mini|hochkant=1.1|Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004 mini|hochkant=.7|Fussweg von Brè nach Cureggia mini|hochkant=.6|Oskar Brüch: Der Erzherzog Leopold Salvator von Österreich-Toskana. mini|hochkant=.6|Karlheinz Böhm 2009 bei der Verleihung des Save the World Award

Cureggia ist ein Quartier der Stadt Lugano im Schweizer Kanton Tessin.

Geographie Das einstige Dorf befindet sich auf einer Terrasse des Monte Boglia oberhalb des Kerngebietes von Lugano.

Geschichte Cureggia wurde 1329 erstmals als Curezia erwähnt. 1336 besass der Bischof von Como hier Grundbesitz. Der Besitz der Rusca aus Como gelangte 1454 durch Verkauf an die Gemeinde Sonvico. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kapelle San Gottardo (1561 erwähnt, 1591 wieder aufgebaut) ist seit jeher von der Pfarrkirche Santa Maria in der Ortschaft Pazzalino (Pregassona) abhängig. Das Bauerndorf Cureggia, eine der ärmsten und kleinsten Gemeinden des Kantons, wurde vermutlich von Familien aus Pregassona und Viganello gegründet, die den Berg bewirtschafteten und sich dort niederliessen. Viele Einwohner emigrierten, um ein Auskommen zu finden. Wie andere kleine Gemeinden verlieh Cureggia zu Beginn des 20. Jahrhunderts Tausenden von Ausländern das Bürgerrecht und erhöhte durch die Erhebung entsprechender Steuern seine Einkünfte. Das berühmte jährliche San-Gottardo-Kirchweihfest in Cureggia hat seine frühere Bedeutung verloren.

Die damals selbständige politische Gemeinde ging am 4. April 2004 zusammen mit Breganzona, Davesco-Soragno, Gandria, Pambio-Noranco, Pazzallo, Pregassona und Viganello in der Stadt Lugano auf.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten

Kirche San Gottardo, Architekt: Giacomo AlbertiSimona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 326. Ferienhaus, Architekt: Franco Ponti Betkapelle Brunnen-Waschanlage.

Pfarrei Parrocchia di Santa Maria Pazzalino Pregassona CureggiaParrocchia di Santa Maria Pazzalino Pregassona Cureggia auf portal.dnb.de (abgerufen am 22. November 2016).

Persönlichkeiten Oskar Brüch (1869–1943), Bildnismaler, ab 1919 in der Schweiz Vittore Frigerio (1885–1961), aus Cureggia, Journalist, Direktor der Tageszeitung Corriere del Ticino, Schriftsteller N. O. Scarpi alias Fritz Bondy (1888–1980), Schriftsteller, Redaktor und Übersetzer Michael Jary (1906–1988), deutscher Komponist und Dirigent, lebte in Cureggia Mario Agliati (1922–2011), Sekundarlehrer, Schriftsteller und Lokalhistoriker Karlheinz Böhm (1928–2014), österreichischer Schauspieler Silvia Banfi (Manassero) (* 20. Februar 1939 in Mailand), Kunstmalerin, Zeichnerin und Photographin Marzio Banfi (* 31. Oktober 1945 in Bellinzona), Kunstmaler, Bildhauer und Serigraph Katharina Böhm (* 1964), österreichische Schauspielerin

Literatur Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana. Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, S. 275.

Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 295, 326. Celestino Trezzini: Cureggia. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8: Supplement. Attinger, Neuenburg 1934, S. 50 (Digitalisat), abgerufen am 17. Oktober 1917

Weblinks

Amt für Statistik des Kantons Tessin: Lugano (italienisch) Quartier Cureggia auf www.lugano.ch Lugano-Cureggia: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Quartier (Lugano) Lugano Kategorie:Ersterwähnung 1329 Kategorie:Gemeindeauflösung 2004