mini|Lukas Resetarits (2017) Erich Lukas Resetarits (* 14. Oktober 1947 in Stinatz, Burgenland) ist ein österreichischer Kabarettist und Schauspieler.

Leben Lukas Resetarits gehört wie die Mehrheit der Einwohner von Stinatz zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten. Er wohnte, wie er 2012 in seinem Kabarettprogramm Unruhestand sagte, als Schüler mit seiner Familie (nach Erinnerung seines Bruders Willi Resetarits von 1952 an) in Wien am Humboldtplatz in Favoriten, dem 10. Wiener Gemeindebezirk, einer damals typischen Arbeitergegend. Er maturierte 1965 und studierte anschließend an der Universität Wien Psychologie und Philosophie.

1975 trat er der Kabarettgruppe KEIF, bestehend aus Wolfgang Teuschl, Erwin Steinhauer, Alfred Rubatschek und Erich Demmer, bei. 1976 wirkte er als Schauspieler bei der Proletenpassion, einer Großproduktion der Politrock-Band Schmetterlinge im Rahmen der Wiener Festwochen, mit. 1977 trat er zusammen mit Teuschl und Steinhauer beim Fernsehkabarett Tu felix Austria auf. Mit identischer Besetzung folgte 1978 das Fernsehkabarett Man wird ja noch fragen dürfen. Am 26. Oktober 1977 feierte sein erstes Soloprogramm Rechts Mitte Links im Konzerthauskeller Premiere, im Mai 1978 folgte das zweite Soloprogramm A Krise muass her.

Im selben Jahr spielte Resetarits unter der Regie von Käthe Kratz die männliche Hauptrolle in dem Fernsehfilm Mit Leib und Seele. Im Jahr 1979 veröffentlichte er seine erste Langspielplatte Ein Abend mit Lukas Resetarits. Er schrieb das Buch für den ORF-Beitrag Wochenende in Wien für das Fernsehfestival in Montreux, in dem er auch die Hauptrolle spielte. Zu Beginn der 1980er Jahre übernahm er von Franz Buchrieser die Hauptrolle in der Fernsehserie Kottan ermittelt von Helmut Zenker und Peter Patzak. Als grantelnder Polizeimajor Adolf Kottan ermittelte er in den Folgen 6 bis 19 der satirischen Krimireihe.

2007 schrieb er Amerika, ein Musikprogramm mit Originalstücken von Randy Newman und eigenen Zwischentexten, begleitet vom Damenquartett StringFizz und Robert Kastler. Diese Hommage an den Dichter und Komponisten Newman fand je einmal in Wien und in Graz statt. Die beiden ORF-Produktionen von 2007, der Film Der schwarze Löwe und die fünfteilige Serie FC Rückpass, thematisierten die Fußball-Regionalliga. 2010 übernahm Resetarits in Kottan ermittelt: Rien ne va plus, dem Kinofilm zur Serie, noch einmal die schräge Polizistenrolle.

Lukas Resetarits hat zwei Töchter, Martina und Kathrin Resetarits (* 1973).Christina Böck: in der Wiener Tageszeitung Die Presse, 11. Oktober 2007. Kathrin erarbeitet seit 1999 mit ihrem Vater dessen Programme. Lukas ist der Bruder von Willi Resetarits (1948–2022), früher bekannt als Kurt Ostbahn, und TV-Moderator Peter Resetarits (* 1960). Lukas Resetarits ist Mitglied der Gesellschaft für politische Aufklärung.

Programme

Filmografie

Auszeichnungen 1981: Nestroy-Ring 1981: Österreichischer Kleinkunstpreis des Innsbrucker Kellertheaters 1983: Österreichischer Kleinkunstpreis des Kleinkunsttheaters Kulisse 1984: Österreichischer Kleinkunstpreis des Kleinkunsttheaters Kulisse 1985: Deutscher Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett 1994: Ybbser Spaßvogel durch die Stadtgemeinde Ybbs an der Donau 1997: Goldene Romy Beliebtester Schauspieler 1998: Deutscher Kabarettpreis Hauptpreis 2001: Salzburger Stier (Ehrenstier) 2004: Karl Hauptpreis für Nachspielzeit 2008: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2012: Goldener Rathausmann der Stadt Wien 2012: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2017: Österreichischer Kabarettpreis – Hauptpreis 2019: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. KlasseBundeskanzleramt: Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse an Lukas Resetarits. Abgerufen am 31. März 2019.

Publikationen 2022: Lukas Resetarits – Krowod: Erinnerungen an meine Jugend, gemeinsam mit Fritz Schindlecker, Carl Ueberreuter Verlag, Wien 2022, ISBN 978-3-8000-7800-4. 2023: Lukas Resetarits – Kabarett und Kottan: Geschichten aus meinem Leben, mit einem Vorwort von Josef Hader, gemeinsam mit Fritz Schindlecker, Carl Ueberreuter Verlag, Wien 2023, ISBN 978-3-8000-7850-9.

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 820.

Weblinks

Interview (1978) von Wolfgang Kos mit Lukas Resetarits über sein Programm A Krise muaß her aus der Sammlung der Österreichischen Mediathek

Audio-Aufnahmen von Lukas Resetarits (Kabarett (1979), Interviews und Kulturbeiträge); im Online-Archiv der Österreichischen Mediathek. Biographie

Einzelnachweise

Kategorie:Kabarettist (Österreich) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Autor eines österreichischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Johann-Nestroy-Ringträger der Stadt Wien Kategorie:Person (Bisamberg) Kategorie:Burgenlandkroate Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Mann