte aber nicht unterdrücken. Die Tok’ra kämpfen gegen die Goa’uld, vermeiden es jedoch, einzelne Systemlords anzugreifen. Sie versuchen die Systemlords gegeneinander aufzubringen, damit diese sich durch Kämpfe gegenseitig schwächen. Im Gegensatz dazu schalten die Menschen in den mittleren Staffeln einige Systemlords aus. Das Ergebnis ist meistens, dass die Streitkräfte des Unterlegenen von einem anderen Goa’uld übernommen werden, wodurch der Menschheit ein noch gefährlicherer Gegner erwächst.

Ab der dritten Staffel treten die Replikatoren als neue Feinde auf. Dabei handelt es sich um Maschinen, die alles aus Metall Bestehende „fressen“, um sich selbst daraus replizieren zu können. Sie sind auch entscheidend an Apophis’ Tod beteiligt.

Eine weitere hochentwickelte Rasse sind die Asgard. Im Rahmen eines Planetenschutzabkommens schützen sie die Erde vor den Goa’uld, denen sie technisch weit überlegen sind. Als Gegenleistung hilft SG-1 den Asgard in Situationen, in denen diese physische Hilfe benötigen.

Die Staffeln sechs bis acht sind vom Kampf gegen den Goa’uld Anubis geprägt. Als er besiegt wird, spielen die Goa’uld praktisch keine Rolle mehr. Zudem wird mit der Entdeckung der verlorenen Stadt der Antiker am Ende der siebten Staffel die Grundlage für den Ableger Stargate Atlantis gelegt. Außerdem werden in der achten Staffel die Replikatoren endgültig besiegt.

In den letzten beiden Staffeln treten die Ori als neue Feinde auf. Diese kommen aus einer anderen Galaxie und beginnen sehr schnell und fast unaufhaltsam damit, die Milchstraße zu unterwerfen. Am Ende der zehnten Staffel gelingt es, sie mit Hilfe der Technik der Antiker zu vernichten; ihre menschlichen Krieger bleiben jedoch weiterhin eine Bedrohung.

→ Ein Überblick über alle Episoden findet sich unter Stargate – Kommando SG-1/Episodenliste.

Fortsetzungen Nach dem Ende der Serie erschienen bisher zwei Direct-to-Video-Filme: Der erste, Stargate: The Ark of Truth, setzt die Handlung um die Ori fort: Sowohl die Überbleibsel der Ori als auch ihre menschlichen Anhänger werden im Rahmen des Filmes besiegt. Der zweite, Stargate: Continuum, handelt von Ba’al, dem letzten noch bekannten Goa’uld-Systemlord. Kurz vor seiner geplanten Exekution verändert er mit einer Zeitmaschine die Zeitlinie, kann jedoch letztendlich besiegt werden. Ein dritter Film, Stargate: Revolution wurde angekündigt, mittlerweile aber vollständig auf Eis gelegt.

Geschichte Die erste Episode der Serie war der Pilotfilm Children of the Gods, der in den USA am 27. Juli 1997 auf dem Sender Showtime ausgestrahlt wurde. Nach vier Staffeln sollte die Serie ursprünglich eingestellt werden, schließlich wurde aber noch eine fünfte produziert. Dass später noch weitere Staffeln folgten, liegt daran, dass Stargate – Kommando SG-1 zum SciFi-Channel wechselte. Dort wurde die erste Folge der sechsten Staffel am 7. Juni 2002 ausgestrahlt. Mit der zehnten Staffel endete die Serie schließlich. Die letzte Folge Unending wurde erstmals am 13. März 2007 auf dem britischen Sender Sky1 gezeigt.

Ende von Stargate SG-1 Nach zehn Jahren Stargate SG-1 gab der SciFi-Channel bekannt, dass die Serie nicht mehr für eine weitere Staffel verlängert werde. Der Produzent Robert C. Cooper erklärte noch am selben Tag, dass er das Stargate-Franchise nicht sterben lassen wolle und dass Stargate SG-1 in irgendeiner Form fortgesetzt würde. gateworld.net (englisch) Zudem hatte die Absetzung von Stargate SG-1 keinen Einfluss auf die Fortführung des Ablegers Stargate Atlantis.

Am 11. Oktober 2006 gab MGM den Stargate-Produzenten die Genehmigung, zwei Stargate-SG-1-Filme zu produzieren, die direkt auf DVD vermarktet werden sollen. gateworld.net (englisch) Bei positiver Akzeptanz der Fans und entsprechenden Verkaufszahlen sind weitere Filme laut MGM durchaus denkbar. Der deutsche Titel der ersten DVD ist Stargate: The Ark of Truth – Die Quelle der Wahrheit und erschien am 2. Mai 2008. Bei der zweiten DVD wurde der englische Originaltitel Stargate: Continuum in der deutschen Fassung beibehalten. Erscheinungsdatum der US-Version war der 29. Juli 2008, für die deutsche Version der 12. September 2008.

Am 23. März 2007 kündigte Robert C. Cooper, Koproduzent von Stargate SG-1 und Stargate Atlantis, den Start einer dritten Stargate-Fernsehserie an. Nach der Absetzung von Stargate Atlantis nach fünf Staffeln am 21. August 2008 gab er bekannt, dass der SciFi-Channel eine erste Staffel der neuen Serie Stargate Universe bestellt habe. Der Start war ursprünglich für Anfang 2009 geplant, wurde dann jedoch auf Herbst 2009 verschoben.A R C H I V N E W S. Auf: stargate-project.de

Ausstrahlung im deutschsprachigen Raum In Deutschland wurden alle zehn Staffeln auf dem Privatsender RTL 2 gezeigt. Der Pilotfilm lief am 6. Januar 1999, die letzte Folge am 26. September 2007. Von der ersten bis zur sechsten Staffel war RTL 2 stets der erste Sender, der neue Folgen im deutschsprachigen Raum sendete. Ab der siebten Staffel liefen die Erstausstrahlungen jedoch bei dem österreichischen Sender ATV.

Besetzung Schauspieler Rolle deutsche Stimme Staffel Richard Dean Anderson Jonathan „Jack“ O’Neill (Colonel / Brigadier General / Major General / Lieutenant General) Erich Räuker 1–10 Amanda Tapping Dr. Samantha Carter (Captain / Major / Lieutenant Colonel / Colonel) Christin Marquitan 1–10 Christopher Judge Teal’c Tilo Schmitz 1–10 Michael Shanks Dr. Daniel Jackson Klaus-Peter Grap 1–10 Tony Amendola Bra’tac Reinhard Kuhnert 1–10 Gary Jones Walter Harriman (Chief Master Sergeant) Hans-Helmut Müller / Andreas Hosang 1–10 Don S. Davis George Hammond (Major General / Lieutenant General) Gerhard Paul (Staffel 1–9) Kaspar Eichel (Staffel 10) 1–10 Teryl Rothery Dr. Janet Fraiser (Captain / Major) Arianne Borbach 1–7, 9 Carmen Argenziano Jacob Carter / Selmak (Major General) Ernst Meincke 2–8 Corin Nemec Jonas Quinn Matthias Deutelmoser 5–7 Claudia Black Vala Mal Doran Katrin Zimmermann 8–10 Ben Browder Cameron Mitchell (Lieutenant Colonel / Colonel) Charles Rettinghaus 9–10 Beau Bridges Hank Landry (Major General) Norbert Gescher 9–10 Lexa Doig Dr. Carolyn Lam Silvia Mißbach 9–10

Hauptcharaktere Jack O’Neill mini|hochkant|Richard Dean Anderson

Richard Dean Anderson spielt die Rolle des Leiters des Stargate-SG-1-Teams und späteren Kommandanten des SGC. Sein Charakter Jonathan „Jack“ O’Neill musste im Vergleich zum Kinofilm Stargate leicht umbenannt werden. Daher hat man ihm ein zweites „l“ am Ende seines Nachnamens verpasst.