mini|Blütenstand mini|Früchte Die Kriechende Mahonie (Mahonia repens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mahonien (Mahonia) innerhalb der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae).

Beschreibung Vegetative Merkmale Die Kriechende Mahonie ist ein niederliegend-kriechender und Ausläufer bildender, immergrüner Zwergstrauch oder Strauch, der eine Wuchshöhe bis über 100 Zentimeter erreicht.

Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist bis 9 Zentimeter lang. Die unpaarig gefiederte Blattspreite ist bis zu 25 Zentimeter lang und enthält drei bis sieben Blättchen. Die matten, kurz gestielten, abgerundeten bis stumpfen oder spitzen, oft stachelspitzigen, eiförmigen bis elliptischen Blättchen sind bis zu 9 Zentimeter lang; ihr Rand ist fast ganzrandig bis seichtbuchtig und stachelig gesägt oder gezähnt, mit bis zu 24 Zähnchen an jeder Seite. Die Blattoberseite ist mattgrün und meist leicht wachsartig; im Winter können die Blättchen eine leicht rötliche bis bräunliche Färbung annehmen.

Generative Merkmale Die Blütezeit reicht in Nordamerika von April bis Juni. Einige Blüten sind in einem bis zu 10 Zentimeter langen, endständigen, dichten und reichblütigen, traubigen Blütenstand angeordnet.

Die duftenden, gestielten und zwittrigen Blüten sind tiefgelb.

Die eiförmigen bis ellipsoiden, bis 1 Zentimeter großen Beeren mit Narbenresten sind blauschwarz und „bereift“.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.

Vorkommen Mahonia repens ist in den kanadischen Provinzen British Columbia sowie Alberta und in den US-Bundesstaaten Washington, Arizona, Kalifornien, Wyoming, New Mexico, Colorado, Idaho, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Minnesota, Nebraska, North Dakota, South Dakota sowie in Texas weitverbreitet. Sie gedeiht in den Nadelwäldern in Höhenlagen von 200 bis 3000 Metern.

Systematik und Taxonomie Die Erstbeschreibung erfolgte 1828 unter dem Namen (Basionym) Berberis repens durch John Lindley in Botanical Register; consisting of coloured ..., Band 14, Tafel 1176. Die Neukombination zu Mahonia repens wurde 1831 durch George Don in A General History of the Dichlamydeous Plants, Band 1, Seite 118 veröffentlicht. Die Kriechende Mahonie (Mahonia repens) hat zahlreiche Synonyme: Berberis amplectens , Berberis aquifolium var. repens , Berberis pumila , Berberis repens , Berberis sonnei , Berberis nana , Mahonia amplectens, Mahonia sonnei , Mahonia nana , Odostemon pumilus , Odostemon repens .

Von der Kriechenden Mahonie sind verschiedene Varietäten oder Formen beschrieben worden: Mahonia repens var. macrocarpa (Syn.: Berberis repens var. macrocarpa ) wächst aufrecht, wird bis zu 1 Meter hoch und hat große Beerenfrüchte. Mahonia repens var. rotundifolia (Synm.: Berberis repens var. rotundifolia ) ist dicht belaubt, mehr als 1 Meter groß und weist fast ganzrandige und breit-eiförmige Blättchen auf; sie ist zudem besonders winterhart. Mahonia repens f. subcordata mit dicht stehenden Blättchen, deren Basis herzförmig ist.

Verwendung Diese Art wird als bodendeckender Zierstrauch in Gärten und Parks verwendet. Mahonia repens stellt nur geringe Standortansprüche und ist in Mitteleuropa winterhart. Die Früchte sind essbar.

Literatur

Einzelnachweise Alan T. Whittemore: Berberis Linnaeus. In: Alan T. Whittemore: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae. Oxford University Press, New York, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Berberis repens Lindley. – textgleich online wie gedrucktes Werk. Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 17. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3573-6.

Weblinks

Creeping Oregon Grape, Low Oregon Grape bei Flora and Fauna Northwest. Thomas Meyer: Blumen in Schwaben.

Kategorie:Berberitzengewächse Kategorie:Ziergehölz Kategorie:Wildfrucht