Lödla ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Rositz im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie liegt etwa 4 km westlich der Kreisstadt Altenburg.

Geografie mini|250px|links|Gemeindegliederung Lödla liegt im Altenburg-Zeitzer Lößhügelland. Durch den Ort fließt der Gerstenbach, ein Zufluss der Pleiße. Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Rositz, die Stadt Altenburg, Göhren und Monstab.

Gemeindegliederung Die Gemeinde Lödla setzt sich aus den Gemarkungen Oberlödla und Unterlödla zusammen. In der Gemarkung Oberlödla befinden sich die Siedlungen Rödigen, Wieseberg und Wilhelm-Pieck-Siedlung. Entsprechend der Hauptsatzung sind Oberlödla, Unterlödla, Rödigen und Wieseberg als Ortsteile ausgewiesen.

mini|Kirche Oberlödla

Geschichte Die Gemeinde Lödla im thüringischen Landkreis Altenburg entstand am 1. Juli 1950 durch Zusammenschluss der Gemeinde Oberlödla mit ihrem Ortsteil Rödigen mit der Gemeinde Unterlödla, wobei Oberlödla Hauptort der neuen Kommune blieb. In dieser Zeit wurde auch Wieseberg von Lossen nach Lödla umgegliedert. Nach der Bodenreform wurde östlich von Oberlödla am stillgelegten Herzog-Ernst-Schacht die Wilhelm-Pieck-Siedlung errichtet. Sie bestand aus zehn Neubauernstellen. Die Bauern gründeten bereits 1952 eine LPG vom Typ I, die sich später der vom Typ III in Monstab anschloss. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 wurde Lödla dem Kreis Altenburg im Bezirk Leipzig zugeteilt. 1953 endete der Braunkohlebergbau im Ortsteil Oberlödla. Im Hauptort Oberlödla wurde 1966 ein neuer Kindergarten errichtet.

Mit der Wiedererrichtung der Bundesländer im Jahr 1990 wurde Lödla mit dem Kreis Altenburg wieder dem Freistaat Thüringen zugeordnet. Seit der 1994 erfolgten Kreisgebietsreform in Thüringen gehört Lödla zum Landkreis Altenburger Land. In direkter Nähe zur Wilhelm-Pieck-Siedlung entstand das heute fast vollständig ausgelastete Gewerbegebiet der Gemeinde Lödla. Es befindet sich direkt an der B180 in unmittelbarer Nähe zum Stadtrand von Altenburg und beschäftigt rund 200 Arbeitnehmer.

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 747 1995: 776 1996: 785 1997: 800 1998: 816 1999: 828 2000: 815 2001: 817 2002: 813 2003: 787 2004: 786 2005: 787 2006: 784 2007: 779 2008: 754 2009: 734 2010: 715 2011: 709 2012: 707 2013: 700 2014: 702 2015: 703 2016: 692 2017: 698 2018: 706 2019: 706 2020: 714 2021: 715 2022: 706 2023: 721 2024: 723 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Der nordöstliche Rand von Oberlödla wird von der Bundesstraße 180 tangiert. Die ebenfalls nordöstlich am Ortsrand vorbeiführende Bahnstrecke Zeitz–Altenburg ist stillgelegt. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich heute in Altenburg. Dort besteht auch Anschluss an die S-Bahn Mitteldeutschland.

Wasserver- und Abwasserentsorgung Die Aufgaben der Wasserver- und Abwasserentsorgung hat die Gemeinde dem Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land übertragen.

Persönlichkeiten Karl von Poellnitz (1896–1945), Botaniker, Rittergutsbesitzer von Oberlödla und Ehrenmitglied der „Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes“

Politik Bürgermeister Bürgermeisterin war bis zur Wahl am 5. Juni 2016 die SPD-Politikerin Sabine Franke. Seitdem ist der auf der CDU-Liste kandidierende Torsten Weiß Amtsinhaber. Er setzte sich bei einer Wahlbeteiligung von 72,0 % (+ 23,8 %p) und einer Mehrheit von 55,1 % gegenüber seiner Mitbewerberin Ramona Meuschke von der SPD durch.Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen auf der Seite des Landeswahlleiters Thüringen, abgerufen am 31. Juli 2016

Gemeinderat Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

CDU/Wählergruppe Lödla – 3 Sitze (40,1) SPD – 4 Sitze (48,2 %) Unabhängige Wählergemeinschaft Lödla (UWL) – 1 Sitz (11,7 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 %.

Weblinks

Gemeinde Lödla bei der Verwaltungsgemeinschaft Rositz

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenburger Land Kategorie:Gemeindegründung 1950