Sigrid Göhler (* 8. November 1942 in Freiberg) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben Nach ihrer Schauspielausbildung an der Babelsberger Filmhochschule erhielt Göhler Rollen an Theatern in Brandenburg (Havel) und Halle/Saale sowie auch beim DEFA-Film. Gegen Ende der 1960er-Jahre war sie in Ost-Berlin überwiegend mit Fernseh- und Synchronarbeiten freischaffend tätig. Daneben trat sie im Fernsehtheater Moritzburg auf.
Bekanntheit erlangte sie vor allem mit der Rolle des Polizeileutnants Vera Arndt in der Krimireihe Polizeiruf 110 des DDR-Fernsehens, wo sie als eine der ersten Kriminalistinnen des deutschen Fernsehens zu den Ermittlern gehörte und in 48 Folgen von 1971 bis 1983 zum Einsatz kam. Nach weiteren TV-Produktionen in den 1980er-Jahren spielte sie Theater in Senftenberg und in Schwedt. Danach gab sie den Schauspielberuf auf. Einen Gastauftritt hatte sie im Jahr 2001 als Frau Raven in der Polizeiruf-Folge Kurschatten, einer Jubiläumsausgabe, die 30 Jahre nach Ausstrahlung der ersten Folge gesendet wurde. Göhler wirkte als Schauspielerin vor der Kamera von 1961 bis 2001 in über 20 Film-und-Fernsehproduktionen mit. Sie war zeitweise als Tierheilpraktikerin und später als Casting-Agentin für die Saxonia Media Filmproduktion tätig.
Sigrid Göhler wohnt seit 2007 in Kolberg in Brandenburg, bis zu dessen Tod am 11. Juni 2022 zusammen mit ihrem Mann, dem Schauspieler Peter Reusse.Auf dem Berg der Langsamkeit In: Märkische Allgemeine, 24. August 2016. Abgerufen am 30. September 2017. Aus der Ehe gingen die Tochter Bettina Reusse und der Sohn Sebastian Reusse hervor. Dieser sowie die Enkelin Linn Reusse, Tochter von Bettina Reusse, sind ebenfalls als Schauspieler tätig.
Filmografie 1961: Das Rabauken-Kabarett 1961: Das Märchenschloß 1962: Altweibersommer 1962: Die Nacht an der Autobahn 1963: Verliebt und vorbestraft 1963: Jetzt und in der Stunde meines Todes 1963: Drei Kriege – 1. Teil: Tauroggen 1964: Egon und das achte Weltwunder 1966: Es begann im Regen (Fernsehtheater Moritzburg) 1966: Der Neffe als Onkel (Fernsehtheater Moritzburg) 1968: Charleys neueste Tante (Fernsehtheater Moritzburg) 1968: Rote Bergsteiger (TV-Miniserie) 1968: Die Dienstfahrt 1968: Die Toten bleiben jung 1969: Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück 1969: Hans Beimler, Kamerad (TV-Mehrteiler) 1971: Der Sonne Glut 1971–1983: Polizeiruf 110 (Fernsehreihe, 48 Folgen) 1972: Gefährliche Reise (TV-Sechsteiler) 1974: Warum kann ich nicht artig sein? 1974/2011: Polizeiruf 110: Im Alter von … 1979: Die Ringe aus Zinn 1979: Herbstzeit 1981: Kein Tag ist wie der andere 1981: Schauspielereien – Die Liebe höret nimmer auf 1982: Endlich fliegen 1984: Mensch, Oma! (Fernsehserie, 2 Folgen) 2001: Polizeiruf 110: Kurschatten (Fernsehreihe)
Theater 1969: Klaus Wolf: Lagerfeuer (Frau Kramer) – Regie: Peter Kupke (Hans Otto Theater Potsdam)
Literatur Günter Helmes, Steffi Schültzke (Hrsg.): Das Fernsehtheater Moritzburg. Institution und Spielplan. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2003. ISBN 3-936522-99-5. Claudia Kusebauch (Hrsg.): Fernsehtheater Moritzburg II. Programmgeschichte. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2005. ISBN 3-86583-015-3. Claudia Kusebauch (unter Mitarbeit von Michael Grisko): Das Fernsehtheater Moritzburg – Programmchronologie. Ebd., S. 15–208.
Hörspiele 1970: Hans Christian Andersen: Das häßliche Entlein (Entenmutter) – Regie: Dieter Scharfenberg (Kinderhörspiel – Litera)
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