mini|280px|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2005 Kulmerau war eine selbständige politische Gemeinde im Wahlkreis Sursee, Kanton Luzern, Schweiz. 2005 fusionierten Kulmerau und die Gemeinde Wilihof mit der Gemeinde Triengen.
Überblick Kulmerau ist ein ländlich-geprägtes Dorf oberhalb von Triengen. Es liegt auf einer Ebene neben Wellnau. Bauernhöfe und kleine alte Häuser prägen das Dorfbild.
Geschichte
Dorfname Unter dem Namen «Chulumbrowe» wurde der Ort 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Andere Quellen geben jedoch an, dass der Ort 1179 «Cholunbronwo» geheissen habe. 1316 erhielt das Dorf den Namen «Culumbe», wurde jedoch bereits sieben Jahre später zu «Columbrowe» umbenannt. 1330 und 1347 tauchte der Name «Culumbrowe» für die heutige Ortschaft Kulmerau auf. Die Entwicklung zum jetzigen Namen lässt sich durch die Veränderung der deutschen Sprache erklären. Durch das «Verdeutschen» des lateinischen Namens «Columbarium» und durch das Weglassen von Silben kam es schliesslich zum «Endprodukt», dem heutigen Namen Kulmerau.
Ortsgeschichte Alemannische Gräberfunde verweisen auf eine frühe Besiedlung hin. Der halbe Twing Kulmerau gehörte ab 1325 zur Herrschaft Büron, ging 1455 an Luzern über und war bis 1798 Bestandteil der Luzerner Vogtei Büron-Triengen. 1845–2004 bildete Kulmerau eine eigenständige politische Gemeinde, blieb jedoch Teil der Pfarrei Triengen. Die 1371 in Kulmerau errichtete Kapelle wurde 1591 neu gebaut und der heiligen Christina geweiht. Das Twinglibell weist Kulmerau als genossenschaftlicher Verband mit Personalrecht aus. Die Allmende des Dreizelgendorfes wurde damals bereits partikular genutzt; die tatsächliche Privatisierung des Gemeingutes erfolgte erst mit der auch den Wald betreffenden Teilung von 1812. Die textile Heimindustrie bot im Dorf bis Mitte des 19. Jahrhunderts alternative Verdienstmöglichkeiten. Die Landwirtschaft prägt das Dorf nach wie vor.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung BevölkerungsentwicklungJahrEinwohner18505191900318195027320002122022209 Die Bevölkerungsanzahl sank seit 1850 stetig. Dies liegt vor allem an der Abwanderung aus dem Bauerndorf in die umliegenden Gemeinden und nahen Städten wie Sursee oder Aarau.
Zwischen 2000 und 2022 sank die Bevölkerungsanzahl "nur" um drei Einwohner
Sehenswürdigkeiten
Literatur Adolf Reinle: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band IV: Das Amt Sursee. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 35). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1956, ISBN 978-3-906131-23-8.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Luzern Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Triengen Kategorie:Gemeindeauflösung 2004