Heldswil, schweizerdeutsch Heltschwiil,Heldswil Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020 ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft der Gemeinde Hohentannen im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Heldswil war 1816 bis 1998 eine Ortsgemeinde der Munizipalgemeinde Hohentannen. Am 1. Januar 1999 fusionierte die Ortsgemeinde Heldswil mit der Orts- und der Munizipalgemeinde Hohentannen zur politischen Gemeinde Hohentannen.

Geographie Heldswil liegt abseits der Verkehrswege auf einer Anhöhe zwischen dem Thur- und dem Aachtal. Zur Ortsgemeinde gehörten Heldswil mit den Weilern Hüttenswil und Bernhausen.

Geschichte mini|links|Heldswil in einer Aufnahme von Walter Mittelholzer aus dem 1924 mini|293px|Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1999 Der Ort wurde 759 als Heidolviswilare erstmals urkundlich erwähnt. Vor 1798 bildete Heldswil mit dem grösseren Teil von Buchackern und einem Teil von Götighofen das Niedergericht Heldswil in der Herrschaft Bürglen, während das Niedergericht Hüttenswil teils dem Abt von St. Gallen (Berggericht), teils zur Herrschaft Bürglen gehörte.

Kirchlich teilte Heldswil das Schicksal der Pfarrei Sulgen. Die 1489 in Heldswil geweihte Kapelle St. Katharina gehörte zum Chorherrenstift St. Pelagius in Bischofszell, das die Kollatur innehatte. 1566 zog das Stift die Pfründe wieder an sich.

Bis ins 19. Jahrhundert waren Reb- und Ackerbau sowie die Torfgewinnung vorherrschend, dann Vieh- und Milchwirtschaft sowie Obstbau. Um 1900 bot die Stickerei Nebenverdienste. 1940 bis 1947 erfolgte die Melioration des Riets. Obwohl sich in jüngerer Zeit einige Gewerbebetriebe angesiedelt haben, ist Heldswil ein Bauerndorf geblieben.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung von Heldswil Jahr 1850 1900 1950 1980 1990 2000 2010 20182023Ortsgemeinde 290 250 264 220 235 Ortschaft 107 163 268mit Aussenhöfen286 Quelle Von den insgesamt 286 Einwohnern der Ortschaft Heldswil am 31. Dezember 2023 waren 36 bzw. 12,6 % ausländische Staatsbürger. 108 (37,8 %) waren evangelisch-reformiert und 75 (26,2 %) römisch-katholisch.

Sehenswürdigkeiten Die Kapelle St. Katharina wurde kurz vor 1489 errichtet. Sie zeigt sich heute im neugotischen Stil aus dem Jahre 1850. Der Innenraum wird von den beiden Altarstatuen St. Agatha und St. Barbara geschmückt. Die Kapelle ist in der Liste der Kulturgüter in Hohentannen aufgeführt.Kapelle St. Katharina in Heldswil. Auf der Webseite der Gemeinde Hohentannen, abgerufen am 20. Februar 2020

Bilder

Einzelnachweise Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.

Anmerkungen

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Hohentannen Kategorie:Gemeindeauflösung 1998