Forst () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Forst liegt in der Gemarkung Gerhardshofen.
Geografie Das Kirchdorf liegt am östlichen Ufer der Aisch. Im Süden liegt das Flurgebiet Auf der Höhe. Forst wird von der Bundesstraße 470 tangiert, die nach Gerhardshofen (0,7 km nordöstlich) bzw. nach Diespeck (5,5 km südwestlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Vahlenmühle (0,8 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1361/64 als „Forst“ im burggräflichen Urbar erstmals urkundlich erwähnt. Die Filialkirche St. Katharina wurde im 14. Jahrhundert errichtet.Siehe Website gerhardshofen.de Im Dreißigjährigen Krieg wurde Forst 1632 geplündert und gebrandschatzt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Forst 13 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 1 Halbhof, 1 Viertelhof, 2 Achtelhöfe, 1 Mühle, 1 Höflein, 1 Schmiede, 3 Güter, 1 Gütlein; Klosteramt Birkenfeld: 2 Widemgüter).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 96.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Forst dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dachsbach und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Gerhardshofen zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 185.
Baudenkmäler Haus Nr. 2: evang.-luth. Filialkirche St. Katharina Scheune am östlichen Ortsausgang, konstruktives Fachwerk; zwischen den Scheunentoren Flachrelief mit Pferdefuhrwerk und Inschrift: „Johan Kolb / SOLO“ (sic!) „DEO GLORJA / 1826“R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 69. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 2020Einwohner 86 113 101 99 109 77 84 106 84 83 58 55 61HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 20 18 16 15 14 14 15 16 Quelle auf der Website gerhardshofen.de
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Gerhardshofen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Gerhardshofen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1361 Kategorie:Ort an der Aisch Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)