mini|Generalleutnant Karl Tarbuk, Militärkommandant von Mähren, Brünn 1943 mini|Karl Tarbuk von Sensenhorst, als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg am Isonzo, Görz 1916 Karl Tarbuk (* 7. April 1881 in Krems; † 22. Dezember 1966 in Wien; 1904 bis 1919 Tarbuk von Sensenhorst; auch: Tarbuk von Sensenhorst, Tarbuk-Sensenhorst) war ein österreichischer Offizier der k.u.k. Armee, des österreichischen Bundesheeres und Generalleutnant der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs.

Leben Familie Tarbuk entstammte einer ursprünglich kroatischen Familie von „Militärgrenzern“ an der Militärgrenze, dem Grenzgebiet Österreichs zum osmanischen Reich am Balkan, deren Stammreihe mit Ciril Tarbuk in Tušilović begann (erwähnt 1803–1815), und war der Sohn des noch dort geborenen k.u.k. Feldmarschallleutnants Johann Tarbuk von Sensenhorst (1853–1919; Enkel des vorgenannten Ciril) und Mathilde Josefa, geb. Bayrhammer (1856–1926). Am 18. November 1904 wurde die Familie in den österreichischen Adelsstand mit Namensmehrung „von Sensenhorst“Vgl. zur Namensnennung und dessen Bruder unrichtig angegeben in: Marcel Stein: Österreichs Generale im deutschen Heer: 1938–1945. Schwarz/Gelb – Rot/Weiß/Rot – Hakenkreuz. Biblio, Bissendorf 2002, S. 348, ISBN 3-7648-2358-5. (.) erhoben. Mit dem Adelsaufhebungsgesetz vom April 1919 ging ihnen diese wieder verloren.

Karl Tarbuk war mit Aglaja, geborene Freiin von Fiedler verheiratet und hatte drei Kinder. Er hatte die vier Brüder Hans, Robert, Felix und Fritz Tarbuk sowie zwei Schwestern.

Militärische Laufbahn Am 18. August 1901 trat Karl Tarbuk in die österreichisch-ungarische Armee ein. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und bekleidete Stabsfunktionen. Für seine militärischen Verdienste wurde er vielfach ausgezeichnet. Nach dem Krieg diente er weiterhin in der österreichischen Armee.

Nach dem Anschluss unterstand er dem Kommando des 18. Armeekorps. Im August 1939 wurde er zum aktiven Dienst einberufen und zum Kommandeur des 2. Landschützen-Regiments in Krems an der Donau sowie des rückwärtigen Bereichs „Mähren-West“ ernannt. Ab dem 15. November 1939 kommandierte er die 540. Spezialdivision in Brünn und ab 1942 gleichzeitig den Befehl über die Landstreitkräfte in Mähren. Am 1. Januar 1943 wurde er in die Führerreserve und am 1. April 1943 in den Ruhestand versetzt.

Literatur Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band XIV, Band 131 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2003. .

Einzelnachweise

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