Max Schmitt (* 1891; † 21. Februar 1963 in Hambach an der WeinstraßePfälzer Heimat. Band 14. 1963, S. 81) war ein deutscher Bauingenieur.
Wirken Schmitt wurde 1925 vom Bauassessor bei der Regierung der Pfalz zum Bauamtmann beim Landbauamt Speyer befördert. 1929 war er dort Baurat. In dieser Zeit verfasste er auch seine Dissertationsschrift Die Sicherung des Speyerer Domes Im 18. und 20. Jahrhundert und die Fundamentgrabungen in den Jahren 1929 und 1931,Würzburger Diözesangeschichtsblätter. Bände 23–24, 1961, S. 306 (). die er 1931 bei der TH Darmstadt vorlegte.Mainzer Zeitschrift, Bände 34–36, Verlag des Mainzer Altertumsvereins, 1939. S. 48 (). Schmitt hatte bei den Sicherungsarbeiten am Speyerer Dom die Oberleitung der Bauausführung inne.Hans Erich Kubach, Walter Haas: Der Dom zu Speyer. In: Werner Bornheim (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz. Band 5. Deutscher Kunstverlag, 1972, S. 246 (). Die Gesamtbearbeitung oblag Georg Rüth von der TH Darmstadt.Ludwig Stamer: 900 Jahre Speyerer Dom: Festschrift zum Jahrestag der Domweihe. 1061-1961. Verlag des Bischöflichen Ordinariates, 1961, S. 15 ().
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es Pläne zum Neubau der Technischen Hochschule München. Ein Vorprojekt wurde von Friedrich Gablonsky, German Bestelmeyer, Roderich Fick und Max Schmitt ausgeführt.Helmut Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz: Architektur des Untergangs. Promedia, 1998, S. 651 (). Schmitt wurde 1937 von Adolf Hitler mit dem Neubau beauftragt, nachdem Roderich Fick ihn wegen Überlastung abgelehnt hatte.Hans-Peter Rasp: Eine Stadt für tausend Jahre: München, Bauten und Projekte für die Hauptstadt der Bewegung. Süddeutscher Verlag, 1981, S. 105 (). Hitler besichtigte Schmitts Modelle und Fassadenentwürfe im Mai 1938 und erklärte sich mit der Konzeption weitgehend einverstanden.Winfried Nerdinger, Katharina Blohm: Bauen im Nationalsozialismus: Bayern, 1933-1945. Klinkhardt & Biermann, 1993, S. 131 (). Der Komplex für die Technische Hochschule hätte in Nymphenburg entstehen sollen, wurde aber kurz nach der Grundsteinlegung 1938 nicht weiter verfolgt.
1939 wurde Regierungsbaurat Schmitt vom Landbauamt München an das Landbauamt Kaiserslautern versetzt und dort zum Bauamtsdirektor ernannt.Die Bautechnik. Jg. 18, Heft 2/3, 18. Januar 1940, S. 36. Digitalisat (PDF; 4,8 MB) 1946 war er in der Landesstraßen- und Hafenverwaltung tätig.Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern. Bände 28–29, 1990. S. 148 ()
Nach Kriegsende wurde Schmitt Oberregierungsrat und später Ministerialrat im Ministerium für Finanzen und Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz. In dieser Funktion war er an der Organisation des Wiederaufbaus der Konstantinbasilika in Trier beteiligt.Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes. Bände 6–8, 1957, S. 122 (). Zum Ende seiner Karriere geriet er wegen einer Immobilienaffäre in die Schlagzeilen, wo er als Gutachter für den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Peter Altmeier bestellt war.
Schriften Die Sicherungen des Speyerer Domes im 18. und 20. Jahrhundert und die Fundamentgrabungen in den Jahren 1929 und 1931. 1932. Die Tätigkeit des „Basilika“-Ausschusses. In: Wilhelm Reusch (Red.): Die Basilika in Trier. Festschrift zur Wiederherstellung 9. Dezember 1956. Ministerium für Unterricht und Kultus des Landes Rheinland-Pfalz, Mainz. Evangelische Gemeinde, Trier 1956, S. 57–61. () mit Hellmut Wunderlich (Hrsg./Bearb.): Der staatliche Hochbau im Lande Rheinland-Pfalz. Sonderausgabe. Adolf Widmann Verlag, München 1959.Der staatliche Hochbau im Lande Rheinland-Pfalz. In: Der Baumeister. Zeitschrift für Architektur, Planung, Umwelt, Ausgabe 56, S. 601 ().
Literatur Wolfgang A. Herrmann: TU München. München 2006.
Einzelnachweise
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