Hörschwag ist ein Dorf auf der Schwäbischen Alb im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Es liegt und hat 291 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025). Hörschwag gehört seit 1974 zur Stadt Burladingen. Es liegt zehn Kilometer nordöstlich davon.

Geschichte mini|Kirche St. Mauritius Der Ort wird erstmals 1304 urkundlich erwähnt. Mit Auflösung der Grafschaft Gammertingen kam der Ort an die Herren von Ransberg und von diesen an die Pfalzgrafen von Tübingen. Im 13. Jahrhundert wurde der Ort vorübergehend hohenbergisch und gelangte dann an Württemberg. Im 14. Jahrhundert befand sich Hörschwag größtenteils im Besitz der Herren von Hölnstein. Im Jahre 1304 erhielt das Kloster Kirchberg Besitzungen in Hörschwag von dem Ritter Anselm von Hölnstein als Geschenk. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts ging die Grundherrschaft an Claus Angelter, einem Patrizier in Reutlingen, sowie an das Kloster Mariaberg. Im Jahr 1473 kaufte Graf Jobst Nikolaus den größten Teil des Dorfes. Seit 1584 gehörte Hörschwag den Grafen von Zollern und wurde dem Amt Burladingen zugewiesen.

Hörschwag hatte 1790 142, 1842 223 und 1890 228 Einwohner.

Bis zu dessen Auflösung im Zuge der Kreisreform gehörte Hörschwag zum Landkreis Hechingen, danach vom 1. Januar 1973 bis zum 30. Juni 1974 zum Landkreis Reutlingen. Am 1. Juli 1974 wurde es nach Burladingen eingemeindet und wechselte damit zum Zollernalbkreis.

Flussbad Eine kleine Badestelle in der Lauchert ist vorhanden und als Badestelle ausgewiesen. Es gibt einen Barfußpfad, einen Duftgarten und ein Kneippbecken.

Persönlichkeiten Johann Evangelist Maier (1833–1899), katholischer Geistlicher und Mitglied des Deutschen Reichstags, geboren in Hörschwag Karl Lehmann (1936–2018), Theologe, Bischof von Mainz, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, wohnte von 1937 bis 1941 in Hörschwag.

Literatur Erhard Lazi (Hrsg.): Der Zollernalbkreis. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-8062-0205-2, S. 288. Heinrich Haasis (Hrsg.): Der Zollernalbkreis. 2., neubearbeitete Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0522-1, S. 324 Max Heinzelmann: 700 Jahre Hörschwag 1304–2004. Förderverein Hörschwag 2004. Weblinks

Offizielle Website der Stadt Burladingen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Zollernalbkreis Kategorie:Wohnbezirk von Burladingen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Zollernalbkreis) Kategorie:Ersterwähnung 1304 Kategorie:Ort an der Lauchert Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb Kategorie:Gemeindeauflösung 1974