Füchse Berlin ist der Name der Profihandball-Abteilung des Berliner Vereins Füchse Berlin Reinickendorf. Unter diesem Namen treten sowohl die Männer als auch die Frauen an.

Männer Seit der Saison 2005/06 spielte der Verein unter diesem Namen in der 2. Bundesliga, Staffel Nord. In der Spielzeit 2006/07 sicherten sich die Füchse vorzeitig die Meisterschaft und spielen seitdem wieder in der Bundesliga. Die zweite Mannschaft spielte in der Saison 2010/11 in der 2. Bundesliga und tritt seit Einführung der Eingleisigkeit in dieser Liga 2011 in der 3. Liga an.

Am 13. April 2014 gewannen die Füchse mit dem DHB-Pokal 2013/14 den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Im Finale besiegten sie die SG Flensburg-Handewitt mit 22:21. In der Saison 2024/25 gewannen sie zum ersten Mal die deutsche Meisterschaft.

Verein & GmbH Präsident des Gesamtvereins ist seit 2005 der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Unternehmer Frank Steffel. Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers der Mannschaft, der Füchse Berlin Handball GmbH, ist seit 2005 Bob Hanning.

Mit Stefan Kretzschmar als Vorstand Sport und Volker Zerbe als Leiter der Geschäftsstelle wurden zwei weitere ehemalige Handballprofis in führender Position eingestellt. Kretzschmar wurde im September 2025 vorzeitig freigestellt, nachdem dieser zuvor seinen Abschied nach Ende der Saison 2025/26 angekündigt hatte.

Spielstätte Seit der Saison 2005/06 dient die Max-Schmeling-Halle als „Fuchsbau“ und somit als Spielstätte der Füchse Berlin. Die Kapazität beträgt bei den Heimspielen 9000 Zuschauer, In: Berliner Zeitung, 22. November 2013. kann aber für Topspiele und Großereignisse, wie zur Handball-WM 2007, noch um weitere Plätze aufgestockt werden, so dass die Halle fast 10.000 Zuschauern Platz bietet. In der Saison 2022/23 waren durchschnittlich 7.936 Zuschauer bei den Heimspielen.DKB Handball-Bundesliga - Zuschauer 2022/23 .

Geschichte Die Handballer des TSV Dorner Reinickendorf stiegen 1935 in die Gauliga Berlin-Brandenburg auf, wo sie drei Jahre spielten.

Saisondaten 1935–1938 (Feld) Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte 1935/36 Gauliga Berlin-Brandenburg 8 (9)bundesligainfo.de: Feldhandball Gauklassen 1935/36 (Gaue I - IV) 107:142 8:24 1936/37 Gauliga Berlin-Brandenburg 8 (10) 126:146 14:22 1937/38 Gauliga Berlin-Brandenburg ? (11)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zusätzlich zum Feldhandball auch eine Meisterschaft im Hallenhandball ausgetragen. Im Feldhandball spielte der Verein ab 1946 in der Oberliga Berlin, die er 1953 bis 1955 dreimal in Folge gewann. Damit war die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften 1953 bis 1955 verbunden. Ein weiteres Mal qualifizierten sich die Reinickendorfer 1965 für die Meisterschaftsendrunde, wo sie allerdings das Qualifikationsspiel zum Achtelfinale gegen den Hamburger SV verloren. Im Folgejahr belegten sie den zweiten Platz in der Oberliga Berlin, wodurch sie sich für die neu eingeführte Feldhandball-Bundesliga qualifizierten.

Im Hallenhandball gab es bis 1966 eine West-Berliner Meisterschaft, deren Sieger sich für die ab 1950 ausgetragene deutsche Meisterschaft qualifizierte. Dies gelang den Füchsen erstmals 1954. Sie belegten den 3. Platz der deutschen Meisterschaft. Weitere Teilnahmen erfolgten 1955 (3. Platz), 1956 (5. Platz) und 1966 (Viertelfinale). Ab 1958 wurde in Berlin eine Oberliga ausgetragen, an der die Füchse ab der Saison 1961/62 teilnahmen. Als Berliner Meister 1966 qualifizierten sie sich für die neu eingeführte Hallenhandball-Bundesliga.

Saisondaten 1946–1966 (Feld) Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte weitere Platz (von) S U N Tore Punkte 1946 Oberliga Berlin 3/4 (12)bundesligainfo.de: Feldhandball Oberliga Berlin 1946 1946/47 Oberliga Berlin 4 (12) 30:12 1947/48 Oberliga Berlin ? (12) 1948/49 Oberliga Berlin 3 (12) 15 0 7 163:92 30:14 1949/50 Oberliga Berlin 4 (10) 13 0 5 147:80 26:10 1950/51 Oberliga Berlin 3 (10) 162:111 24:12 1951/52 Oberliga Berlin 5 (10) 10 1 7 199:167 21:15 1952/53 Oberliga Berlin 1 (10) Deutsche Meisterschaft VR (8) 2 1 3 73:81 5:7 1953/54 Oberliga Berlin 1 (10) 15 0 3 286:196 30:6 Deutsche Meisterschaft VR (8) 4 0 2 72:62 8:4 1954/55 Oberliga Berlin 1 (10) 16 2 0 291:180 34:2 Deutsche Meisterschaft HF (8) 1 0 1 26:22 2:2 1955/56 Oberliga Berlin 3 (10) 11 3 4 155:104 25:11 1956/57 Oberliga Berlin 5 (10) 9 0 9 168:163 18:18 1957/58 Oberliga Berlin 6 (10) 8 1 9 156:194 17:19 1959 Oberliga Berlin 5 (10) 10 2 6 202:180 22:14 1960 Oberliga Berlin 3 (12) 9 1 6 181:158 19:13 1961 Oberliga Berlin VR (12) 7 0 3 100:83 14:6 1962 Oberliga Berlin 8 (12) 10 2 10 243:229 22:22 1963 Oberliga Berlin 7 (10) 7 1 10 195:203 15:21 1964 Oberliga Berlin 3 (10) 9 1 8 241:20 19:17 1965 Oberliga Berlin 2 (10) 13 2 3 226:183 28:8 Deutsche Meisterschaft 17 (17) 0 0 1 9:11 0:2 1966 Oberliga Berlin 2 (10) 13 3 2 259:184 29:7

Saisondaten 1946–1966 (Halle) Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte weitere Platz (von) S U N Tore Punkte 1946/47 Berliner Meisterschaft HF (8)bundesligainfo.de: Hallenhandball-Meisterschaft Berlin 1946/47 1 0 1 14:10 2:2 1947/48 Berliner Meisterschaft VR (8) 1 0 2 11:16 2:4 1948/49 Berliner Meisterschaft VF (9) 0 0 1 5:6 0:2 1949/50 Berliner Meisterschaft VR (8) 1 1 1 20:14 3:3 1950/51 Berliner Meisterschaft VR (6) 0 2 0 8:8 2:2 1951/52 Berliner Meisterschaft 4 (6) 1 0 3 24:30 2:6 1952/53 Berliner Meisterschaft 3 (6) 1 0 1 7:10 2:2 1953/54 Berliner Meisterschaft 1 1 0 0 7:6 2:0 Deutsche Meisterschaft 3 (6) 2 1 1 31:20 5:1 1954/55 Berliner Meisterschaft 1 (6) 4 0 0 25:15 8:0 Deutsche Meisterschaft 3 (6) 2 0 2 33:20 4:4 1955/56 Berliner Meisterschaft 1 (4) 4 0 1 20:11 8:2 Deutsche Meisterschaft 5 (6) 1 0 2 12:14 2:4 1956/57 Berliner Meisterschaft VR (8) 1 0 2 21:25 2:4 1957/58 Berliner Meisterschaft n. q. 1961/62 Oberliga Berlin 4 (8) 3 3 5 92:95 9:13 1962/63 Oberliga Berlin 6 (8) 0 0 3 10:27 0:6 1963/64 Oberliga Berlin 4 (8) 1 0 2 45:53 2:4 1964/65 Oberliga Berlin 3 (10) 119:123 18:6 1965/66 Oberliga Berlin 1 (10) 116:72 19:5 Deutsche Meisterschaft VF (8) 0 0 1 18:20 0:2

Die Füchse stiegen in der ersten Saison der Feld-Bundesliga als Vorletzter der Südstaffel ab. 1968 gewannen sie die Regionalliga Berlin und scheiterten gegen den Meister der Oberliga Süd Frisch Auf Göppingen in den Spielen um den Aufstieg (13:12 und 11:16). 1969 gewannen sie erneut die Regionalliga. Sie verloren nun zwar beide Spiele in einer Dreiergruppe um den Aufstieg, stiegen aber wegen Rückzügen aus der Bundesliga dennoch auf. Auch diesmal stiegen die Füchse direkt wieder ab. Von 1972 bis 1975 gewannen sie viermal in Folge die Regionalliga Berlin. 1972 war der Aufstieg ausgesetzt, weil der DHB den Spielbetrieb im Hallenhandball einschränkte, um sich auf den Hallenhandball-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen vorzubereiten. Nach der Saison 1973 wurde die Feld-Bundesliga aufgelöst, sodass es auch hier keine Aufsteiger gab. 1974 und 1975 nahmen die Füchse an der nun wieder im KO-Modus ausgespielten deutschen Meisterschaft teil. Sie verloren 1974 im Halbfinale gegen den SV 1946 Crumstadt mit 9:13. 1975 setzten sie sich zunächst gegen den Nordmeister ATSV Habenhausen durch (17:10) und verloren dann das Halbfinale gegen TuS Nettelstedt (15:22). Danach wurden durch den DHB keine deutschen Meisterschaften mehr im Feldhandball durchgeführt.

Saisondaten 1967–1973 (Feld) Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte weitere Platz (von) S U N Tore Punkte 1967 Bundesliga Süd 9 (10) 4 4 10 215:258 12:24 1968 Regionalliga Berlin 1 (8)bundesligainfo.de: Feldhandball-Regionalliga Berlin 1968 13 1 0 244:136 27:1 Aufstiegsspiele 2 (2) 1 0 1 24:28 2:2 1969 Regionalliga Berlin 1 (8)bundesligainfo.de: Feldhandball-Regionalliga Berlin 1969 12 1 1 212:151 25:3 Aufstiegsspiele 3 (3) 0 0 2 18:24 0:4 1970 Bundesliga Nord 8 (8) 2 1 11 195:242 5:23 1971 Regionalliga Berlin 2 (8) 238:154 22:6 1972 Regionalliga Berlin 1 (8) 149:89 18:2 1973 Regionalliga Berlin 1 (8) 9 1 0 147:92 19:1 1974 Regionalliga Berlin 1 (?) Deutsche Meisterschaft HF (5) 0 0 1 9:13 0:2 1975 Regionalliga Berlin 1 (8) 157:102 17:3 Deutsche Meisterschaft HF (5) 1 0 1 32:32 2:2

Auch die Hallen-Bundesliga wurde zweigleisig ausgetragen, wobei die Berliner Mannschaften zunächst der Südstaffel zugeteilt wurden. Die Füchse belegten in den ersten beiden Jahre Plätze im Mittelfeld und konnten 1969 dem Abstieg nur durch einen Erfolg in Platzierungsspielen gegen die punktgleichen Mannschaften des TSV Birkenau und TV Hüttenberg vermeiden. 1971 stiegen die Füchse in die Regionalliga Nord ab. Ab 1972 trugen die West-Berliner Vereine eine eigene Regionalliga aus. Diese konnten die Füchse gewinnen und stiegen so 1973 wieder in die Bundesliga auf. Es folgte der direkte Abstieg 1974, der erneute Gewinn der Berliner Regionalliga 1975 und zwei weitere Jahre in der Bundesliga von 1975 bis 1977. Als 1977 die eingleisige Bundesliga eingeführt wurde, konnten sich die Füchse nicht qualifizieren und stiegen erneut in die Regionalliga Berlin ab. Diese gewannen sie nun viermal in Folge, scheiterten aber dreimal in der Aufstiegsrunde gegen andere Regionalligameister: 1978 gegen den TSV Jahn Gensungen (RL Südwest) 13:20 und 17:11bundesligainfo.de Aufstiegsspiele der Regionalligameister 1977/78, 1979 gegen den TSB Flensburg (RL Nord) 14:19 und 17:21, 1980 gegen den VfL Günzburg (RL Süd) 14:21 und 20:19. Erst 1981 gelang der erneute Aufstieg als Drittplatzierter in einer Aufstiegsrunde, an der alle fünf Regionalligameister teilnahmen.

Saisondaten 1966–1981 (Halle) Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte weitere Platz (von) S U N Tore Punkte 1966/67 Bundesliga Süd 4 (8) 6 1 6 187:176 13:13 1967/68 Bundesliga Süd 5 (8) 6 1 7 216:233 13:15 1968/69 Bundesliga Süd 7 (8) 5 0 9 189:220 10:18 Platzierungsspiele 6–8 1 (3) 1 1 0 29:24 3:1 1969/70 Bundesliga Süd 3 (8) 7 1 6 215:209 15:13 1970/71 Bundesliga Süd 8 (8) 4 0 10 183:219 8:20 1970/71 Bundesliga Süd 8 (8) 4 0 10 183:219 8:20 1971/72 Regionalliga Nord 4 (10)bundesligainfo.de: Regionalliga Männer [II. Liga] 1971/72 10 0 8 271:264 20:16 1972/73 Regionalliga Berlin 1 (10) 11 0 1 203:146 22:2 1973/74 Bundesliga Nord 10 (10) 3 1 14 231:313 7:29 1974/75 Regionalliga Berlin 1 (8) 29:5 1975/76 Bundesliga Süd 9 (10) 5 3 10 266:309 13:23 1976/77 Bundesliga Nord 9 (10) 3 0 15 262:347 6:30 1977/78 Regionalliga Berlin 1 (10) 18 3 0 411:278 29:3 Aufstiegsrunde 2 (2) 1 0 1 30:31 2:2 1978/79 Regionalliga Berlin 1 (10) 18 1 3 409:295 37:7 Aufstiegsrunde 2 (2) 0 0 2 31:40 0:4 1979/80 Regionalliga Berlin 1 (10) 18 2 2 350:249 38:6 Aufstiegsrunde 5 (5) 1 0 1 34:40 2:2 1980/81 Regionalliga Berlin 1 (10) 21 0 1 495:258 42:2 Aufstiegsrunde 3 (5) 4 0 2 101:86 8:4

In der Saison 1981/82 erreichte der Aufsteiger sofort Rang drei, eine Platzierung die erst 2024 übertroffen wurde, und qualifizierte sich für den IHF-Pokal. In den folgenden Jahren ging die Entwicklung rückwärts. Als Pokalfinalist 1984 konnte der Verein jedoch ein zweites Mal im Europapokal starten. Nachdem sich Mäzen Willi Bendzko, der für den steilen Aufstieg der Füchse hauptverantwortlich zeichnete, zurückzog, ging es bald wieder zurück in die Zweitklassigkeit. Saisondaten 1981–1986 Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte Meiste Tore ⌀ Zuschauer 1981/82 Bundesliga 3 (14) 14 6 6 532:492 34:18 Don 115/82 2924 1982/83 Bundesliga 6 (13) 11 4 9 475:441 26:22 Don 115/77 3388 1983/84 Bundesliga 6 (14) 12 4 10 538:537 28:24 Don 121/68 2041 1984/85 Bundesliga 9 (14) 8 6 12 559:562 22:30 Vukoje 155/56 1451 1985/86 Bundesliga 14 (14) 2 2 22 501:654 6:46 Elezović 183/68 818

mini|Logo der Füchse Berlin bis 2012